Square Enix

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Japans Spieleentwickler scheinen wieder Hoffnung zu schöpfen – zumindest bei Square-Enix. Nachdem die kriselnde japanische Spielebranche sich lange Zeit in Selbstkritik übte, infolgedessen viele Hersteller westliche Studios an der Spiele-Entwicklung beteiligten, erklärte Yoshihisa Hashimoto, dass es nun wieder aufwärts geht.

Der technischer Direktor von Square-Enix, der auch für deren Luminous Engine verantwortlich zeichnet, erklärte gegenüber EDGE, dass Japan über genug Entwickler-Talente verfüge, um wieder an die Spitze zu kommen. “Ich glaube, Japan ist in der Lage, interessante Spiele zu entwickeln, aber schaut man auf die Einflüsse, wurden wir ohne Zweifel von westlichen Spielen herumgeschubst.”

Hoffnung keimte in ihm auf, als er die Demo der Fox-Engine für Metal Gear Solid: Ground Zeroes zum ersten Mal sah: “Ehrlich gesagt, dachte ich, es war unglaublich. Ich dachte auch: ‘So werden wir nicht verlieren!’ Es war ziemlich motivierend”, erinnert er sich. “Seit Kurzem spürt man, dass die japanische Spiele-Industrie nicht verloren hat, und allmählich zurück kommt.”

Doch Hashimoto hinterfragte auch das für Square-Enix typische Geschäftsmodell der riesigen, kostenintensiven Triple-A-Entwicklung traditioneller japanischer Rollenspiele wie Final Fantasy: “Gerade jetzt sehen Triple-A-Entwicklungen nach vergeblicher Mühe aus. Während man mit Low-Budget-Titel massive Gewinne erzielt, garantieren Big-Budget-Titel keinen Verkaufserfolg mehr.”

Aus rein wirtschaftlicher Sicht wäre es wohl sinnvoll, sich auf niedrige und mittelpreisige Entwicklungen zu konzentrieren, doch das ist nicht der Weg, den die Japaner gehen wollen: “Aus meiner Sicht existiert Square Enix wegen High-End-Titeln”, glaubt Hashimoto. Zwar wird es“in 20 Jahren immer noch 2D-Kartenspiele” , aber auch “Triple-A-Spiele werden nicht verschwinden” – doch man wird “hart arbeiten müssen, um deren Überleben zu sichern”.


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Oliver Gruener
30. November 2012 17:16

https://play.google.com/store/apps/developer?id=SQUARE+ENIX+Co.,Ltd.Also ich hätte verdammt gerne Chaos Rings und Chaos Rings Delta auch auf einer Konsole (oder gar PC). Die sind nämlich ziemlich gut und ziemlich im Final Fantasy / Vagrant Story Stil (nur halt nicht so komplex). Ich habe jetzt Imaginary Range 1 und 2 ausprobiert (sind ja kostenlos) selbst die sind super (für kostenlos).

Koopa
29. November 2012 16:46

@ wicht – die qualität eines final fantasy bezweifel ich eigentlich nie. sind immer gute spiele und selbst wenn sie entäuschen erkennt man das es gut ist. so wie nen top hollywood film. man weiß und sieht es ist gut aber man weiß und sieht halt auch: “”ew

captain carot
28. November 2012 23:42

[quote]Dragon Quest mag gut sein, aber ein mickriger Handheld ist halt keine sehr ambitionierte Plattform für so eine Franchise.[/quote]Wenn man bedenkt, dass DQ in Japan am Erfolgreichsten ist, dann war DAS sicher die beste Entscheidung von SE in den letzten Jahren.Das größte Problem, dass die japanischen Publisher derzeit vllt. haben ist, dass der japanische Markt mittlerweile extrem Handheldlastig ist. Bringt man große Produktionen auf stationären Konsolen, dann laufen die in Japan nicht so gut, bringt man sie auf Handhelds, dann werden sie im Westen wenig beachtet.Dazu kommt bei vielen Studios fehlender Mut. Entweder spielen sich viele japanische Spiele wie vor zehn Jahren, oder sie werden völlig weichgespült.Nur wenige Studios trauen sich was das angeht wirklich noch was, die Titel sind für den Massenmarkt dann aber oft zu schräg.

Wichtgestalt
29. November 2012 7:39

: Also ich fand FFXII noch richtig gut. Leider hatte sich da das Prinzip schon etwas abgenutzt, sodass viele Spieler es einfach ignoriert haben.Zu FF13 und FF14 kann ich leider nichts sagen, weil ich sie (noch) nicht gespielt habe. Und ein richtig g

Saldek
28. November 2012 22:22

SE schaut euch bitte die Verbrechen an die ihr die letzten Jahre gemacht habt. Final Fantasy 14 war ein Total-Flop, Final Fantasy 13 noch schlimmer. Dragon Quest mag gut sein, aber ein mickriger Handheld ist halt keine sehr ambitionierte Plattform für so eine Franchise.Der japanische Markt hat kein Problem, er verändert sich nur. Japan hat nur paar mehr Einwohner als Deutschland. Und fast alle zocken dort, der Markt ist gesättigt und verlagert sich stark in den Bereich Mobile Gaming. Das der “”Westen”” (im Sinne von EU, Nordamerika, Australien) irgendwann mächtiger werden würde war doch klar.

Seska1973
28. November 2012 21:27

[quote=Koopa]

Seit FF7 war für mich kein FF mehr das beste RPG des dann aktuellen Geschäfts- Spieljahres. Und das war ja doch so der Anspruch von (damals noch) Square. 8, 9 und 10 sind geschmackssache aber danach wird ja eigentlich niemand mehr lange suchen müssen um für sich und vllt auch für die Allgemeinheit ein besseres JRPG zu finden welches er nicht missen wollte.

Als bezeichnend fand ich damals die Aussage des SE CEO (glaube der wars) der meinte, dass ein FF 7 in heutiger Technick einfach zu teuer sei und die Freiheit und der Umfang die Produktionskosten mit der von ihnen gewohnten Grafik einfach nicht wirtschaftlich umsetzbar seien. Wenn dem so ist sage ich ja.. kack auf 5 mio einzelnd berechnete Haare aufm Kopf und vergiss realistisch wackelnde Kleidung und Grasbüchel die du mit Namen ansprechen kannst. Der Erfolg von den wirklich sehr altbackenen Dragon Quest Spielen (den ich nit Nachvollziehen kann den für mich is das nen Tick zu simpel gestrickt) sollte SE eigentlich zeigen dat die mit ihren “”guck mal wie hübsch das is”” Wahn auch nix reißen…. wenn die schon über Kosten meckern.

[/quote]Guter Punkt.Und ich bringe mal einen “”PC”” VergleichBorderlandsEigentlich war es mit CG HD Grafiken gedacht gewesen (es gab mal Teaser Trailers mit ner Render Frau)Aber die Entscheidung auf diese Grafik Engine umschwenken, hat vielleicht das Spiel erfolgreich gemacht (und Budget geschont, wegen den ganzen “”Rendergrafiken””)””Manchmal ist Weniger, einfach mehr””

Seska1973
28. November 2012 21:22

“”Nur weil man den Wind in den Segeln verloren hat, geht man nicht Unter. Man muss halt einen neuen Wind finden, der uns wieder Vorwärts bringt””(Ach ja, ich könnte nen Buch schreiben mit so was… Ey, halt! :))

Koopa
28. November 2012 13:40

Seit FF7 war für mich kein FF mehr das beste RPG des dann aktuellen Geschäfts- Spieljahres. Und das war ja doch so der Anspruch von (damals noch) Square. 8, 9 und 10 sind geschmackssache aber danach wird ja eigentlich niemand mehr lange suchen müssen um für sich und vllt auch für die Allgemeinheit ein besseres JRPG zu finden welches er nicht missen wollte. Als bezeichnend fand ich damals die Aussage des SE CEO (glaube der wars) der meinte, dass ein FF 7 in heutiger Technick einfach zu teuer sei und die Freiheit und der Umfang die Produktionskosten mit der von ihnen gewohnten Grafik einfach nicht wirtschaftlich umsetzbar seien. Wenn dem so ist sage ich ja.. kack auf 5 mio einzelnd berechnete Haare aufm Kopf und vergiss realistisch wackelnde Kleidung und Grasbüchel die du mit Namen ansprechen kannst. Der Erfolg von den wirklich sehr altbackenen Dragon Quest Spielen (den ich nit Nachvollziehen kann den für mich is das nen Tick zu simpel gestrickt) sollte SE eigentlich zeigen dat die mit ihren “”guck mal wie hübsch das is”” Wahn auch nix reißen…. wenn die schon über Kosten meckern.

28. November 2012 11:24

Die japanische Game Industrie kann in meinen Augen auf die professionellen Strukturen und die Kreativität Ihrer Protagonisten bauen.Im Reich der aufgehenden Sonne sollten Sie sich Ihrer Stärken bewusst werden und diese entschlossen und voller Elan verfolgen und ausbauen.

Unglueck
28. November 2012 11:10

Da werden mir zwar viele widersprechen aber für mich steht Final Fantasy für:- Rundenbasierte Kämpfe- Zufallsbegegnungen- Farmen nach Items um Schleifen zu bauen und nach AP um Ultima und Flare freizuschalten- Endlose Sidequests wie Blitzball, Triple Triad und Blitzen ausweichen- Spektakuläre Aeons/Bestia/Guardia die nicht immer ganz leicht zu kriegen sind(anstatt Shiva in Motorrad Form ohne jeglichen Nutzen)- ne Weltkarte die ich nacheinander zu Fuß, mit Schiff und mit Luftschiff bereisen kanndie Liste würde noch ziemlich lang weitergehenAll das hat Square Enix komplett über den Haufen geworfen, ganz ähnlich wie Capcom das mit Resident Evil gemacht hat. Klar sind Zufallskämpfe nicht mehr ganz zeitgemäß, Schlauchlevel ohne jegliche Interaktion aber erst recht nicht.

Doublefine
28. November 2012 10:46

Der Mann kann einen echt leid tun, nicht nur das er den Namen einer Autoimunkrankheit trägt(Hashimoto) er fasseld auch unzusammen passendes Zeugs. Japanische Spiele werden immer einen hohen persönlichen Stellenwert genießen, allerdings hat sich der Markt gewandelt. Westliche Entwicklungen werden bei den meisten westlichen Spielern auch weiterhin besser ankommen als ihr Nippongegenpart. Viele japanische Perlen finden ihren Weg schlicht und ergreifend nicht in den Westen. Selbst wenn werden sie lediglich belächelt.Beispielsweise ein Katamari während ich es vergötter, meine Frau es nach anfänglicher verächtlicher Skepsis es nun auch liebt, will ein guter Freund dem Spiel einfach nichts abgewinnen. Er spielt lieber sein x-tes CoD. RPG genießen auch nicht mehr den Stellenwert von eins. Während ein Skyrim selbst den 08/15 Casualgamer dank Zweihänder anspricht, fällt selbst ein westlichen Herkunft stammendes DA:O in den Freaksektor. J-RPG´s haben es da Setting bedingt nicht unbedingt einfacher. “”Was kommt als nähstes fliegende U-Boote?”” Gibt es schon in LO. Große Marken ziehen heute noch, doch auch ein FF13-2 verkauft sich schleppend, was nicht daran liegt das es schlecht ist. Die Marke FF steht für was anderes als den Spielern in 13 da geboten worden ist, wie Cloud schon sagte. SE soll sich auf das besinnen was sie Groß gemacht hat, nicht wetteifern. Die Japanische Entwicklerszene wird niemals verschwinden, dafür sind zuviele Geister mit Ideen auf dem Atoll, aber sie wird in den nähsten 10Jahren nicht den Stellenwert erlangen, welchen Sie mal inne hatte.

cloud1429
28. November 2012 10:20

Man sollte sich wirklich mal die Spieler genauer anschauen. Gerade SE sollte wissen, dass die Fans die Spiele damals blind gekauft haben, weil Spiele wie FF für Qualität stand. Gute und geniale Story und gut ausbalancierte Taktikspielerei (FF6, 7, 8 ,10) um mal meine Lieblinge zu zeigen.Schaut man sich dann denn Murks wie 13 an, wird mir schlecht. Die Story ist nicht besonders gut gemacht. Alles ist Vorhersehbar und es gibt nur selten Überraschungen. Allein bei FF7 hat eine spannende Situation die andere überraschende abgelöst. FF13 war nichts weiter als ministory mit zuviel Actiongemisch. Wenn man dann noch sieht, wie wenig Freiraum der Spieler hatte (erst zum Schluss durfte er sich auf einem großen Gelände austoben). Verdammt schwach.Ich als Fan möchte:- eine tiefgründige Story mit vielen Überraschungen und Wendungen- ein Kampfsystem wo ich mir selbst Taktiken ausdenken kann- Orte die ich auch wegen der Story wiederbesuchen muss. Freibegehbare Städte und Orte- einzigartige Charaktere (Schubbladen gibs immer aber welcher Held in FF hat schon so ne komplexe wirrwarr Geschichte wie Cloud von 7?)Wenn ich weiter darüber nachdenke, fallen mir sicherlich noch weitere Punkte ein aber das sind so die Mindestvoraussetzungen die ich an Final Fantasy habe. Und das hat SE in den letzen Teilen (für mich) seit 12 nicht mehr geschafft.

Kakyo
28. November 2012 10:16

“”doch das ist nicht der Weg, den die Japaner gehen wollen””ich glaub das is auch nicht der weg den die spieler wollen ;Pim speziellen fall von SE sollte man sich halt mal überlegen WARUM man keine AAA titel mehr gut verkauft… evtl sollte man den fans einfach geben was sie wollen (KH3, FFVII, FFvsXIII, Type-0 EU (Vita) anyone? – alles potentielle Bombenerfolge die einfach nicht kommen wollen…) und nicht was man meint was das beste ist oder an “”nicht so gut angenommen”” ips festhalten…(z.B. FFXIII – nicht flasch verstehen ich persönlich liebe XIII und auch XIII-2 genauso wie ich 100%ig “”XIII-3″” kaufen werde)