Englische Gesundheitskampagne beschuldigt Videospiele

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Aufregung im Vereinigten Königreich: Das britische Gesundheitsministerium schießt mit seiner Change for Life-Kampagne gegen Videospiele und Gamer.

Die dazugehörige Printanzeige lässt keinen Zweifel daran, dass Videospielen gesundheitsgefährlich ist. “9 von 10 Kindern laufen Gefahr, übergewichtig zu werden. Auch wenn sie heute noch gesund aussehen, im Erwachsenenalter können sie frühzeitig an einem Herzleiden, Diabetes oder Krebs sterben. Also sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Kinder eine Stunde am Tag bewegen. Reduzieren Sie die Fettmenge, die Ihr Kind täglich zu sich nimmt.”

An der Botschaft selbst haben wir nichts auszusetzen. Die Verknüpfung mit einem gelangweilten, videospielenden Kind ist allerdings – sorry, Ihre Majestät – Populismus vom Feinsten. Natürlich gibt es Kinder, die sich zu wenig bewegen, aber das würden sie auch ohne Videospiele tun. Die mit Nintendos Wii gestartete Fitnesswelle samt Wii Sports und Wii Fit bringt wohl eher Leben in die Bude, als dass sie Kids ans Sofa fesselt.

Pikant: Wie die englische Webseite mcv berichtet, zieht Sony rechtliche Schritte gegen die Aktion in Erwägung. Das Kind in der Anzeige hält nämlich einen PS3-ähnlichen Wireless-Controller in den Händen… Sony wurde im Vorfeld darüber nicht unterrichtet.

 

 

 

32 Kommentare
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captain carot
14. März 2009 11:03

: Wieviele Jugendliche noch dicke Schinken lesen? Erstaunlicher Weise noch eine ganze Menge. Aber das dürftest du ja selbst wissen. Das Argument mit der Vorstellungskraft lasse ich jedenfalls mal gelten. In manchen Fällen wird ein kleiner Steppke

Funatic
14. März 2009 10:23

carot bücher würde ich wirklich aus dieser diskussion rauslassen und zwar aus 2 einfachen gründen:1. hast du einen horrosfilm z.b. in 90 minuten gesehen und hast den splatter schnell aufgenommen. bei vielen büchern aus dem genre horror passiert d

captain carot
13. März 2009 23:49

Stimmt schon, aber die Todesser kommen ja auch erst später vor, und ab HP3 sind die Filme ab 12. Ok, der 4. ist gerade verliehen, bei dem kann ich nicht nachsehen, aber er müsste auch ab 12 sein.Ich hatte übrigens nach der ersten Ronja Räubertochter Ausstrahlung so 1985/86 Angst vor den Druden, als ich dann mit 7 das Buch gelesen hab, fand ich die immer noch gruselig. Und HP1 ist ja für zehnjährige gedacht, sollte man auch bedenken.Aber meine Frage bleibt:Ist die persönliche Vorstellungskraft generell harmloser als visuell dargestellte Gewalt, oder könnte das von Person zu Person unterschiedlich sein? Und würdest du Bücher mit in so eine Diskussion aufnehmen oder außen vor lassen?Nebenbei mal ganz ehrlich bemerkt, kein Buch, kein Film und kein Spiel ist so schlimm wie der ganze Dokusoapseelenstripteasesonderabfall der Privatsender.Meine Meinung.

Funatic
13. März 2009 22:32

carot naja es ist ja nicht immer nur die gezeigte gewalt die nichts für kinder ist. ich finde z.b. nicht das kinder voldemorts todesser im kino sehen sollten. die hätten mir in dem alter viele schlaflose nächste beschert und sind definitv nichts

captain carot
13. März 2009 18:54

Naja, zur Altersfreigabe in früheren Jahrzenten:Krieg der Sterne, eine neue HoffnungLukes Onkel und Tante liegen gegrillter Weise vor’m Hauseingang, nochmal ne Großaufname, ok.Mos Eisley Bar, Luke wird von zwei Weltraummöchtegerngangstas blöd angemacht, Zack, Arm ab, noch ne Aufnahme mit viel Blut auf dem Boden, und dann natürlich noch die Szene, in der Han Solo den armen Greebo heimtückisch abknallt.Das ganze würde bereits 1978 zum Deutschlandstart von Star Wars mit einer FSK Freigabe ab 6 Jahren belohnt.Und jetzt zeig mir mal einer solche Stellen bei Harry Potter.

Funatic
13. März 2009 16:03

carot ups das mit dem scheissparkur ist ja mal ein richtig guter freudscher versprecher! hehemit den büchern hast du recht! nicht nur das die gewalt in jugendbüchern teilweise echt heftig ist es würde auch niemand eingreifen wenn sich ein 14 jähr

captain carot
13. März 2009 9:51

Noch ein Nachtrag, vielleicht will funatic als Buchhändler noch etwas dazu sagen:Bei Eragon Band 1 ist eine Stelle beschrieben, in der ein ganzes Dorf niedergemetzelt zu einem Leichenberg aufgetürmt wurde. Zu oberst, auf einen Speer aufgespiesst ein Säugling. Das ist ein Jugendbuch, vom Verlag ab 11 empfohlen.Im Bereich der Erwachsenenbelletristik könnte ich euch ebenfalls so einige Beispiele exzessiver Gewalt- oder Sexdarstellung geben. Ist das in Ordnung, weil ja alles der Fantasie des Lesers überlassen bleibt?Oder sollte derartiges direkt in die Diskussion um Mediengewalt einbezogen werden?Edit: Ein Scheissparcour, funatic? Sowas hab ich auch im Badezimmer, nennt sich Klo, WC oder Toilette.;-)

captain carot
13. März 2009 8:39

: Genau da liegt für mich das Problem. Jedesmal kräht unser Innenminister in solchen Situationen nach neuen Gesetzen, um Medienrechte zu verändern, potentielle Terroristen zu internieren, Sonderregelungen für einen Fangschuss einzuführen, die Bund

buddy4all
12. März 2009 22:41

Hm, wenn man bedenkt, dass allein von CoD4 über 10 Mio. Einheiten an den Mann gebracht wurden, muss ja mit einer gigantischen Armee von Irren gerechnet werden…

Funatic
12. März 2009 21:59

carot ich schätz deine kommentare und meinungen ja sehr aber das mit schäuble war echt ziemlich daneben. ich kann ihn auch nicht ab und finde das er als stasifunktionär in der DDR sicher seinen spas gehabt hätte bei all der überwachung und zensur

captain carot
12. März 2009 18:29

Was hast du von Herr Bundestrojaner persönlich erwartet?Normalerweise bin ich gegen Gewalt, aber bei manch zweifelhafter Äußerung unseres Innenministers wünschte ich fast, das Attentat 1990 hätte mehr Erfolg gehabt.Und nein, das hat nix mit Killerspielen zu tun.

tetsuo01
12. März 2009 17:47

Die Ursachen der Eskalation sieht Schmid etwa in einer über längere Zeit angestauten Wut und dem Fehlen von Bezugspersonen. Es fehlte dem Täter etwa an Möglichkeiten, seinen Frust nach außen hin zu ventilieren. Unter diesen Umständen könne der Tatplan reifen, „unterstützt durch Videovorlagen und zum Beispiel die Griffnähe von legalen Waffen, die der Vater im Schrank unzuverlässig verwahrt“.Also ich hätteda einen Vorschlag: Wir verbieten einfach die Waffen und nicht die Viedeospiele.Ach ne, Vater Staat verdient ja auch kräftig mit der Waffenschieberei….wie blöd von mir auf so einen Gedanken zu kommen!Die Aussage “”lieber Spiele Verbieten als Waffengesetze verschärfen”” ist allerdings mehr als brisant. Beschneidung von Medienfreiheit?… na wir wissen ja alle wo das hinführt.

captain carot
12. März 2009 17:34

da noch keine News dazu hier ist:http://www.computerbase.de/news/software/spiele/actionspiele/2009/maerz/totalverbot_gewaltspielen/Wie immer, böse Killerspiele (die der Junge übrigens gar nicht hätte spielen dürfen).

tetsuo01
12. März 2009 16:40

Dann bauen wir dir einen Schrein und beten dich an*lol*…

tetsuo01
12. März 2009 12:58

Das Kind sieht ehrlichgesagt so aus als ob ihm der Photograf vor der Session ein paar Valium in den kakao geworfen hätte*lol*…

Sir Hunk
12. März 2009 6:30

das einzige was ich davon mitbekam war das sony sich beschwert hat, weil das kind ein PS pad in der hand hält

captain carot
11. März 2009 21:56

@mm: Das liegt nur daran, dass die Texaner eh jeden erschießen dürfen, der ungefragt ihr Grundstück betritt.;-)Aber Spaß beiseite, ich geh gelegentlich schon gern mal mit dem Langbogen schießen, ich hab ein selbstgebasteltes Schwert, bin aber trotzdem kei

ganjamaniac
13. März 2009 16:12

Ja die gute Bild-Zeitung, dass pendant zum schweizerischen Blick. Eine populistische Casual-Zeitschrift die es sich nicht nehmen lässt die Umsatzzahlen durch Lügen und Falschaussagen in die Höhe zu treiben. Es ist immer genau das gleiche Szenario. Aber irgendwann, in ferner Zukunft wird dieses Thema für die Zeitungen wieder uninteressant. Spätestens wenn eine Generation Gamer an der Wirtschafts-und Medienspitze vertretten ist wechseln auch die Ansichten gegenüber Videospielen. In diesem Sinne, Quid est veritas?

Funatic
11. März 2009 18:36

und da ham wir es schon! mal wieder hat sich die gute bildzeitung ausführlich informiert und dank ihrem investigativen Journalismus kann man nun folgendes auf bild.de lesen:Mario H., ein weiterer Klassenkamerad: „Er hat immer mit Geld um sich geworfen, um Freunde zu bekommen.“ Jedoch: „Er hat wenig Freunde gehabt.“Was Tim gern spielte? Ballerspiele. Was er gern sah? Horrorfilme.hurra! dann wissen wir ja endlich warum er so böse wurde und müssen uns keine unangenehmen fragen mehr stellen. das sein dad daheim 15 waffen hatte ist eigentlich nur nebensache ganz zu schweigen davon das er mit seinen 17 jahren weder zugriff auf ballerspiele noch auf horrorfilme hätte haben dürfen! leute ganz ehrlich ich glaub ich wander aus! argh!

captain carot
11. März 2009 15:16

Liftoff!!!!!!!!!!Schon wieder so ein Killerspielspiele spielender Amokläufer.Hat bestimmt zu viele Super Mario Tierquälerein gezockt.Und nein, mit anderen psychischen und sozialen Problemen wird das nix zu tun haben, wie die Bildzeitung mal wieder beweisen wird, die aus sicherer Quelle erfahren wird, dass der Junge sogar Schockerspiele wie Final Fantasy gespielt hat.Mal was anderes. Fast alle deutschen jugendlichen Amokläufer der letzten Jahre sind in Haushalten mit Schusswaffen aufgewachsen.Aber damit hat das sicher nix zu tun, oder?

Matthias Schmid
11. März 2009 15:05

: sehr gut 🙂

Funatic
11. März 2009 14:38

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Funatic
11. März 2009 14:38

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Funatic
11. März 2009 14:38

ihr fragt euch was ich da mache? ich zähl runter wie lange es nach dem amoklauf dauert bis wir videogamer wieder als brutale killerschweine durchs dorf getrieben werden!

Funatic
11. März 2009 14:37

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Funatic
11. März 2009 14:36

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Funatic
11. März 2009 14:36

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Funatic
11. März 2009 14:36

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Funatic
11. März 2009 14:36

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captain carot
11. März 2009 9:08

Hmm, alle zwei Tage ein bissl Kraftraining mit Kurzahntel, Sit-Ups und Liegestütze (neudeutsch auch unter dem Namen Push-Up bekannt), ich fahr relativ viel Fahrrad und gehe jeden Tag 7 bis 10 km mit dem Hund. Und wenn meine Tochter auf´s große Klettergerüst will muss ich regelmäßig mitkommen. Das sollte wohl reichen, um jeden Tag noch ein paar Stunden auf der Couch rumzulümmeln.