Epic-Boss Sweeney fürchtet einen Krieg der Systeme: “Es gibt zu viele Plattformen“

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Die D.I.C.E. – Summit (Design, Innovate, Communicate, Entertain – hat nichts zu tun mit dem gleichnamigen schwedischen Entwickler) ist ein Gipfeltreffen der Spieleindustrie, dass von der Academy of Interactive Arts & Sciences (AIAS) ins Leben gerufen wurde. Auch in diesem Jahr trafen sich in Las Vegas wieder alle, die in der Spielbranche Rang und Namen haben, unter ihnen auch Epic-Boss Tim Sweeney.

Wie VG247 berichtet, stimmte dieser sehr nachdenkliche Töne an: Verbraucher müssen sich heutzutage zwischen zahlreichen Spieleplattformen entscheiden: PC, Mac, Tablets, Smartphones, Konsolen und Handhelds stehen zur Auswahl.

“Das sind zu viele Plattformen”, vermutet der Epic-CEO:  “Im Laufe der Zeit werden diese auf einige wenige,  konkurrierenden Plattformen zusammenschrumpfen, mit vielleicht drei Gewinnern weltweit: Computer, Spiele-Plattformen, Smartphones.“ Sweeney warnte, dass dabei einige Hersteller auf der Strecke bleiben werden.

Wie wir sehen, haben die iPad-Verkäufe den von PCs übertroffen. Dies ist eine echte Offenbarung, denn dies ist ein Produkt, das erst vor ein paar Jahren erfunden wurde und schon jetzt beginnt, den PC  zu verdrängen “, sagte er. Und dabei ist das erst der Anfang: “Wir haben kaum an der Oberfläche dessen gekratzt, was auf die Verbraucher zukommt: Was wir heute mit einem iPad oder iPhone anstellen können, ist sehr begrenzt, bedingt durch unsere Erfahrung mit Computern und unserer Geschichte. Wenn eine ganze neue Generation von Kindern mit diesen Geräten, die uns umgeben, aufwächst, wird das zu völlig neuen Welten führen.“

Mit den neuen technischen Möglichkeiten sieht er wiederum die große Chance der Industrie: Auch wenn man nicht voraussagen kann, welcher Formfaktor sich durchsetzt, ist er überzeugt: “Die besten Zeiten stehen unserer Branche noch bevor.“

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Tom Throffle
14. Februar 2012 17:47

Ein Krieg der Konsolen wäre ja etwas was es noch nie gab*(*außer in den Frühen achzigern, den späten achzigern, den frühen neunzigern, den mitte-neunzigern, den späten neunzigern, den frühen 2000ern, den Mitte 2000ern und den späten 2000ern und den frühen Zweitausendzehnern)…Was kommt denn als Nächstes? Mercedes VS BMW VS Opel VS Audi VS Toyota? Oder Aldi VS Lidl??? Junge Junge, verrückte Zeiten sind das…

captain carot
14. Februar 2012 6:38

Die Spiele müssen nicht unpopulär sein, nur weil sie aus Russland oder Korea kommen. Von vielen bekommt man nicht wirklich was mit, gleichzeitig kommen aber immer wieder koreanische MMO´s bis nach hier oder russische/ukrainische Titel wie Stalker.Genauso gibt´s die kleineren, eher regional populären Spiele, aus Deutschland z.B. die Sachen von Daedalic oder Sonderfälle wie XYZ-Simulator 2012.Und solche Sachen sind meist normale Retailspiele.

Oliver Gruener
14. Februar 2012 1:03

Gerade im Low Budget Bereich und in Ländern wie Russland, Indien, Korea etc. mit eigener Spieleszene und Produktion kommen sicher Titel ohne Ende raus, von denen wir hier nie was gehört haben noch je was von hören werden. Es ging mir auch eher um die bekannten (großen) Titel. Selbst ein Alan Wake kommt ja jetzt doch noch für PC. Irgendwie scheinen die Publisher mit Konsolen-Exklusivtiteln derzeit nicht sehr glücklich zu sein. Sicher gibt es in XBox Live oder Playstation Store eine Auswahl an guten Indy Spielen die es nicht immer auf PC gibt. Das meiste was populär ist finden PC Zocker dennoch spätestens irgendwann bei Steam. Davon ab gibt es auf PC selbstreden 1 Milliarde mehr Indy Games, das meiste davon will man gar nicht kennen … ^^ Der F2P Markt ist auf Smartphones, Tablets und PC auch mit Simpel-Facebookspielen sicher nicht zu unterschätzen. Sogar ich habe kürzlich tatsächlich mal ein Browserspiel angefangen. Dafür würde ich NIE Geld ausgeben aber so zwischendurch als simpler Zeitvertreib ist es ganz witzig. Auf dem PC sind dennoch F2P Rollenspiele wie DC Universe Online ein ziemlich großer Geschäftszweig, den man eben nicht unterschlagen darf. Egal wie man dazu steht.

captain carot
13. Februar 2012 22:45

Man sollte aber auch nicht unterschlagen, dass etwa die Koreaner primär PC-Zeug raushauen und die Osteuropäer sowieso.Gleichzeitig hat es sich beim PC weltweit zu kostenlosen, über Werbung und Zusatzinhalte finanzierten Titeln verschoben, vom Browsergame bis zu dicken Onlinetiteln. Trotzdem wird damit Geld gemacht, oft nicht zu knapp.

Oliver Gruener
13. Februar 2012 22:07

Zitat von WadeHade: “”Welche denn bitte noch? Werden doch immer weniger für PC umgesetzt.””Im Gegenteil! Ich bin derzeit überrascht, wieviele Spiele auch auf PC erscheinen, von denen ich ausging, es handelte sich um klassische (reine) Konsolenspiele. The Darkness 2 oder Kingdoms of Amalur kommen mir als aktuelle Beispiele sofort in den Sinn.Praktisch 100 Prozent aller West-Entwicklungen kommen auch für den PC. Bei japanischen Entwicklern sieht es etwas mauer aus, aber auch, weil deren PC Umsetzungen hier oft schlicht einfach nicht erscheinen obwohl es sie gibt! Außerdem ist auf dem PC der Markt extrem auf online fixiert, gerade in Asien. Ein Blick auf den MMO-Sektor zeigt, dass hier eine Menge (ausschließlich) auf PC erscheint.

Oliver Gruener
13. Februar 2012 22:02

1. Tablets werden so oder so immer mehr zu einer Unterart des PCs werden. Sie sind nie und nimmer ein Ersatz sondern immer nur eine Ergänzung! 2. Wie hier auch schon gesagt wurde, Tablets verkaufen sich besser als PCs weil jeder einen PC hat und es derzeit auch keinen Grund gibt neue PCs zu kaufen, es sei denn, der alte geht kaputt, weil bei der Leistung tut sich nicht viel, bzw. reichen für Desktopanwendungen auch alte Rechner völlig aus. 3. Tablets stehen einerseits mit Smartphones in Konkurrenz als andererseits auch mit Spiele-Handhelds. Dass Smartphones und Tablets verschmelzen zeigt das 7 Zoll Samsung Galaxy Tab. Wenn man jetzt auch noch vernünftige Controller anbietet, und sei es als externe Aufstecklösung, um analoge Sticks und richtige Buttons zu haben, dann können Tablets wirklich auch den Handhelds den Rang ablaufen. Die künftige Grafikleistung zeigt in diese Richtung. Ob es so kommt, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Jedenfalls bietet es sich an, Tablets, Smartphones und Game-Handhelds zu verschmelzen. Das macht mehr Sinn, als zu denken, ein Tablet sei ein Ersatz für ein Netbook.

WadeHade
13. Februar 2012 19:20

“”oder man verzichtet auf beide und zockt die Games am PC ^^””Welche denn bitte noch? Werden doch immer weniger für PC umgesetzt.

link82
13. Februar 2012 18:16

nunja, also bei 360 und PS3 beispielsweise geht es imo ja fast echt nur darum ob man nun eine schwarze oder weiße Konsole haben möchte… beide sind inetwa gleichstark und 98% aller brauchbaren Games sind eh multi und erscheinen für beide Platformen, daher würde es mir recht wenig ausmachen wenn man auf einen der beiden verzichten würde (oder man verzichtet auf beide und zockt die Games am PC ^^)

13. Februar 2012 17:58

: Tim Sweeney und ich.

Kanonengiesser
13. Februar 2012 16:34

Solange er seine Unreal Engine auf mehr Plattformen lizensieren kann, ist er doch ein gemachter Mann.

Nick
13. Februar 2012 15:41

Na klar verkauft man mehr iPads als PCs, man kauft ja auch öfter Klopapier als WC-Schüsseln *evil grins*

Hitokiri
13. Februar 2012 14:47

@ Klinnik: wer hätte da ein ernsthaftes Interesse daran?? Ich frag mich was man mit solchen Aussagen des Herren erreichen will?? Alle Plattformen, sofern erfolgreich haben ihre Daseinsberechtigung. Das ist so also ob man sagt, dass es in 10 Jahren keine K

Xtremo
13. Februar 2012 14:23

Bla bla bla, Handhelds mit Smartphones mit Tablets mit PCs mit Konsolen zu vergleichen ist vollkommener Schwachsinn. Der Vergleich zwischen PC und Konsole ist natürlich vollkommen okay, aber alles andere ist Apfel-Birnen-Kompott.Handhelds richten sich an Leute, die unterwegs “”richtige”” Spiele zocken wollen. Smartphones sind Telefone, die für ein schnelles Spielchen zwischendurch taugen. Tablets benutzt man eher zuhause oder auf langen reisen – nicht bei der täglichen Busfahrt. PCs und Konsolen sind stationäre Geräte, die sich das Gros der Spiele teilen, aber dennoch systemspezifische Genres und teils auch Zielgruppen haben.Jede dieser Systemarten hat seine Daseinsberechtigung. Klar, wir könnten auch alles per OnLive auf dem Smartphone vereinen, Großbildfernseher und -monitore sowie haptische Eingabegeräte abschaffen – aber wer will das?Toll auch dieses Aussage: “”…mit vielleicht drei Gewinnern weltweit: Computer, Spiele-Plattformen, Smartphones.”” – Was sind denn bitte “”Spiele-Plattformen””? Etwa Handhelds und Konsolen? Also genau so wie es heute ist?

13. Februar 2012 13:47

Von dem Typen muss es doch ein besseres Foto geben ?!

Morolas
13. Februar 2012 13:03

Ja genau!Endlich sagts jemand!Cloud Gaming ist die Zukunft, alles andere gehört der Vergangenheit an.Dann werden sich alle Konsolen etc. in Luft auflösen!Hut ab Sweeney, du weisst wo von du sprichst.Wenn alle so denken würden wie du hätten wir keine Probleme…

captain carot
13. Februar 2012 12:32

Der Vergleich hinkt sowieso. Bei PC´s gibt´s mittlerweile eine Art Marktsättigung. Der Durchschnittsuser hat heutzutage einfach keinen Bedarf mehr für einen neuen PC alle zwei Jahre und es hat praktisch jeder einen.Außerdem, als Verbraucher frag ich mich allmählich, ob ich alles will, was da auf mich zukommt.

Beeberman
13. Februar 2012 12:17

Ich weiß nicht wo er die direkte Konkurrenz zwischen iPad und Computer sieht…Die Spiele die man auf PC spielt würden auf Ipad so niemals funktionieren (Shooter und RTS) und mit einem iPad arbeiten kann man wohl komplett vergessen. Das Gerät ist rein zur Unterhaltung geschaffen und hat mit seinem geschlossenen Betriebssystem niemals das Potential was ein Computer mit sich bringt…