Roger Ebert erkennt: “Ich habe mich geirrt!”

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Vor einiger Zeit berichteten wir über einen Disput, der bereits seit Jahren schwelte und kürzlich hohe Wellen schlug: Der renommierte US-Filmkritiker Roger Ebert äußerte sich einmal mehr kritisch über die Kunstfähigkeit von Videospielen. “Games können nicht Kunst sein, niemals” – so Eberts Fazit, das dem Altmeister der spitzen Worte Unmengen an Kritik einbrachte.

Einige offene Briefe populärer Online-Seiten, eine Diskussion mit Horrorlegende Clive Barker sowie Tausende von Kommentaren aufgebrachter Spieler später wagt Ebert nun einen mutigen, wenngleich überfälligen Schritt: Er gesteht ein, mangels Spielerfahrung zu wenig Ahnung von der Materie zu haben und stellt gleichzeitig fest, dass er auch gar keine Lust auf Videospiele habe. Sollte sich das je ändern, so wäre wohl Shadow of the Colossus der erste Titel, den er sich zu Gemüte führen sollte, bemerkt er in seinem Blog. Doch das sei unwahrscheinlich, er beschäftige sich künftig lieber weiter mit Büchern und Filmen.

Hier geht’s zu einem älteren Diskussion zwischen Roger Ebert und Clive Barker.

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ordinary_vanity
5. Juli 2010 19:05

Es gibt einfach zu viele Menschen auf dieser Welt, die keine sinnvollen Aufgaben haben.Ich weise nur mal auf Silent Hill hin, das so wie es ist erst durch die Anlehnung an die Gemälde von Francis Bacon anstanden ist.

wolfe
3. Juli 2010 0:14

Also sooo konservativ ist der Herr Ebert sicher auch nicht. Schliesslich hat er die Drehbücher zu mehreren Russ Meyer Filmen geliefert xD

Max Snake
2. Juli 2010 19:53

Wenigstens hat der Herr Ebert´s Meinung geändert.

tetsuo01
2. Juli 2010 15:42

So eine Meldung als Filmkritiker zu schieben ist schon traurig.Aber das sind ja meist ziemlich verschroben Konservative Typen.

schnitzel
2. Juli 2010 14:16

Wenn unsere deutschen Politiker mal auch so einsichtig wären.Games können genauso Kunst sein wie Filme auch. Kreativität steckt doch in beiden Medien.

Disco Victim
2. Juli 2010 13:38

Typisches westliches Arroganz blabla….Finds aber auch gut das er das eingesehen hat.

xisusx
2. Juli 2010 13:30

Großartig!

captain carot
2. Juli 2010 13:26

Soll er ruhig bei Filmen und Büchern bleiben, aber von einem derart bekannten Kritiker so eine Kurskorrektur, find ich gut. Hut ab, das hätte nicht jeder Kritikerpapst getan.