Halo 4 – Creative Director schmeißt hin

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Ryan Payton, Creative Director von Halo 4, hat dem Entwicklerstudio 343 Industries inzwischen den Rücken gekehrt und wird nicht mehr weiter am vierten Teil der beliebten Ego-Shooter-Reihe mitwirken. Als Grund gab er gegenüber Kotaku an, dass sich das Spiel mittlerweile sehr von dem unterscheide, was er ursprünglich vor Augen hatte und er deshalb nicht mehr “kreativ begeistert” dabei sei. Einzelheiten darf er aufgrund einer Verschwiegenheitsklausel nicht nennen. Außerdem spielte die medizinische Diagnose von Depressionen eine Rolle. Zuvor hatte Payton eng mit Halo-Director Frank O’Connor und seinem Kreativ-Team zusammengearbeitet und war maßgeblich an Plot des Spiels beteiligt.

So sehr diese Entscheidung zu bedauern ist, so wenig macht es Sinn, Leute in einem Entwicklerteam zu haben, die nur noch halbherzig bei der Sache sind und nicht mehr voll hinter dem Projekt stehen. Deshalb ist Paytons Entscheidung nur konsequent. Zuvor hatte er übrigens unter anderem an Metal Gear Solid 4 mitgewirkt. Auch jetzt ist er bereits fleißig am werkeln mit zwei neuen Projekten, die in seinem eilends gegründetes Studio namens Camouflaj entstehen.

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captain carot
7. September 2011 23:30

Gerade deswegen seh ich viele Dinge nicht so eng. Ich gehe sogar davon aus, dass sich vieles ähnlich entwickeln wird wie etwa Tschüss, wenn Englisch erstmal nicht mehr die In-Sprache schlechthin ist.Und ich kann es nur noch einmal sagen. Im regionalen Platt sagt man sinngemäß auch macht Sinn, was sich wie andere Dinge in das gerettet hat, was man mit viel gutem Willen als rheinisches Hochdeutsch entwickelt hat.Nett wäre es jedenfalls, wenn man hierzulande mal den sprachlichen Stock aus dem Arsch bekommen würde. Entweder wird in absurder Form und nebenbei oft völlig verkehrt mit Anglizismen um sich geworfen, man setzt krampfhaft auf Hochdeutsch oder beruft sich einzig und allein auf alte Mundart.Selbst Autoren trauen sich oft nicht, auch nur einen einzelnen Charakter Umgangssprache reden zu lassen.Das Ganze hat natürlich auch Grenzen. Im professionellen Bereich sollte das Niveau schon etwas höher sein als in so manchem Fan-Wiki, in welchen sich teils schon absurde Satzkonstruke finden. Anders ausgedrückt, macht Sinn ist derzeit noch grammatisch falsch, aber umgangssprachlich schon so weit vorgedrungen, dass es völlig ok ist, in professionellen Artikeln sollte aber selbst ein Rheinländer oder Ruhrpottler nichts am machen sein.

Dr. Mario
7. September 2011 22:00

Ja, Captain, ich weiß es zufällig, da ich in einem Bereich arbeite, der viel mit Sprache zu tun hat. Und nur weil einer Unsitte schon seit Jahren gefrönt wird, heißt es noch lange nicht, dass man sie gutheißen muss. Mittlerweile bekommt man sogar Abschlussarbeiten eingereicht, die fast ausschließlich in Umgangssprache geschrieben sind.Seltsam, gerade von Dir als Buchhändler hätte ich da mehr erwartet – schließlich betrifft es Deinen Berufsstand. Wer sich übrigens rund um das Thema Sprachpanscherei und “”Denglisch”” informieren möchte, dem sei die Seitewww.vds-ev.deempfohlen. Der “”Verein deutsche Sprache”” vergibt unter anderem den Preis des “”Sprachpanschers des Jahres”” (2011 trifft es – wen wundert es – Herrn Obermann von der Telekom) und hat eine eigene “”Denglisch””-Seite.

captain carot
7. September 2011 21:39

Schön, dass du das so genau weisst. Das ist hier seit den 60ern verbürgt geläufig, äquivalent zum Plattdeutsch. Nur mal so nebenbei.Lehnworte gibt es massenhaft, im Deutschen wie im Englischen, ob man da unbedingt massenhaft importieren muss, weil´s “”cool”” und “”in”” ist steht auf einem anderen Blatt. Coffee to go kauf ich tatsächlich nicht, aber das Internet ist nicht das Internetz.P.S.: Wenn du dich wirklich über was aufregen willst, dann über das mittlerweile gerne von Politikern und Wirtschaftsheinis verwendete “”am Ende des Tages””, aus at the end of the day entstanden, eigentlich Kassensturz meinend.

Dr. Mario
7. September 2011 21:08

@ Catain: “”Macht Sinn”” ist nichts weiter als eine direkte Übersetzung des englischen Ausdrucks “”it makes sense””, welches im Deutschen auf diese Weise nicht korrekt ist. Etwas kann sinnvoll sein, aber wer oder was “”macht”” denn Sinn? Stellt da jemand etwas

captain carot
7. September 2011 18:32

@Dr. Mario: Da hast du mich falsch verstanden. Macht Sinn ist im Rheinland mindestens seit mehreren Jahrzehnten Umgangssprache, nicht aus dem englischen importiert!Das stammt hier wohl eher aus dem Plattdeutschen.Ebenso ist der Rheinländer schon seit Ewig

Jab
Jab
7. September 2011 12:35

@Dr. MarioGibt auch Tiere die eine eigene Sprache beherrschen, Delphine und so.

Dr. Mario
7. September 2011 11:40

@ cuthbert: In welchem Verhältnis die Aussage zu der Jugendorganisation einer “”fast-drei-Prozent””-Partei steht, will sich mir nicht erschließen.Sprache und Kultur sind unsere höchsten Güter, sie unterscheiden uns von den Tieren – weshalb man gerade in Deu

bitt0r
7. September 2011 11:26

macht’s halt besser.

7. September 2011 9:39

@cuthbertNein, aber ein gewisses schreiberisches Niveau sollte schon vorhanden sein.

cuthbert
7. September 2011 0:00

@DocMarioVielleicht findest du unter http://reich-ranicki.com/ deinem Intellekt entsprechendere Literarische Kost.Wie langweilig ist manchem hier?Muss jede Popelnews “”designet”” werden wie eine Rede der Jungliberalen?Wenn dir nicht paßt was getickert wird

Dr. Mario
6. September 2011 21:39

@ Captain Carot: Ja, Idioten-“”Denglisch”” wie dieses unsinnige “”macht Sinn”” ist leider auf dem Vormarsch. Im Podcast wird dieser Unfug mindestens zehn Mal pro Folge genutzt.

Walldorf
6. September 2011 20:18

Kann ich verstehen, dass er Halo langweilig findet und keinen Bock auf einern weiteren 08/15 Shooter hat, mir gehts genauso.

captain carot
6. September 2011 18:19

Macht Sinn und ist am werkeln. So schlimmes Deutsch gibt´s normalerweise nur hier im Rheinland und im Pott.P.S.: Depressionen und mit so viel Druck arbeiten ist sicher auch nicht das Gelbe vom Ei.