Spiele-Ausblick 2022: Action & Ego-Shooter

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Es fällt Euch sicher auf, dass dieses Jahr haufenweise bekannte Namen und Serien aufschlagen werden. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Call of Duty-fizierung der Action-Landschaft, doch hinter vielen Titeln stecken spannende Änderungen. Gehen diese am Ende auf oder erwarten Euch verkalkulierte Fehlschläge?

Den sichersten Weg geht das frisch angekündigte Sniper Elite 5. Der Scharfschützen-Shooter schickt Euch erneut in der Rolle von Karl Fairburne auf Nazi-Jagd. Diesmal geht es jedoch nach Frankreich. Das soll dank Fotogrammetrie realistischer aussehen. Spielerische Änderungen wie PvP-Invasionen ähnlich Dark Souls oder Deathloop und ein ausgefeilterer Koop-Modus, in dem Ihr Euch gegenseitig verarzten könnt oder Munition teilt, sind jedoch nur nette Ergänzungen. Nach einer langen Verschiebungstour hat Dying Light 2 inzwischen Goldstatus erreicht. Für deutsche Spieler gibt es allerdings schlechte Nachrichten: Dem Parkour-Zombie-Aben­teuer wurde eine USK-18-Einstufung verwehrt. Daher wird es für Deutschland eine gekürzte, nur als Download erhältliche Fassung geben, in der das Enthaupten und Zerstückeln von menschlichen Gegnern deaktiviert ist und Spieler keine neutralen NPCs töten können.

Eine größere Umstellung erwartet ­Rainbow Six-Fans. Statt wie in Siege gegen menschliche Spieler anzutreten, geht Ihr in Extraction im Dreiergespann gemeinsam auf Alien-Jagd. Bekannte Elemente werden Euch auch in Tiny Tina’s Wonderlands erwarten, das zwar auf den ersten Blick aussieht wie ein klassisches ”Borderlands”, jedoch den größten Kritikpunkt – eine öde Landschaft mit bekannten Gegnern – ausmerzen dürfte. Die Idee zum Spin-off fußt auf dem beliebten Borderlands 2-DLC ”Tiny Tinas Sturm auf die Drachenfestung”, der angenehm absurden Fantasy-Quatsch bietet. Hier haben sich die Entwickler hoffentlich ausgetobt und hetzen Euch allerlei Mythen­wesen auf den Hals.

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ghostdog83
16. Februar 2022 14:53

Was mich auch nervt, wenn ich mich zwischen einer Waffe entscheiden muss, die ich vom Look her mag, mit der ich eigentlich gerne weiterspielen würde, und einer sehr viel besseren Waffe, die aber einfach nicht meinen Geschmack trifft – wie ich mich am Ende auch entscheide, ich habe das Gefühl, etwas zu verlieren. :p

Steffen Heller
Redakteur
16. Februar 2022 14:39

Das stimmt alles, was du sagst. Grundsätzlich nervt es mich bei jedem Spiel mit beschränktem Inventar, wenn zuviel Beute anfällt und dann eventuell zuviel Zeit mit Management im Menü verbracht wird.

Mir geht es aber noch um einen anderen Aspekt. Ich freue mich einfach nicht mehr auf Loot, weil sogar Nicht-Bosse stellenweise 3-6 Waffen droppen. Das bedeutet gleichzeitig: Ich habe nie das Gefühl, dass ich gerade eine “besonders gute Waffe” besitze oder gefunden habe, weil einfach zuviel Kram abgeworfen wird. Da fühlt sich dann ein toller Fund einfach nicht so befriedigend an, da man eh ständig was neues findet, was ganz brauchbar ist. Das macht die Waffen in gewisser Weise austauschbar. Ich behalte keine Waffe mehr über etliche Level, weil der Fund mal total super war. Ist für mich an der Stelle einfach ein Loot-Overkill. Im Endgame klappt so ein System dann trotzdem noch ganz gut, aber vorher ist mir das einfach too much.

ghostdog83
16. Februar 2022 13:57

Ich würde mir ja außerdem wünschen, dass sie mich nicht mehr so extrem mit Waffen zubomben würden, aber gehe mal davon aus, dass das nun beibehalten wird. Das nimmt mir die ganze Lootfreude. :/

Oh ja, wenn die Slots erst mal alle voll sind (derzeit 30) mit guten Waffen und das Vergleichen beginnt, gerät der Spielfluss schon arg ins Straucheln. Ich habe es mir daher auch angewöhnt, nur noch bei entsprechenden Farben überhaupt auf den Gegenstand zu achten – Geldsorgen hat man ja im späteren Spielverlauf keine, um Gegenstände mit 3-stelligen Verkaufswert und aufwärts mitschleppen zu wollen.

Wenn man für jeden Elementtyp die passende gute Waffe hat, ist das Spielerlebnis auch weitaus entschlackter – außer bei bestimmteni Bossen, was die zum Teil alles fallen lassen. 😀

Steffen Heller
Redakteur
16. Februar 2022 13:43

Wünsche mir ja, dass mich Wonderlands wieder abholen kann. Ich schätze aber eher, dass es mir wie bei Borderlands 3 gehen wird und ich bereits nach ein paar Stunden die Lust verliere.

Ich würde mir ja außerdem wünschen, dass sie mich nicht mehr so extrem mit Waffen zubomben, aber gehe mal davon aus, dass das nun beibehalten wird. Das nimmt mir die ganze Lootfreude. :/

MadMacs
16. Februar 2022 13:15

Mit dem Borderlands Spin Off werde ich so überhaupt nicht warm.

Rudi Ratlos
15. Februar 2022 10:53

Bin auf das Borderlands-Spinoff gespannt, Teil 3 war ja leider recht lahm. Oder die Serie hat sich inzwischen auch totgelaufen…
Und auf Turtles hab ich Bock, das sieht super aus ?

RYU
RYU
14. Februar 2022 20:50

Prodeus

Statt an Ort und Stelle den Spielstand zu sichern, passiert Ihr manuell Checkpoints, die Ihr wiederholt nutzen könnt.

Was bei einem Korridorshooter ja wohl schon großzügig genug ist!
Btw., Andrew Hulshult rockt!