Atelier Resleriana: The Red Alchemist & The White Guardian – im Test (PS5)

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Das ging aber schnell! Einige von Euch haben sich vermutlich noch gar nicht vom jüngsten Atelier-Abenteuer erholt, da legt Entwickler Gust bereits emsig nach. Markierte Yumia vor einigen Monaten noch den Startschuss für die nächste Generation der Serie, präsentiert sich Atelier ­Resleriana: The Red Alchemist & The White ­Guardian wieder traditioneller und backt kleinere Brötchen. Das dürfte aber gerade langjährigen Fans munden, denen die jüngsten Modernisierungsmaßnahmen der Marke ein Dorn im Auge waren. Nachdem die Serie zuletzt immer mehr mit Echtzeitkampf-Elementen anbandelte und die Alchemie zunehmend in den Hintergrund geriet, geht es in Resleriana wieder klassisch rundenbasiert ins Gefecht und regelmäßig an den Zauberkessel.

Aber Moment, Resleriana? ­Keine Sorge, mit dem gleichnamigen Free-to-Play-Ableger – dem Koei Tecmo außerhalb Japans auch schon wieder den Stecker gezogen hat – hat die neue Veröffentlichung lediglich die Welt, zarte Verweise und unterschiedlich gelagerte Gastauftritte gemeinsam. Im Zentrum der Handlung stehen Rias, eine aben­teuerliche Nachwuchs-­Alchemistin, und ­Slade, ein junger Mann auf der Suche nach Antworten, der Pfade in andere ­Dimensionen öffnen kann. Letztere präsentieren sich als zufallsgenerierte Dungeons, in denen Ihr serientypisch Ressourcen sammelt und knuffige Schergen verdrescht. In den rundenbasierten Keilereien nutzt Ihr einfache und magische Angriffe, während Ihr die Attacken Eurer Feinde blockt und ihre Schwächen auslotet. Außerdem setzt Ihr zu verheerenden Offensiven an, indem Ihr die Manöver Eurer stetig wachsenden Truppe effektreich verkettet. Damit bewirbt sich der Titel sicher nicht für einen Innovationspreis, das Zusammenspiel aus flotten Kämpfen und Sammelwahn motiviert jedoch vorbildlich. Außerhalb der Dungeons rührt Ihr dann nicht nur im Alchemie­kessel, sondern betätigt Euch ebenso als Besitzer eines Gemischtwarenladens. Dazu stationiert Ihr angeheuerte Feen je nach ihren Stärken und bestimmt im Vorfeld der Ladenöffnung Euer Sortiment – das erinnert fast ein bisschen an die Management-Minispiele der Yakuza-Serie. Mit jeder Schicht steigen Eure Helferlein genauso wie verschiedene Bereiche des Dorfs in der Stufe auf, wodurch sich weitere Shopping-Möglichkeiten und Nebenaufgaben ­auftun.

Im Vergleich mit Atelier ­Yumia wirkt der neue Ableger audiovisuell weniger ambitioniert. Enttäuschend gestaltet sich auch der Umstand, dass das Abenteuer – nach der soliden Lokalisierung von Yumia – wieder lediglich mit japanischer Tonspur und englischen Bildschirmtexten daherkommt und Xbox-Besitzer nicht mehr bedient werden.

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