1979 Revolution: Black Friday – im Test (PS4)

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Die iranische oder islamische Revolution von 1979, in welcher der Schah vom iranischen Volk abgesetzt, die Monarchie beendet wurde und Ajatollah Ruhollah Chomeini die Regentschaft der Geistlichkeit durchsetzte, dürfte den meisten Menschen heutzu­tage kaum ein Begriff sein. Genau deshalb ist es extrem interessant und spannend, mit 1979 Revolution: Black Friday genau in jene Tage einzutauchen.

Ihr mimt den jungen Fotografen Reza, der in das berüchtigte Folter-Gefängnis Evin gebracht wurde und in Rückblenden von seinen Erlebnissen während der Revolution erzählt. Spielerisch orientiert sich der Titel mit Multiple-Choice-Dialogen, Quick-Time-Events und unterschiedlichen ­Storyverläufen an Telltale-Spielen wie The ­Walking Dead. Ihr schießt Fotos von den Protesten, verarztet Verwundete und stöbert in körnigem Foto- und Filmmaterial.

Das Thema und die Intensität der Szenen machen das Spiel zu etwas Besonderem. Ihr werdet ohne viel Federlesen in die chaotischen Verhältnisse auf den Straßen Teherans geworfen und von Euren Bekanntschaften ständig auf die Probe gestellt. Werdet Ihr gewalttätig? Ist Euch das Wohl Eurer Familie wichtiger? Knickt Ihr beim Verhör ein? Die englischen Sprecher machen einen tollen Job und lassen eine überzeugende ­Atmosphäre von Angst, Bedrohung und Revolte entstehen. Leider kommen historische Erklärungen über diese verwirrende Zeit dabei oft zu kurz. Diese sind in ein ausführliches Lexikon im Menü ausgelagert. Optisch wird mit groben Texturen, Klon-NPCs und suboptimalen Kamerawinkeln nur Magerkost geboten. Das sollte Euch aber nicht davon abhalten, diesen interessanten Abschnitt der jüngeren ­Geschichte hautnah mitzuerleben.

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