
Reichtum schützt vor Gier nicht – das ist hinlänglich bekannt und gilt für große Konzerne besonders. Dass Amazon, Google & Co. sich in der Regel erfolgreich davor drücken, mehr als allerhöchstens ein absolutes Minimum an Steuern zu zahlen, gehärt ebenfalls zum etablierten wissen.
Da überrascht es nicht so sehr, dass Rockstar Games bzw. die GTA V-Zentrale Rockstar North in den vergangenen zehn Jahren in Großbritannien ebenfalls keinerlei Gewerbesteuer gelöhnt hat, wie jetzt die Organisation Tax Watch UK publik gemacht hat.
Noch ein Stückchen dreister ist aber bei der ganzen Geschichte, dass Rockstar in den letzten drei Jahren auch noch von einer Sonderregelung in Großbritannien gebraucht macht, die für (tendenziell weniger gut situierte) Entwickler von Spielen mit “kulturellem britischen Bezug” Subventionshilfen vorsehen. Demnach beläuft sich die Summe auf etwa 42 Millionen britische Pfund, was 19% des seit Einführung der Regelung im Jahr 2014 ausgeschütteten Hilfe entspricht.
Angesichts eines geschätzten Profits von 5 Miliarden US-Dollar alleine durch GTA V mag dieses Vorgehen rechtlich legal sein, wirkt aber natürlich moralisch nicht gerade überzeugend. Entsprechend fordert Tax Watch UK, dass die britischen Steuerbehörden den Fall nochmal untersuchen sollen – noch viel mehr Details dazu findet Ihr hier.









Geschickt gemacht, Rockstar. Ihr zahlt vielleicht so wenig wie Starbucks, und Ed Sheeran zahlt mehr als ihr beide zusammen, trotzdem habe ich fast alle eure Spiele gebraucht gekauft; bis auf Vice City für die Xbox und GTA3 für die PSP.
Schlimm solches Gesockse, den Hals nicht voll kriegen. Generell sollte man in Fällen wie diesen, die Subvention zurückzahlen müssen. Die Gier wird noch unser aller Untergang sein…
Naja,wer die meiste Kohle hat kann auch die meisten Politiker kaufen um dann bei einem Einsatz von von einer Million nicht nur einen Gewinn von 4000% einzufahren
sondern auch illegale Sachen legalisieren zu lassen
(u nebenher 1/5 aller Gelder einzusacken die eigentlich für kleinere,neue oder in Schieflage geratene Betriebe gedacht waren,also in allen Punkten exakt dem Gegenteil von dem was Rockstar ist)
@sir-lancelot
Jo, ich mag den Begriff eigentlich auch nicht. Besonders, wenn er auf Menschen angewandt wird. In dem Fall ging es mit mir durch. Habe die letzten Tage ein schwerkrankes Tier gepflegt und irgendwie schien mir das im Kontrast so absurd, die Gier so abseitig, Spielekram so nichtig, dass ich mich zu dem Unwort hinreissen ließ.
Solange Rockstar nur bestehende Gesetze legal anwendet, sehe ich dort moralisch kein Problem,
Doch, genau das ist das Problem. Was die tun ist legal, aber moralisch ethisch verwerflich. Man unterscheidet in der Rechtssprechung auch zwischen sittenwidrig, amoralisch und gesetzwidrig. Und wenn hier nicht die Moral verletzt wurde, was denn sonst?
Sry, da hab ich kein Verständnis für, erst die hohle Hand machen und dann den fetten Gewinn verstecken. Die Zeche zahlt dann die Bevölkerung.
Mein lieber Lancetox, warum denn diese toxische Toxizität? 😉
https://www.youtube.com/watch?v=LOZuxwVk7TU
@Topic: Der Fisch stinkt vom Kopf …
https://www.youtube.com/watch?v=cbB3iGRHtqA
Auch wenn ich deinen Beitrag größtenteils zustimme, bitte nicht das Wort “toxisch” für jeden Scheiß verwenden. Das geht so auf die Eier. Toxisch hier toxisch da. Heute ist alles toxisch. Inflationärstes Unwort der letzten Jahre.
Schließe mich Revan und Ghostdog an.
Das Rockstar genau der gleiche unmoralische Drecksladen ist wie der Großteil der Industrie sollte wohl niemand überraschen.
Sie ticken am Ende alle gleich ob nun Entwicklergigant oder Fußballverein
Oder oder..
8bitlegend
So lange etwas spaßiges innovatives frisches oder auch Nostalgisch oldschooliges dabei irgenwie herumkommt den du dir mit mit zig Titeln auf der Festplatte schlummernd leisten kannst greift alles ineinander
Aber die Hersteller arbeiten ja teilweise schon fleißig daran das zu ändern ?
Wobei die Überschrift ja schon ein wenig irreführend ist, jedenfalls wenn die Infos im Text stimmen sollten.
“Zahlt keine Steuern” suggeriert, dass sie gar keine Steuern zahlen.
Im Text ist dann aber ausschließlich von der Gewerbesteuer die Rede. Zumindest in Deutschland ist es jedoch so, dass die Einnahmen aus Umsatz- und Einkommens- (bzw. Körperschafts-)steuer weitaus höher sind als die aus Gewerbesteuer. Auch werden die Arbeitslöhne der Angestellten ja in den UK versteuert.
Ungeachtet dessen:
Solange Rockstar nur bestehende Gesetze legal anwendet, sehe ich dort moralisch kein Problem, sondern eher eine gute Arbeit des Steuerberaters. Das Versäumnis liegt allerdings sehr wohl beim Gesetzgeber, der die Lücke überhaupt erst ermöglicht hat.
Gangster-style
Rockstar nutzt den Spielraum aus, welchen der Gesetzgeber zulässt. Das Problem sehe ich da.
Ekelhaft. So sehr mich billig produzierte Indie-Games auch nerven, aber langsam frage ich mich welches Format am Ende mehr Daseinsberechtigung hat. Das ambitionierte, über Leichen gehende Großprojekt oder die kleine Kreativ-Klitsche, dem die Mittel fehlen Ideen vernünftig auszuarbeiten. Vielleicht sind Videospiele allgemein einfach nur noch toxischer Scheiß, der Lebenszeit, Geld und Aufmerksamkeit für wichtigere Dinge frisst.