Spector: Linear? Nicht mit mir!

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Warren Spector hat Bock auf die Entwicklung linearer Spiele. Das erklärte er gegenüber Game Informer, als er zu seinem ersten Wii-Titel Disney’s Micky Epic befragt wurde. Vielmehr sei er nur an Games interessiert, die dem Spieler Einfluss auf den Spielverlauf geben. Er soll durch seine Entscheidungen aktiv in das Geschehen eingreifen können und dann mit entsprechenden Konsequenzen konfrontiert werden.

Sollte es mangels finanzieller Unterstützung eines Tages so weit kommen, dass er keine “offenen” Spiele mit Entscheidungsfreiheiten mehr machen dürfe, dann würde er lieber als Entwickler aufhören.

Diese Ansicht begründet Spector mit zwei Tatsachen, die kein anderes Medium als Computer- und Videospiele bieten können:

1. Spielen in Echtzeit sowie dynamische Puzzles sind möglich.

2. Die Spieler haben die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte zu erzählen (oder sie können wenigstens in Zusammenarbeit mit anderen eine solche erzählen).

Diese Vorteile zu ignorieren, findet Warren Spector lächerlich!

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Gwydion
22. Februar 2011 13:18

Richtig, eine offene Welt muss auch genügend Anreize bieten sie erkunden zu wollen. Aber wie auch schon gesagt wurde, eine offene Welt macht noch lange kein nichtlineares Spiel. Meistens ist die Story selbst ziemlich linear, höchstens zwischen verschiedenen Sidequests oder Varianten der Hauptstory lässt sich wählen.

Oliver Gruener
22. Februar 2011 13:03

Wo ist Micky Epic denn bitte nichtlinear? Nur weil man vielleicht mal aussuchen kann ob man erst hier oder dorthin geht, muss man doch trotzdem DER REIHE NACH die Level durchspielen. Mit Open World und Entscheidungsfreiheit was man tun will, hat das jedenfalls nicht viel zu tun.Ich mag Open World und nichtlineare Spiele, wenn es viel zu entdecken gibt. Laufe ich durch eine leere Welt wie in einem “”Just Cause 2″” bin ich einfach nur gelangweilt und wünsche mir, dass das Spiel etwas linearer wäre.

Xtremo
22. Februar 2011 12:20

Wenn alle linearen Spiele so aussähen wie [b]Call of Duty: Modern Warfare[/b], können sie von mir aus auch zur Hölle fahren, allerdings ist dieser Titel für mich eher ein Rail-Shooter mit Seitenschrittmöglichkeit. Das ebenfalls sehr lineare [b]James Bond: Ein Quantum Trost[/b] gefiel mir da schon deutlich besser – Schleichpassagen und Third-Person-Kamera-Abschnitten sei Dank.Richtig gute lineare Titel wie [b]Half-Life 2[/b], [b]Metal Gear Solid[/b], [b]FarCry[/b] und [b]Crysis[/b] (beide PC), [b]Tomb Raider[/b], [b]Assassin’s Creed[/b], [b]Mario Galaxy[/b], [b]Zelda[/b] und Co. geben mir das Gefühl von Freiheit und lassen mich teils das Vorgehen entscheiden, laufen im Prinzip aber trotzdem so ab, wie die Entwickler es vorgesehen haben. Selbst Open-World-Titel wie [b]FarCry 2[/b], [b]Just Cause[/b] oder die [b]Spider-Man[/b]-Spiele, sind in Sachen Story linear und vorherbestimmt. Eine eigene Geschichte schreibt man da nicht. Und auch bei großen Rollenspielen wie [b]Fallout New Vegas[/b] und [b]Fable 3[/b] bewegt man sich story-technisch nur auf von den Entwicklern vorgetrampelten Pfaden.Klar, wirklich offene Spiele wie [b]Minecraft[/b] (PC) machen viel Spaß, aber wenn’s um Story geht, sind mir die [b]Half-Life[/b]s und [b]Metal Gear Solid[/b]s dieser Welt lieber.

tetsuo01
22. Februar 2011 10:18

Wenn ich Entscheidungen treffen will schalte ich die Konsole aus und lebe. Das ist vieleicht einer der Gründe Videospiele zu spielen um Altagsentscheidungen zu entfliehen oder?

Gwydion
22. Februar 2011 9:17

: Dem kann ich nur zustimmen. Es gibt nur sehr wenige Spiele, die ich so gut fand, dass ich sie zweimal oder noch öfters durchgespielt habe. Die waren alle linear. Und wie du schon sagst, zwischen zwei oder drei vorgegebenen Möglichkeiten

Triforce-Finder
21. Februar 2011 23:36

Freiheit… Das klingt erstmal ganz toll, oder? Einfluss auf die Handlung nehmen, seine eigene Geschichte schreiben, und, und und. Aber wie sieht denn die Realität aus? Komplett anders. Anstatt entspannt zu spielen, muss ich mich alle paar Meter mit Entscheidungen herumplagen, meistens ohne die Konsequenzen abschätzen zu können. Die Art der Entscheidungen, die man als Spieler trifft, sind auch meistens von der “”du nervst, geh endlich sterben””-Sorte. Da gibt es einerseits die obligatorischen und langweiligen Entscheidungen zwischen Egoismus und Altruismus, Zugehörigkeitsentscheidungen, und dann die moralischen Dilemmas, bei denen man nur zwischen zwei oder drei Wegen wählen kann, die alle beschissen sind. Da habe ich eher das Gefühl, dass die Entwickler mit mir spielen, als ich mit dem Spiel. Kurz, wenn es mal Entscheidungen gibt, die sinnvoll sind, mir die Möglichkeit zur Entfaltung geben und nicht nur dazu dienen, den Spieler zu quälen, dann stimme ich Spector zu. Momentan aber noch nicht.Man sollte auch eines nicht vergessen: Kein Gefängnis schränkt einen so sehr ein, wie es die absolute Freiheit tut.

Saldek
21. Februar 2011 19:30

Spector ist ne Laberbacke, dagegen ist Molyneux geradezu schüchtern. Also ich mag Spector, aber für bare Münze kann man das alles nicht nehmen.

Anonymous
Anonymous
21. Februar 2011 15:33

Mehr Freiheit für den Gamer. Mir solls recht sein.

Asaziel
21. Februar 2011 14:31

Dann bist du eben einer, der Schlauchspiele mag. Gibt es auch, sonst würden sich die Dinger ja nicht verkaufen. Wenn’s dir Spaß macht, na dann. Jedem das seine.

D00M82
21. Februar 2011 13:05

Ich schliesse mich da nicht der Meinung an.Mir z.B. macht ein Call of Duty mehr Spass als ein Fallout, in dem ich teilweise minutenlang durch die Wüste laufen muss, ohne das etwas nennenwertes passiert. Ich finde es auch überhaupt nicht positiv, wenn ich mich entscheiden muss, wohin ich als nächstes gehe. Klar kann so ein Konzept etwas haben und Fallout war trotzdem ein gutes Spiel. Aber bei etwas mehr Freiheit, gibt es auch immer mehr etwas leerlauf.

Gwydion
21. Februar 2011 12:58

Ich finde die pauschale Verurteilung von linearen Spielen albern. Es gibt hervorragende lineare Spiele und schlechte nichtlineare. Vor allem wenn man ein Spiel zig mal durchspielen muss, nur um irgendwelche winzigen Storyvariationen zu erleben, ist das stinklangweilig.

Asaziel
21. Februar 2011 12:32

Negativbeispiele sind da Call of Duty, Medal of Honor, aber auch Final Fantasy 13. Das sind Schlauchspiele. Man folgt der Story (sofern vorhanden) ohne Möglichkeit der Einflußnahme. Wenn man stirbt, versucht man es ab dem letzten Checkpoint nochmal. Aber die Story verändert sich nicht. Man hat auch keine Möglichkeit der Erforschung. Die Wege sind strikt vorgegeben.Als positive Beispiele will ich da die Elder Scrolls und Fallout Spiele nennen. Aber eben nur als Beispiele.