Sony erklärt die Preisstruktur für PS-Vita-Spiele

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Im Zeitalter nahezu kostenloser Smartphone-Software kommt immer häufiger die Frage auf, ob die Spiele auf traditionellen Konsolen ihre verhältnismäßig hohen Verkaufspreise eigentlich noch wert sind – so auch im Vorfeld der Veröffentlichung der PlayStation Vita. Shuhei Yoshida, Boss von Sonys WorldWide Studios, hat gegenüber Eurogamer Klartext gesprochen:Generell werden die Vita-Softwearepreise weitaus variabler als in der Vergangenheit sein.

“Wenn wir Spiele schaffen, die dich stundenlang fesseln, sind diese durchaus auch 40 Dollar wert”, so Yoshida. Ein “richtiger” Gamer sei auch hungrig nach innovativen, komplexen Erfahrungen und diese könnten sie eben nur bei teureren Produkten bekommen. Im Gegenzug wies Yoshida die Entwickler an, ihre Preisstruktur auf das von ihnen gebotene Produkt hin anzupassen. Im letzten Weihnachtsgeschäft habe man an 3DS-Titeln wie Mario Kart 7 gesehen, wie das gehen könne.

Auf früheren Konsolen seien die Preissegmente klar abgesteckt gewesen – 60 Dollar für ein Vollpreisprodukt, 30 Dollar für die Platinumreihe. Dies sei nun anders und man werde auf der Vita ein weitaus flexibleres Preismodell anbieten. Sony werde darauf achten, wieviel Inhalt ein Titel biete und dann über den Verkaufspreis entscheiden. Dabei sei man nicht auf Blockbuster fixiert, sondern wolle auch kleineren Projekten offen gegenüberstehen.

Wieso sich das aber zum Start so äußert, dass bei uns nicht nur für Uncharted: Golden Abyss, sondern auch für eher als Nischen-Titel zu bezeichnende Spiele wie Everybody’s Golf stolze 50 Euro verlangt, muss man dann wohl nicht ganz verstehen…

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dmhvader
15. Februar 2012 10:15

Finde das auch längst überfällig! Gibt halt zahlreiche Spiele, die lange nicht so viele Entwicklungskosten verschlingen wie z.B. ein neues GTA oder Gran Turismo! Meinetwegen können sich die Hersteller auch an den Testergebnissen orientieren: Vollpreis nur bei einer Wertung von mindestens 80 %, die 50-79 %-Games sollten schon 10-20 Euro billiger sein, und für noch schlechtere Games sollte man noch Geld hinzubekommen fürs Entsorgen xD

SideScroller
15. Februar 2012 8:21

Die Idee gefällt mir. Ich würde für ein passables Spiel auch keine 40 oder 50 € hin blättern, 10 bis 20 aber schon. Bleibt halt abzuwarten ob sie auch von Beginn an konsequent umgesetzt wird, oder erst, wenn die Verkaufszahlen stagnieren(vermutlich Letzteres).

khaos
14. Februar 2012 20:06

Aber warum bekommen denn die Amis immer den Arsch gepudert? Schön wenn die da nur 40 $ für ein “”hochwertiges”” Spiel bezahlen müssen, aber dann sollte doch bitte auch hier solch ein Spiel bloß 30€ kosten.

Oliver Gruener
14. Februar 2012 16:08

Everybody’s Golf ist doch ein großes Spiel, inhaltlich jedenfalls. Virtua Tennis und Fifa sind doch auch immer Vollpreisspiele. Grundsätzlich finde ich es sinnvoll, die Preise von der Größe eines Titels abhängig zu machen. Allerdings muss das auch, und das wird dann leider immer vergessen, in Abstimmung zu älteren, dann als Budget erhältlichen großen Spielen geschehen. Ich kaufe nun einmal kein neues Puzzle Quest für 25 Euro, wenn daneben ein altes Final Fantasy für inzwischen 20 steht. Davon ab hat Kamek recht. Die Vita sollte sich auf große Titel konzentrieren. Und kleine Happen vielleicht als Download für max. 5 Euro (aber wirklich max) anbieten. Dann verzichte ich vielleicht auf das Smartphone und spiele im Zug halt PS Vita (ich nicht, aber die Pendler, die mit Zug und / oder Bus unterwegs sind). Als Zocker reizen mich diese Minispiele aber halt eben nur mal fünf bis zehn Minuten, bevor sie mich langweilen. Dafür gebe ich persönlich aber sowieso kein Geld aus, bin also auch nicht die Zielgruppe.

Danski-Anski
14. Februar 2012 15:23

@BlackHGTIch denke, diese Versandshops kaufen auch direkt im Ausland ein.Bei uns sind die Einkaufspreise meistens schon höher als die Verkaufspreise im Ausland.Aber danke für den softridge.ch Link 😉

BlackHGT
14. Februar 2012 15:00

@Danski Anski:Sorry aber wer Spiele im Migros kauft hat es nicht anders verdient. Softridge.ch (oder Shops im HB, Tiefenbrunnen, Oerllikon)Alcom.ch (odwer Shop in Lachen)oder auch digitec.chusw.. das sind gute Adressen für günstige Spiele. Mariokart 7 für

Danski-Anski
14. Februar 2012 14:36

Es ist immer schön zu sehen, wie überteuert in Europa die Preise für Spiele sind. Hier in der Schweiz ist es noch dreister.Obwohl wir nur 8% MwSt zahlen, kostet Mario Kart für den 3DS im Schnitt 70.- Franken (60 Euro). Migros verkauft den Titel sogar für 77.- Franken!So wird doch das Raubkopieren nur gefördert. Die Meisten Spiele bestelle ich bei play.com und zahle inkl. Porto maximal die Hälfte.Theoretisch sollte jeder die überteuerten Produkte beim Release boykottieren und warten bis ‘normale’ Verkaufspreise verlangt werden und danach zuschlagen.

Satus
14. Februar 2012 14:06

Mal sehen wie sich der Preis entwickelt, wenn die Vita auch hier zu Lande nur schleppenden Absatz findet.