
Valve macht es Nintendo nach und bringt eine zweite Version seines Handheld-PCs Steam Deck auf den Markt: Die OLED-Variante hat als größtes Lockmittel einen deutlich wertigeren Bildschirm mit der gleichnamigen Technologie und geringfügig größeren Dimensionen an Bord, außerdem ist das Gerät etwas leichter, wird weniger warm und hat mehr Akku-Leistung (angeblich 30-50%). Gleich geblieben ist derweil die Rechenleistung unter der Haube – auch das erinnert an die Switch-Familie.
Ab dem 16. November ist das Steam Deck OLED in zwei Varianten mit unterschiedlich viel Speicher zu haben: 512 GB kosten 569 Euro, 1 TB gibt es für 679 Euro. Technische Daten und weitere Infos findet man bei Steam selbst und wer Interesse an einer ins Detail gehenden Analyse hat, kann sich zum Beispiel dieses Video von Digital Foundry anschauen.









Performance vs Auflösung: Der Sprung vom Steam Deck zum Legion Go ist ähnlich wie von einem 42“ TV auf einen 55“. Was auf dem alten noch gut aussah kommt beim großen Screen irgendwann nicht mehr so gut weg. Und auch wenn das Größenempfinden einfach ein anderes bleibt, auf 60cm können auch die kleinen Screens einen ordentlichen Teil des Sichtfelds ausfüllen.
Muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber 800p kämen für mich bei einem 8,8“ Handheld effektiv nicht mehr in Frage.
Retro kann es eh gerne kleiner sein. Hab seinerzeit relativ viel auf der U im Off TV Mode gespielt. Die ebenfalls 6,2“ waren da für mich eigentlich schon das Maximum, um GBA oder SNES zu spielen.
Praktischerweise bietet der Markt mittlerweile extrem viel.
Ein großer Bildschirm ist auch eher ein Nachteil bei 16/32 Bit Emulation.Pixelalarm.Bei der Riesenauswahl von Handhelds in allen Größen und untersch.Betriebsystemen sollte man wirklich schauen wo die Prioritäten liegen.
Windows ist für Handhelds ein halbwegs guter Kompromiss. Valve priorisiert mit dem Steam Deck natürlich das eigene Ökosystem, legt dabei auch viele gute Entwicklungen hin, wird für andere Zwecke (Gamepass etc.) aber noch frickeliger als ein (ursprünglich) unter Windows betriebener Handheld. Wobei man Valve keine Vorwürfe machen kann und eher noch für eine “offene” Hardware mit Alleinstellungsmerkmalen danken muss.
Eine wegen der Performance relativ gering eingestellte Auflösung von 800p auf einem relativ großen Bildschirm ist reine Geschmacksache und mehr oder weniger tolerabel. Viele Einstellungen für den Sweetspot ausprobieren zu müssen, dabei eine wohlmöglich noch immer zu kleine Schrift hinzunehmen und auch nicht alle Spiele in den Bibliotheken (vernünftig) nutzen zu können, sind alles Dinge, die aufzeigen, dass wir uns (auch mit dem Steam Deck) thematisch in einer Nische bewegen. So fühlt es sich für mich jedenfalls an. Man muss bei Interesse seine eigene Nische in der Nische suchen.
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Retro ist ein Thema für sich und in meiner Betrachtung nicht ernsthaft berücksichtigt.
Die 1-2“ können bei den Screens schon viel ausmachen. Alleine schon die SwOLED bietet 27% mehr Bildfläche beim Sprung von 6,2 auf 7“. Das Legion Go hat einen 58% größeren Screen als das Steam Deck mit LCD. Und ist verglichen mit der Switch erst recht riesig.
Nur sieht auf dem deutlich größeren Screen alles was nur in 800p gut läuft deutlich schlechter aus als auf 7“ und trotz mehr oder weniger guter Frontends bleibt es vorläufig dabei, dass Windows selbst viel schlechter auf Handhelds optimiert ist.
Textlesbarkeit ist bei Spielen, die nicht auf Handhelds angepasst sind, ein grundsätzliches Problem. Dem wird vermehrt Rechnung getragen, aber leider immer noch zu selten. Das neue Yakuza Game ist vorbildlich in der Hinsicht. Es geht also. Ich denk halt nur, du wirst bei nicht angepassten Spielen kaum mehr Komfortgefühl haben, wenn der Screen 1- 2″ größer ist.
Das Ding ist halt, dass ich früher auch oft mehr auf die Leistung als auf Ausgewogenheit eines Systems geachtet habe. Gerade bei dem Namen Lenovo klingeln bei mir die Alarmglocken was das anbelangt, auch wenn ich das spezifische Gerät nicht kenne. Liest sich auf dem Papier gerne super, ist dann aber entweder unpraktisch oder hat versteckte Probleme.
Das mit Windows ist auch keine gute Idee. Ich nutze den Desktop Mode auf dem Steam Deck nie und ich hatte mal ein Windows Tablet – kann man alles vergessen.
Beim Steam Deck ist es tatsächlich eher so, dass es besser funktioniert als es sollte. Das Ding pustet und kämpft, aber von der Menüführung bis zur Spielbarkeit flutscht es in der Regel überraschend gut. Häufig auch Titel, die nicht explizit als kompatibel markiert sind. Man merkt, dass das auf Konsolenerfahrung optimiert wurde. Funktioniert zwar nicht so aalglatt wie eine Switch, aber ist sicher besser auf ein gutes Nutzererlebnis optimiert, als ein Windows Handheld eines Drittherstellers.
Beim Gewicht vom Legion Go bin ich völlig entspannt. I.d.R. würde sie mit der unteren Kante auf meinem Bauch stehen und dort stundenlang verbleiben. Das Ding muss nicht leicht oder besonders portabel sein, sondern genau meinen persönlichen Bedürfnissen entsprechen. 😉 Mangels Lüfter an der unteren und mit einem Ladekabelanschluss an der oberen Kante, sind schon beste Voraussetzungen gegeben. Nur Software und Lüfter lassen mich noch zurückschrecken.
@ Tekwin Kann ich zu einem gewissen Grad verstehen. 7-7,4“ sind für mich aber eine gute Kompromissgröße, auch was die Gerätemaße und so weiter angeht. Die Standardswitch ist mir selbst bei manchen Titeln vom Display zu klein.
Ich warte noch auf die nächste Generation des Steam Decks aber hab bock drauf. Am meisten stört mich das Aussehen und die Größe… Wenn das nächste Gerät etwas kleiner und weniger klobig wird, dann schlage ich wahrscheinlich zu.
Oh wow,der Legion Go ist wirklich riesig.Das siehrt gar nicht so aus wenn er nicht mit dem Deck zusammenliegt zum Vergleich.Und 865gr schwer.Das ist Wahnsinn.Steamdeck/Rog Ally über 600gr.Ich verzage schon beim Gedanken an 50gr mehr die der Odin 2(420gr) auf die Waage bringen wird.Zum Vergleich
Switch 400gr,Ps Vita 1000/3DS 280gr,
Das sollte man nicht unterschätzen.Denn mit Potabilität hat das kaum noch was zu tun.
Ich freu mich auf das PSP 🎉 nächste Woche. Zocken von überall in PS5 Qualy, passt 🙂
Wenn diversen Kinderkrankheiten ausgemerzt sind. Vorallem an Performance Problem.
Meine größte Sorge bei kleineren Displays ist die Lesbarkeit von Texten. Selbst auf der Switch sind manche Spiele schlecht angepasst. Unter Windows gibt es viele Spiele, die auch auf 15″ Displays dahingehend noch Schwierigkeiten bereiten. Die 7,4″ vom Steam Deck OLED erscheinen mir einfach als zu klein.
Hab das ROG Ally im Juni auf dem Launch-Event in Berlin ausprobiert und fand die Bedienung nicht wirklich intuitiv, was hauptsächlich an Windows lag. Das Steam Deck fühlt sich da schon konsoliger an, auch wenn man keine Switch erwarten sollte. Die Spiele wurden ja ursprünglich für DirectX und Windows entwickelt und nicht für Vulkan und Linux. Daher kann da immer mal was schief gehen, auch wenn das selten vorkommt und sich in der Regel beheben lässt.
Das Legion Go ist unter anderem wirklich schwer. Und is gesamt größer als das Steam Deck. Die Specs für den Screen mögen erstmal toll aussehen, aber Doom Eternal bricht in nativer Auflösung z.B. völlig ein und läuft erst in 1280*800p wirklich flüssig. Das ist a) die Auflösung vom Steam Deck und sieht b) auf 8,8“ nicht mehr wirklich gut aus. Das ROG Ally hat btw. mit Z1 Extreme das gleiche Problem, volle Auflösung ist einfach zu viel. Will die Konkurrenz da nicht schlecht reden, aber bei bei gewissen Punkten sieht man IMO einfach erst jetzt bei der Konkurrenz, das gewisse Entscheidungen bei Valve sinnvoll waren.
Es gibt auch Dinge, die ich mir beim Steam Deck zukünftig anders wünschen würde, spätestens für einen Nachfolger. Zum Beispiel ein dedizierter Docked Mode mit mehr Leistung a la Switch.
Klar, zwischenzeitlich könnte Windows auch deutlich auf Handhelds optimiert werden, wo it die Konkurrenten deutlich interessanter würden.
Aktuell macht das Steam Deck einfach viele richtige Kompromisse, etwa bei Screengröße und Auflösung gegen Frames pro Sekunde oder Performance gegen Akkulaufzeit. Bei der Nutzbarkeit als Handheld gegen Titel aus Fremdstores muss man aktuell leider einen Tod sterben.
Ich habe auch lange mit dem Kauf eines Windows Handhelds geliebäugelt aber letztendlich bin ich bei Android geblieben und obwohl mich die Windows Spiele Pallete mehr wie alles andere interessiert.
O Ton im Netz
Windows als OS ist (noch) nicht voll als Portable angekommen.Für die Geräte richtig zu nutzen,viel Friemelei nötig und man muß wissen was man macht.Dazu eben die geringe Batterielaufzeit,Hitzeprobleme und der hohe Preis für was Anständiges.Eben das Steamdeck ist mit Abstand das Beste auf dem Markt.Mir ist der leider zu riesig,wenn da was portableres kommen würde wie der Legion oder ASUS ROG Ally.Steam OS würde mir reichen
Valve will das Teil ja lange supporten und der Nachfolger soll ein echter Sprung werden. Das wird wohl erst was werden mit 3nm für hohe Leistungsaufnahme, also sicher nicht vor Ende 2025. x x
Das nächste Steam Deck wird frühestens in 2 – 3+ Jahren erscheinen.
https://www.theverge.com/2023/9/21/23884863/valve-steam-deck-2-refresh-upgrade-cpu-2025
Ist denn da denn schon was (gerüchteweise) im Raum, was nen Nachfolger angeht? Da würde ich dann nämlich auch mehr als nur neugierig werden denk ich — aktuell wäre mir ein Anschaffung glaub ich das Geld nicht wert, weil ich das Gefühl hätte, in „alte“ Hardware zu investieren.
@Walldorf
Genau diese Features sollten so langsam mal Standard werden, insbesondere für die naturgemäß eingeschränkten Minisysteme wie z.B. Handhelds. Ich habe den Endruck, die Hersteller halten sich damit etwas zurück, denn irgendwie müssen neue Versionen einer Hardware gerechtfertigt werden. 😉
Ich mag mein Steam Deck immer noch, aber werde jetzt natürlich noch nicht upgraden. Hoffentlich hat der in ein paar Jahren erscheinende Nachfolger schon von Beginn einen OLED-Bildschirm. VRR (variable refresh rate)- und LFC(low framerate compensation)-Unterstützung wären auch nette Features für die Zukunft.
Naja, wenn man sich auf das Steam Ökosystem beschränken lassen möchte, bekommt man mit dem Deck wahrscheinlich beinahe schon so etwas wie eine frickelfreie Konsole. Aber eben auch ein recht kleines Display. Der (auch bei mir vorhandene) Gamepass erfordert wieder reichlich Frickelei. Und da wären wir wieder beim Thema. Dann doch lieber Windows mit allen Unzulänglichkeiten, in die ich mich aber immerhin ohne Umgewöhnung einarbeiten kann.
Wäre das Go mit ausgereifter Software und Lüfter(steuerung) bestückt und das Steamdeck mit einem deutlich größeren Display, müsste ich mich ernsthaft zwischen den beiden entscheiden. So aber wird mir meine Zurückhaltung noch relativ einfach gemacht.
Das Steam Deck ist am besten angepasst, die Performance laut Nutzern die mehrere Geräte haben bei gleicher Wattleistung deutlich besser als bei der Konkurrenz aktuell, womit das Teil einfach das alltagstauglichere Handheld ist und gerade die vermeintlich viel bessere Grafikleistung mit Radeon 780M einiger Konkurrenten wird durch die Speicherbandbreite begrenzt.
Sollte MS Windows besser auf Handhelds anpassen sollte dann fällt zumindest der Vorteil beim Steam Deck weg. Aber die Frds der Konkurrenz kommen aktuell mit Steam OS auf dem Deck nicht mit.
@Tekwin Das Steam Deck ist in der Praxis wahrscheinlich zuverlässiger als das Legion Go oder andere Konkurrenten. Das System wird von Software-Features unterstützt, die auf spezifische Steam Deck Kompatibilität ausgelegt sind und die große Verbreitung sorgt für entsprechend Unterstützung durch die Hersteller. Das Ding ist manchmal ein wenig schrullig aber es funktioniert. Und sehr viel besser als es auf dem Papier dürfte. Ist quasi ein Current Gen Handheld, das war nicht mal die PSP seinerzeit.
Ich greife Carots Stichwort Game Pass auf. Wenn der nativ auf Oleddeck läuft, fange ich an, mir Gedanken um die Finanzierung zu machen.
Sollen die doch nen Deal machen: Steam auf Xbox und Game Pass auf den Steam Deck.
Oder MS tütet Valve ein.
Auf dem Datenblatt ist das Legion Go deutlich leistungsfähiger und insbesondere flexibler. Bei nur 120,- € Preisdifferenz zwischen dem Legion Go und dem 1TB Steam Deck OLED kann man schon in Versuchung geraten, zumal das Display vom Go mit seiner schieren Größe m.E. das erheblich kleinere OLED aussticht und dabei sogar noch die geringere Speicherkapazität in den Hintergrund geraten läßt.
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, denn Lenovo hat bei der Software reichlich verkackt. Unausgereift und mehr als optimierungsbedürftig. Und dann noch dieser nervig fiepende Lüfter unter Last. Um bei mir den Kaufreiz in Wallung zu bringen, muss sich dahingehend noch viel ändern.
Beim Steam Deck wiederum ist das eingeschränkte Ökosystem schon immer kaufhemmend bei mir gewesen. Nur mit Frickelbudenkram kann hier Abhilfe geschaffen werden. Mit dem leicht vergrößerten Display hat die neue Version aber etwas Boden gutgemacht. Das “Sprüngchen” ist ähnlich wie bei Nintendo mit der OLED.
Schade dass unter dem OS der Gamepass nicht nutzbar ist. Die neue Version dreht genau an den richtigen Stellschrauben, Display und Akkulaufzeit. Das Leistungsplus ist dagegen wirklich minimal.
Gut, dass sich die Technik nicht ändert. Da bleibt ein gewisser Anpassungsdruck bei den Entwicklern Spiele kompatibel zu machen. Das Steam Deck ist auch zu teuer um es wie Unterwäsche zu wechseln.