Merge Games: Indie-Verlag in schwedischem Besitz

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Dieser Artikel stammt aus der M! 336 (September 2021).

MANCHESTER • In M! 313 porträtierten wir Firmen, die sich auf die Vermarktung von Spielen unabhängiger Entwickler spezialisierten. Darunter sind auch Joanne und Luke Keighran, die 2010 in ­Manchester Merge Games gründeten. Für Sony- und Nintendo-­Konsolen veröffentlicht das Paar ”Spiele, die wir selbst verdammt aufregend finden und zocken wollen” sowohl als Standardversionen als auch als schön gemachte Signature-Editionen. Merge steckt Limbo, The Binding of Isaac und Gone Home in stilvolle Boxen, dann zig weitere Indie-Perlen, wie etwa das Open-World-Märchen Yonder, das Action-RPG Moonlighter, die Stealth-Fantasie ­Aragami, das exzellente Rogue-Metroidvania Dead Cells und zuletzt die Sega-Kooperation Alex Kidd in Miracle World DX.

Merge wird zur ersten Indie-Games-Adresse – und gibt die eigene Unabhängigkeit nun auf. Seit Juni ist eine 2009 gegründete, börsennotierte Beteiligungsfirma der Besitzer. Zordix mit Sitz im nordschwedischen Umeå will die gesamte Wertschöpfungskette von der Konzeption bis zum Verkauf abdecken, unterhält das interne Rennspielstudio Zordix Racing und kauft eifrig zu. 2019 übernimmt Zordix das Adventure-Studio Dimfrost und schluckt 2020 das ungarische Invictus-Team, das seit den 1990ern Windows- und Mobile- und seit ein paar Jahren auch Konsolenspiele entwickelt. Um den Vertrieb zu stärken, schnappt sich Zordix Anfang 2021 eine französische Firma und holt sich nun mit Merge neue Entwicklungspartner, solides Publishing-Know-how und nicht zuletzt einen Katalog feiner Game-Marken. Der Börse gefällt das: In zwölf Monaten verfünffachte sich der Wert der Zordix-Aktie.

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