Lord British entdeckt Social Network Gaming

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Richard Garriott ist vielseitig und ein Nerd wie er im Buche steht: Mit seiner Ultima-Rollenspiel-Serie hat er das Genre über zehn Jahre lang geprägt. Mit Britannia Manor hat der leidenschaftliche Hobby-Zauberer sich sein eigenes Gruselhaus hingestellt. Mit 30 Millionen US-Dollar hat sich der Sohn eines NASA-Astronauten 2008 einen Sitzplatz im russischen Soyuz-Spacecraft gekauft. Und jetzt hat er Social Network Gaming für sich und sein Alter Ego Lord British entdeckt.

Auf dem gerade stattfindenden South by Southwest Festival in Texas stellt Garriott aktuelle Projekte seiner Firma Portalarium vor. Lord British’s New Britannia (Arbeitstitel) sorgt vor allem des bekannten Namens wegen für Aufmerksamkeit. Bei dem Social Network Game wird sich alles um den titelgebenden Aristokraten drehen. Was genau sich dahinter verbirgt oder auf welcher (Social-Media-)Plattform das Spiel kommen soll, lässt Garriott offen – versucht aber zu beruhigen: “Dieses Virtual-World Game wird nicht nur ein ultra-einfaches MMO auf Social Media Basis. Das wäre ein Fehler.” Dann ist ja alles gut. Und wer von Euch sich jetzt fragt, warum Garriott einen so sperrigen Namen gewählt hat: Die Rechte für Ultima liegen nach wie vor bei EA.

Das zweite vorgestellte Projekt ist schon wesentlich weiter fortgeschritten, dafür aber noch bizarrer: Ultimate Collector ist eine Mischung aus Social Network Game und TV-Show moderiert von – genau – Richard Garriott. Die Pilot-Folge ist bereits abgedreht und das Ganze soll im zweiten Quartal 2011 zu sehen sein.

Auf eine neue Ultima-Folge müsst Ihr also noch weiter warten.

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20. März 2011 12:22

chuck norris roundhouse kickdas fällt mir zum bild oben ein xD

captain carot
18. März 2011 21:30

Das hab ich erst auf der PS1 gespielt. Den familiären 486DX50 (natürlich Highscreen) hätte das eh überfordert. Lief auf nem 75MHz Pentium von einem Freund meines Bruders schon nicht immer rund.

Stefan Ruthenberg
18. März 2011 18:41

Naja, es kam ja auch noch Wing Commander III, das 16 MB Hauptspeicher für die höchste Auflösung verlangte.

18. März 2011 15:35

ich weiß noch, wie ich wochenlang “”ultima v – warriors of destiny”” gespielt habe – nach wie vor mein liebster ultima-teil.der c=64 lief heiß, genauso wie das englische wörterbuch. als 12-jähriger war das englisch in dem spiel eben doch weit anspruchsvoller, als das, was man bis dahin in der schule gelernt hat. aber der spaß und die motivation waren schlicht grandios.das wäre auch wirklich ein traum: ein neues ultima-spiel… ein klassisches rpg mit vielen plaudereien, rundenkämpfen und einer riesigen welt zum entdecken. wie gerne würde ich in britannias königspalast eintreten und vor dem virtuellen alter ego von richard garriot auf die knie fallen…

Steffen Simonet
18. März 2011 14:45

Naja Socail Network Gaming interessiert mich nicht die Bohne. Die bisherigen “”Spiele”” sind (teilweise) für das was sie sein wollen sicherlich gut gemacht und richtig designt, könnten mir aber genau dadurch egaler nicht sein. Daher erwarte ich von dem Spiel nicht wirklich viel. Da hätt ichs cooler gefunden, wenn der Herr Garriot ein “”richtiges”” Game entwicklet.

Gwydion
18. März 2011 14:43

Hehe, an “”Strike Commander”” erinnere ich mich auch noch gut. Habe die letzt Mission bestimmt fünf mal gespielt, weil das Spiel auch ziemlich oft abgestürzt ist. War aber trotzdem ein geniales Spiel. Origin hatte mit dem ersten Wing Commander und den auf dieser Engine basierenden Spielen einen echten Fortschritt in Sachen 3D gemacht. Für WC2 habe ich mir meine erste Soundkarte gekauft und mir gemeinsam mit Freunden das für damalige Verhältnisse filmreife Intro reingezogen…

captain carot
18. März 2011 14:38

Ultima VIII war aber für die Zeit ziemlich im Mittelfeld. Da waren andere Origin TItel wie Strike Commander weit fordernder. Irgendwie nervt mich dieses Asocial Network Gedöns mittlerweile jedenfalls extrem. Mein VZ Konto versauert eh schon. Hab´s mehr oder weniger nur für´s Klassentreffen angelegt und danach war´s völlig nutzlos.

Gwydion
18. März 2011 14:26

Mit Ultima 8 war die Serie für mich am Ende. Die beiden Teile von Ultima 7 waren eigentlich noch ziemlich genial, aber leider total buggy. Außerdem hatte Origin zu der Zeit angefangen, mit jedem neuen Game den Hardware-Hunger ins unermessliche zu treiben. Davor kannte ich noch eine Zeit, in der Aufrüsten am PC kein Thema war. Auf unserem 286er ( damals einfach nur “”AT”” genannt ) waren manche Spiele sogar zu schnell, weil sie für XTs ausgelegt waren und an eine dynamische Anpassung der Spielgeschwindigkeit noch niemand gedacht hatte 😉

Stefan Ruthenberg
18. März 2011 14:04

Ich bin erst mit Ultima VIII Pagan ins Ultima Universum eingestiegen. Das war aber schon mehr ein Action Adventure, als ein RPG im klassischen Sinne. Hat aber trotzdem Spaß gemacht.

Gwydion
18. März 2011 14:00

Oh, ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, wie das heiß ersehnte Paket mit Ultima 6 bei mir eingetroffen ist…danach folgten Wochen reiner Entdeckerfreude in Britannia. Damals habe ich Spiele noch unter völliger Ignoranz des eigentlichen Spielziels erforscht und erkundet. Alleine herauszufinden, bei welchem Zauberer man “”Unlock Magic”” erlernen konnte um magisch versiegelte Schatzkammern zu öffnen, hat mich tagelang beschäftigt.Tja, der einstige Lord British ist wohl nur noch ein Schatten seiner selbst…