Atomfall – im Test (PS5)

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Meinung

Fabiola Günzl meint: Atomfall hebt sich durch seine definierbaren, anspruchsvolleren Schwierigkeitsgrade und die vielen Missionsstränge samt gelungener Story von der Survival-Masse ab. Da es auf dem Weg zum nächsten Hinweis oft zu unerwarteten Entdeckungen kommt, fühlt sich das Erkunden trotz Backtracking selten langweilig an, und dass uns das Spiel kaum an die Hand nimmt, sorgt für frischen Wind auf der Konsole. Die hübsche, wenn auch nicht perfekte Inszenierung passt super zur audiovisuellen Gestaltung, jedoch nicht zur wenig schlauen Gegner-KI. Obwohl die Stealth-Mechanik trotz angedeuteter Optionen wie hohes Gras quasi nicht vorhanden ist und uns die Feinde schnell entdecken, stellen sich diese insbesondere bei den Kämpfen arg dumm an. Wer kennt sie nicht, die artig in Reihe stehenden Angreifer, die schön warten, bis jeder einzeln die Leiter ins Verderben erklimmen darf? Freunde von Detektivarbeit und Erkundung werden hier deutlich mehr belohnt als Kämpfer.

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PlayingOldKid
19. Juni 2025 12:19

Für mich ein viel zu hoch bewertetes Spiel. Verstehe nicht, wie man es auch nur ansatzweise mit Fallout oder Stalker vergleichen kann. Das Setting ist ganz gefällig, doch dann hört es schon auf. Der Umfang ist mehr als überschaubar, die Schwierigkeit selbst auf normal viel zu schwer, das Inventar ist winzig und ein Witz und es gibt nur sehr wenig zu entdecken. Ich kann dieses Spiel beim besten Fall nicht empfehlen, da gerade so eben noch durchschnittlich.

Kikko-Man
17. Juni 2025 22:01


Finde klasse, dass Du so ausfuehrlich und gut begruendet Deine Eindruecke schilderst. Das macht das Spiel direkt interessanter.

MadMacs
17. Juni 2025 20:10

Ich habe es ein paar Stunden gespielt und werde nicht warm damit.

Vielleicht mache ich es irgendwann noch mal rein.

joia
17. Juni 2025 13:25

Erst fand ich das Spiel relativ langweilig und habe es nach wenigen Stunden zur Seite.

Dann wollte ich es löschen und dachte: ok, eine Chance noch.

Und dann habe ich es durchgespielt und bin jetzt sogar sehr positiv überrascht aus der Sache raus. Dann kam der Test und den finde ich zwar in vielerlei Hinsicht stimmig – aber bei einigen Sachen fehlt mir der andere Blick.

Das Inventar beispielsweise ist klein – ja. Aber es gibt diese Lagersäulen, die an den wichtigen Stellen zu finden sind und wo man alles, aber auch wirklich alles einlagern kann, was man nicht wieder loswerden möchte. Außerdem bleibt man sehr wohl organisiert – vielleicht eine Erziehungsmaßnahme? Funktioniert.

Die Fertigkeiten finde ich ebenfalls nicht unnütz – im Gegenteil, gerade die Sparte Survival und die Waffenperks sind Gold wert. Ich bin nämlich ein relativ ungeduldiger Spieler und die Perks haben mir dann doch in vielfacher Hinsicht echt richtig weiter geholfen.

Und dann ist da etwa noch die Story – und die ist einfach großartig. Ich habe das Spiel abgebrochen, weil ich erst dachte – ok, ein Schleichspiel. Und da war ich nicht offen für.
Aber beim zweiten Hinschauen, da kam auch diese skurile Story, die Charaktere und die Menge an Entscheidungsmöglichkeiten – die wirklich Spass machen und mich teilweise vor überraschende moralische Herausforderungen gestellt haben.

Und das finde ich das Beste am Spiel und das macht soooooo viel aus: die Entscheidungen die ich treffe wirken sich tatsächlich auf den Spielverlauf und das Ende aus. Ich war so zufrieden nach dem ersten Ende, weil es wirklich “meins” war! Das war mein Weg, das war wie ich es wollte, das Ergebnis stand. Klasse! Sowas schaffen nicht viele Spiele (Expedition 33 war auch so eines, wo das eine Wahlende so herrlich gut gemacht worden ist wie das ganze Spiel).

Und das wäre im Test noch ein schöner Hinweis gewesen – die Story ist gut und entwickelt sich fantastisch nah an den Entscheidungen des Spielers. Bis zum Ende.
Das ist eine besondere Qualität, die mir auch in der Wertung fehlt.