Fable: The Journey

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Fable: The Journey teilt Euer Abenteuer praktisch in zwei Hälften: Reisen auf Eurer Kutsche und Fußmärsche mit magischen Kämpfen. Beides betrachtet Ihr aus der Ego-Perspektive, wodurch das hübsche Fantasy-Design von Albion spürbar besser zur Geltung kommt als bei den Vorgängern, weil man schlichtweg näher an den Umgebungen dran ist. Allzu sehr ins Schnaufen kommt die verwendete Unreal Engine 3 zwar nicht, doch hübsch anzusehen ist The Journey allemal.

Habt Ihr die Zügel in der Hand, weist Ihr Euer altes, aber treues Pferd mit Gesten an: Einmal geschnalzt, wechselt der Vierbeiner vom gemütlichen Trott zum flotteren Traben, bei einem weiteren Einsatz ist Galopp angesagt – das geht aber aufgrund eines begrenzten Energievorrat des Gauls nur begrenzt, sonst kratzt Ihr seine Gesundheit an. Bei tückischen Passagen müsst Ihr das Tempo gezielt reduzieren und zum Aufsammeln von Erfahrungspunktekugeln oder dem Ausweichen vor Hindernissen durch Ziehen lenken: Das hört sich einfach an? Stimmt prinzipiell und deshalb funktioniert’s auch ansprechend, weil Kinect mit den Gesten keine Probleme hat. Ihr könnt es Euch auf Wunsch sogar noch leichter machen und Euren Waggon meist automatisch rollen lassen…

Mehr Skepsis ist beim anderen Spielaspekt angesagt: Schon bald lernt Ihr Zaubersprüche kennen, die Ihr natürlich per Handbewegungen aktiviert, um z.B. Blitze auf Feinde zu schleudern. Beide Hände agieren unabhängig voneinander, was interessante Angriffskombinationen ermöglicht. Die Erkennung, was für eine Aktion Ihr gerade vorhabt, funktionierte beim Anspielen ordentlich, mehr Probleme hatten wir dagegen mit dem Zielen: The Journey führt Euch zwar bei einem geschickten gemachten Tutorial durch die Kalibrierung, doch kam uns die Abfrage doch noch zickig vor – hoffentlich lag das mehr an den äußeren Umständen als am Spiel. Wer mag, kann sich davon übrigens selbst schon ein Bild machen: Das seit dieser Woche erhältliche Download-Demo setzt seinen Fokus auf die magischen Kämpfe.

Unterm Strich überwiegen bislang unsere positiven Eindrücke: Fable: The Journey ist sicher kein ausgewachsenes Abenteuer im Stil der Vorgänger und auch kein Fall für ungeduldige Action-Zocker. Doch die angepeilten 10 Stunden der ansprechend inszenierten Story könnten durchaus für ordentlich Unterhaltsam sorgen, wenn die Steuerung wie erhofft mitspielt – ob dem so sein wird und The Journey als Kinect- Flagschiff taugt, erfahren wir spätestens am 12. Oktober.

+ sehr hübsch anzusehen
+ Pferdekutschen-Teil spielt sich gut und ist angenehm entspannend
+ Story gelungen inszeniert
+ ordentliche Länge

– Kalibrierung von Kinect bei den Magie-Attacken scheint noch etwas zickig
– Erkundungsfreiheit gibt’s keine mehr

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Doublefine
20. September 2012 4:01

Meine Frau spielt selber RPG´s (solange sie im Mittelalter angesiedelt sind) und Final Fantasy. Skillt zwar teilweise schwachsinnig und stellt abstruse Parties auf. Sie nörgelt generell nicht rum egal was ich zocke und ein paar Titel findet sie zum zuschauen extrem geil (z.B. Alpha Protocol) aber würde sie niemals selber spielen. Sie ist der Hybrid aus Casual und Core.Mich persönlich reizt Kinect auch, aber empfinde die Wii als durchdachter. Die schafft den Spagat perfekt: Fuchteln für Zwischendurch und Parties und dennoch gibt es richtig geile Spiele für sie. Bei Kinect hingegen ignorieren die meisten Entwickler die Steuerungseingabe des Pads und somit verkommen die Spiele zu nahezu langzeitspielspassfreien Gestikulationsmarathons. Steel Battalion ist die mir einzig bekannte Ausnahme. Star Wars Kinect ist zwar auch nur Casual aber es bockt schon heftig, mag aber daran liegen dass ich ein absoluter SW-Freak bin, der nen Schrein im Wohnzimmer hat. The Journay könnte ich mir als schönes Aquarium vorstellen, nette Fantasywelt da ein bissl Blitze werfen, hier ein bissl den Gaul scheuchen, Pfeile aus dem gehetzten Pferd rausziehen und dabei gemütlich nen veganenes Erfrischungsgetränk zu sich nehmen.

19. September 2012 19:20

[quote=Doublefine]

Bis dato nervt meine Frau gerne herum “” Kinect, da kann ich zuhause tanzen””. Toll, das kann se auch ohne ne überteuerte Hardware für die es nix spielenwertes gibt. Sollte the Journey was werden ist die magische Marke der drei Spiele geknackt und einer Anschaffung steht nur noch der fin. Aspekt im weg. MS sollte da ersnthaft mal was machen 100-120 Öröh sind ne Menge Asche.

[/quote]Hey super das Zitat von deiner Frau mit dem Tanzen.Ich habe förmlich gesehen,wie Du als Core Gamer innerlich die Augen verdreht hast Manchmal ist das Leben schon echt hart,jetzt mal ehrlich:Wer brauch den die Fuchtel Steuerung außer für Rail-Shooter hat das Zeug überhaupt kein Mehrwert

extremo
19. September 2012 17:10

Also da hören sich andere Previews aber ganz anders an. Andere Redakteure machen keinen Hehl draus, dass dieses Spiel ein Flop wird. Ich selbst wäre auch sehr überrascht, wenn hier mal ein gutes Kinect-Game auf uns zukommen würde. Ich denke sogar, dass man mit Kinect gar nix gescheites rausbringen kann, da das ganze einfach zu beschränkt ist um etwas anderes als ein Casual-Spiel zu entwickeln.

DonCurrywurst
19. September 2012 14:37

@Trashmaster: Für mich mit das wichtigste in einem Game.Und irgendwie hat kaum einer was auf Molyneux Aussagen gegeben. Ich halte ihn eher für unterbewertet.Hätte mir einen vollwertigen Fable Teil gewünscht. Falls der aber wirklich gut wird, muss ich mir

Thrashmaster
19. September 2012 14:19

Also ich fand Molyneux wurde immer überbewertet. Klar. Fable hatte immer seinen Charme und eine tolle Athmosphäre. Das war aber auch das einzige. Von daher.^^

HASaldi404
19. September 2012 14:08

Kinect? Ignore!

19. September 2012 13:24

Naja 10 Std als Spielzeit sind in dem Genre mal echt weit weg vom Standard fürn Vollpreis-Flagschiff 🙁

Doublefine
19. September 2012 12:17

Bis dato nervt meine Frau gerne herum “” Kinect, da kann ich zuhause tanzen””. Toll, das kann se auch ohne ne überteuerte Hardware für die es nix spielenwertes gibt. Sollte the Journey was werden ist die magische Marke der drei Spiele geknackt und einer Anschaffung steht nur noch der fin. Aspekt im weg. MS sollte da ersnthaft mal was machen 100-120 Öröh sind ne Menge Asche.

19. September 2012 12:11

Ich weiß net…. Fable hat mich persönlich nur durchnittlich angeturnt und Peter Molyneux ist als Designer und kreativer Kopf der Microsoft Game Division doch eher eine FehlbesetzungFinanziell war die Zusammenarbeit mit Microsoft bestimmt eine lohnende Sache für Ihn und seinStudio…aber sonst???