In einem Interview mit Gamasutra auf der gamescom erklärte David Cage, dass die Spiele-Branche am “Peter-Pan-Syndrom” leide – mit anderen Worten: Sie wolle nicht erwachsen werden.
“Ich denke, wir sollten mehr Mut in unserer Branche zeigen und mehr Risiken eingehen, weil es das ist, was die Branche jetzt braucht”, erklärte der Mann von Quantic Dream. “Ich meine, wie viele Ego-Shootern will man noch machen? Wie viele Monster / Aliens / Zombies wollen sie in Spielen noch töten? Es gibt einen Moment, an dem man erwachsen werden muss. Wir müssen erwachsen werden. (…)
Ich denke oft, dass die Branche am Peter Pan-Syndrom leidet. Es ist eine Tatsache, dass wir nicht erwachsen werden wollen, also bleiben wir Kinder. Aber es gibt einen Moment, an dem die Industrie erwachsen werden muss. Man kann nicht mit dem Peter-Pan-Syndrom weiterleben. Man muss wachsen. Und ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt.” – Ist das so?
Beyond: Two Souls heißt der kommende Titel von Quantic Dream für die PS3, ein Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt.









[quote=SxyxS]
kommt wohl drauf an wer was sagt(das mit dem Peter Molyneux Syndrom stimmt zumind. nur dass sich Cage spielerisch noch in Molyneux”” frühphase zu bewegen scheint)
[/quote]molyneux frühphase? wenn das so wäre und man die werke von cage hierzu als vergleich heranzieht, müsste man spiele wie z. b. “”populous”” oder “”syndicate”” doch für einfältig halten?!entweder das, oder ich hab nicht verstanden, was du mit “”molyneux frühphase”” meinst.
@Richie: Für die breite Masse halte ich das für eine ziemlich dumme Ausrede. Die hat daran einfach kein Interesse. Eigentich ist das auch kein Wunder. Wirft man nen Blick in die TV-Landschaft sind vor allem Schrottformate unglaublich erfolgreich. Es ist f
[quote]Die Spieleindustrie hat also durchaus schon einiges angeboten, es wird aber oft von Kundenseite gar nicht angenommen.[/quote]Naja…um mal für “”uns”” Gamer in die Bresche zu springen…Das Problem, dass zum Teil Spiele, wo einem die Action nicht gleich förmlich ins Gesicht springt, in der Masse an vielen guten Games untergeht, ist zum Teil auch von der Spieleindustrie hausgemacht.Wie soll man denn da noch nen Überblick behalten bzw. wann soll man das alles noch zocken. Und für einen, der sich nicht ständig oder überhaupt in Games-Foren rumtreibt und Spielezeitschriften ließt, greift dann automatisch zu den bekannten Marken, bevor er dann 50 – 60 € in den Sand setzt.
Wie gut haben sich denn die Portal-Spiele verkauft? Die halte ich fuer Positivbeispiele erwachsenen Videospiels. (Die doofe und ueberfluessige, zum Glueck jedoch unaufdringliche “”GlaDOS ist Chells Mutti””-Hintergrundstory in Teil 2 ausgenommen!)
Ist das denn ein Problem der Industrie? Heavy Rain hat sich, auch wenn ich´s eher als guten Film denn als gutes Spiel ansehe, mäßig gut verkauft.Mirror´s Edge war auch anders als die meisten Spiele, töten nebenbei völlig optional, der Artstyle ziemlich einzigartig usw., gekauft haben es die wenigsten.Alan Wake, das trotz oder gerade wegen des Horrorgrundgerüsts auch viel Interpretationsfläche bietet und sehr viel auf zwischenmenschliches setzt, ebenfalls nicht gerade erfolgreich.Die Spieleindustrie hat also durchaus schon einiges angeboten, es wird aber oft von Kundenseite gar nicht angenommen.
ich denke nicht, dass David Cage mit Erwachsen-werden z.B. ein Super Mario oder Sonic etc. meinte, sondern eher Games die eigentlich eine ernste Thematik haben, aber diese dem Spieler NULL ernsthaft glaubwürdig rüber bringen. Besonders im Shooter Bereich ist man dazu nie in der Lage und driftet stets in lächerliche oder patriotische ab. Ich denke nicht, dass es die Verkaufszahlen schmälern würde, wenn man beispielsweise einem MOH oder COD eine ernste Story mit dennoch genug Action verpassen würde.
Auf NES-Niveau? Vermutlich; würde zumindest die hohen Wertungen erklären.
ja moment, es ging ja darum wie ein spiel bzw die branche erwachsener wird und wenn man das nur über story in cutscenes erreichen wollte (was ja ne mutmaßung war) dann wäre das ungut, betonung auf nur.. einweben von guten cutscenes sind immer gern gesehen welche ein gutes, atmosphärisches spiel unterstützen. nur als “”alleiniges”” stylmittel wärs mir zu wenig. @ lilith.. metal gear wäre als kinofilm vielleicht nit grade oscarpreisträchtig (sogar gaaaaaanz sicher nicht) aber nen guten anime gäbe es ab und denke daran orientieren die sich mit der story auch eher.
da kann ich nur begrenzt zustimmen. ich (also ich persönlich!^^) finde cutscenes mal gut mal schlecht. sie können funktionieren, wenn sie eben gut gemacht sind und geschickt eingesetzt werden.und genau das schafft für mich MGS zu keiner sekunde (hab den vierten teil noch nicht gespielt).ganz im gegenteil.ich weiß, ich weiß…hat viele fans und ich male mir jetzt selbst ne zielscheibe auf die stirn, aber:wäre MGS ein film, die leute würden zu millionen mit der hand auf der stirn aus dem kino rennen.wäre es ein buch, die nazis hätten keine mehr verbrennen können, weil das medium vorher verboten worden wäre.die ganze geschichte ist so mega lächerlich, ungalubwürdig, aufgesetzt und albern…das geht gar nicht. die cutscenens sind ohne ende cheesy und ab teil zwei einfach nur noch lückenfüller, weil dem spiel einfach an allen ecken und enden substanz fehlt. das komplette gerüst des spiels ist auf NES niveau und das wird duch stundenlanges, vollkommen sinnloses geblubber kaschiert.klar gibt es kreative charaktere, aber die vernichten sich dann auch meist schnell selbst mit ihrer infantilen hintergrundgeschichte, die man ihnen zu keinem zeitpunkt abnimmt.das ist einfach nur meine meinung, also bitte keine schlammschlacht! als spiel mag das ja ankommen, aber als film wär das nichtmal ein B-movie…was genau mein problem ist, denn sie spiele sind ja fast mehr film als spiel.^_^
[quote=Koopa]
wenn Cutscenes und co gemeint sind dann ist es aber ein armutszeugnis denn dann bedient man sich der mittel eines anderen mediums um “”atmosphäre”” aufzubauen um gibt damit indirekt zu, dass man nicht in der lage ist mit dem spiel eigenen mitteln eben solches zu schaffen.
[/quote]Sehe ich anders. Demnach dürften Filme auch keine Musik benutzen. Warum soll man sich stur an ein Medium klammern, wenn man alles verknüpfen kann?Die [b]Metal Gear Solid[/b]-Spiele zählen für mich mit ihrer “”50% Film, 50% Spiel””-Philosophie zu den spannendsten und besten Erfahrungen, egal in welchem Medium. Trotzdem bin ich mehr als froh, dass nicht jedes Spiel zur Hälfte aus Cutscenes besteht, weil ich meist wirklich [i]spielen[/i] will, wenn ich ein [i]Spiel[/i] einlege.
ich kann nur für mich sprechen aber mein kommentar ist unabhängig davon wer et nu gesagt hat :>
tja und ich fand das gerade von der Raymond eher als blabla, weil sie bisher nur popcorn abgeliefert hat.
als Jade Redmond quasi dasselbe wie er vor kurzem gesagt hat(die Videospielindustrie muss erwachsen werden(oder so ähnlich)) gab es hier noch massig positive Kommentare zu dem Statement.kommt wohl drauf an wer was sagt(das mit dem Peter Molyneux Syndrom stimmt zumind. nur dass sich Cage spielerisch noch in Molyneux”” frühphase zu bewegen scheint)
wenn Cutscenes und co gemeint sind dann ist es aber ein armutszeugnis denn dann bedient man sich der mittel eines anderen mediums um “”atmosphäre”” aufzubauen um gibt damit indirekt zu, dass man nicht in der lage ist mit dem spiel eigenen mitteln eben solches zu schaffen. Teilweise wirken so z.B:. Cutscenes einfach unpassend… wenn ich grade Gegner 1000 gekillt habe und mit paar dutzend Defibrillator stößen scheinbar Köpfschüsse bei Kameraden heilen kann wirkt ne Szene in der mein armer bester Freund an nem Bauchschuß stirbt und damit Emotionen wecken soll auch nit mehr “”rettend””
ich fand die szene bei the darkness (mit der freundin in ihrer neuen wohnung) da ein gutes beispiel. keine cutscene, sondern mittendrin…optional…im grunde unwichtig, aber dennoch ist sie als einziges bei dem spiel wirklich hängengeblieben.
Wenn in Videospieldesignerkreisen vom “”Erwachsenwerden”” gesprochen wird, dann sind konkret fast immer nur 2 Dinge damit gemeint: a) Mehr (und schwuelstigere) Story. b) Mehr (und laengere) Cutscenes. So jedoch tritt genau das Gegenteil der vorgeblichen Absicht ein: Das Medium Videospiel bleibt der kleine Stiefbruder, der seinen vermeintlichen Leitmedien Buch und Film hinterherhetzt. Es gibt in der Branche zu viele verkappte Moechtegern-Camerons.
oh ja… driss reales leben :(aber ich stelle mir einfach mal vor er meint so Spiele die einfach von der atmosphäre ansich leben können ohne ein meer von toten hinter sich zu lassen (wobei so spiele auch mal spassig sind 😀 ). shadow of the colossus fällt mir da ein. ach das war schön… hmm.. sollte ich direkt mal wieder einlegen ^^
ja, ist halt immer ein platzhalter für eine umschreibung, die einem nicht einfällt. dann nimmt man schnell “”erwachsen””…videospiele und erwachsen ist ohnehin so eine sache. es geht ja auch um das kind in einem und das hat genug “”erwachsene”” scheiße im realen leben um die ohren. ^_^
Recht gebe ich dem Männlein in einigen Punkten wie dem ungemeinen Nutzen von Generic Ego Shooter Nr. 5395 aber mit dem “”erwachsen werden”” Schlagwort kann ich so nix anfangen, vielleicht fehlt mir in dem Punkt auch etwas die Fantasie… aber ich kann mir echt nit vorstellen was er meint… (srsly.. keine Ahnung… nix flamerei oder so.. )
na ihr spotte über den mann, dabei liegt er ziemlich richtig. es gibt ja auch recht “”erwachsene”” themen in spielen, aber der weg sie zu transportieren ist alles andere als das.populäres beispiel ist mass effect. eine serie, die viel zu erzählen hatte, ein unheimlich dichtes universum erschaffen hat und sich trotzdem dem infantilen shooter-trend gnadenlos gebeugt hat.aber das ist nicht die schuld der industrie, sonder die der spieler.
generell sehe ich die Mutlosigkeit ja genauso, aber diese Sätze gerade von Quantic Dream, da musste ich schon laut Lachen wenn ich an den spielerischen Wert/Anspruch eines Heavy Rain denke *lol*
Etwas mehr Mut könnte manchmal wirklich nicht schaden, aber ich glaube nicht das die ganze Branche jetzt unbedingt “”erwachsen”” werden muss.Vergleicht man das Ganze mal mit der Filmindustrie, dann gibt es dort sowohl ernste Themen als auch hirn aus – action an Streifen.Ich jedenfalls möchte nicht nur noch moralisch schwerwiegende Entscheidungen treffen und mich mit Verlust, Tod und den Problemen der Welt immer wieder außeinandersetzen.
Ich hätte eher auf das Peter-Molyneux-Syndrom getippt …
Das gerade aus seiner Richtung zu hören, ist natürlich witzig und lässt tief blicken.
Wenn ichn Spiel spiele, dann um der realen Welt für eine gewisse Zeit zu entfliehen. Dann möchte ich keinen Krieg, keine Sorgen, keine Alltagsproblemchen sehen oder spielen, ich möchte mal was anderes. Realismus gern, aber bitte nicht nur.
Die Branche leidet eigenlich nur an einem Syndrom dem “”Bla-Bla-Syndrom””.
Mit vielen Worten wenig sagen! :>Wie sähen denn die Spiele aus wenn die Industrie “”erwachsen”” geworden wäre? Oo