Amazing Discoveries in Outer Space – im Test (PS4)

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Alleine im All zu sein, ist keine schöne Sache: Das stellt Ihr fest, als die Bord-KI Eures Raumschiffs Euch weckt und Ihr auf Euch gestellt seid, um die ungewisse Heimreise zu bewältigen. Um Raumsprünge vorbereiten zu können, benötigt Ihr auf jeder Etappe Eures Wegs gescannte Daten: Bevorzugt sammelt Ihr die in der Seitenansicht auf der Oberfläche von kleinen Planeten. Teils reicht es, die Himmelskörper im Tiefflug mit dem Schiff zu erkunden. Meist müsst Ihr aber aussteigen und zu Fuß gehen, um Objekte näher zu untersuchen. Doch Vorsicht: Je nach zufallsgeneriertem Planeten ist der manchmal von aufdringlichen Aliens bevölkert (Ihr seid unbewaffnet), die Temperatur ist nur auf der Nachtseite erträglich oder ein zu hoher Sprung sorgt bei niedriger Schwerkraft dafür, dass Ihr so losgelöst wie Major Tom entschwebt. Außerdem tuckert Ihr zwischen den Himmelskörpern der Solarsysteme herum und haltet u.a. nach Schrott Ausschau. Knifflig wird die Angelegenheit dadurch, dass Ihr nur sehr begrenzten Energievorrat besitzt und deshalb kurze Antriebsschübe reichen müssen. Treibt Ihr dann herum, wirkt sich z.B. die Gravitation von Planeten und Sonnen natürlich aus und muss berücksichtigt werden, was eine eingeblendete ”Fluglinie” zum Glück erleichtert. Die Kombination dieser beiden Hauptaktivitäten und der Verzicht auf Balleraction ergibt ein Gesamtpaket, das für erkundungsfreudige Raumfahrer trotz ein paar grober Kanten wie der etwas schwammigen Steuerung reizvolle Unterhaltung ohne Krachbum liefert.

Ulrich Steppberger meint: Echte Spannung lässt sich auch friedlich erzeugen: Wenn ich mit knappem Energievorrat vorsichtig durch ein Asteroidenfeld navigiere und die Schwerkraft der nahen Sonne bereits an meiner Raumkapsel zerrt, ist der Nervenkitzel in ADiOS so hoch wie bei jedem Schusswechsel in Sci-Fi-Ballerspielen. Die Erkundung der Solarsysteme ist motivierend, die Fußmärsche auf den Planeten fallen immer wieder frisch aus und der Reiz der Entdeckung treibt an. Schade finde ich nur, dass die eigentlich hübsch gezeichnete Grafik wenig zur Geltung kommt und sich das Raumschiff in der Nähe bzw. auf der Planetenoberfläche manchmal nur sprunghaft und abrupt kontrollieren lässt, was fatale Folgen haben kann.

Friedvolle wie fordernde Expedition im Weltall mit Grips.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
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Danijel78
12. März 2016 5:21

@Ulrich: Ich hätte gern mehr zur musikalischen Untermalung gelesen. Kannst du vielleicht nachträglich was dazu sagen?Sphärische Klangteppiche könnte ich mir gut dazu vorstellen – in der Richtung des neuen 8Bit-Weapon Albums, zu dessen Empfehlung im letzte

SxyxS
11. März 2016 18:37

Ich hab mir das Spiel blind(nur wg des Grafikstils im Trailer)gekauft,es aber noch nicht angezockt.Schön zu sehen dass es wohl kein Fehlgriff ist.