Banishers: Ghosts of New Eden – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Meinung

Steffen Heller meint: Der erste Eindruck war mäßig: ein merkwürdig hohes Lauftempo, Treffer lassen Wucht vermissen und ohne den Kompass mit Symbolen würde ich mich kaum zurechtfinden. Doch die Grundprämisse des Spiels fesselte mich glücklicherweise lange genug an den Bildschirm, um zu sehen, wie Reds und Anteas Abenteuer im Verlauf immer weiter aufblüht. Die Spielwelt wird hübscher und erinnert an die schönen Landschaften aus A Plague Tale: Requiem, die Kampfmechaniken heben sich wohltuend vom Standard ab und durch Rätsel-Elemente wird mein Erkundungsdrang trotz des eher öden Loots kontinuierlich geweckt. Auch wenn es mir manchmal schwerfiel und ich mindestens eine Entscheidung bereue, hätte ich alles dafür getan, um Antea wiederzubeleben. Und zumindest mein erspieltes Ende hat mir sehr getaugt.

Fabiola Günzl meint: Anfangs habe ich mich etwas schwergetan, mit Banishers warm zu werden. Der zähe Einstieg und die repetitiven, zu einfachen Kämpfe ließen meine Hoffnung auf ein cooles Geisterjäger-Abenteuer im 17. Jahrhundert zunächst schwinden. Doch kaum wandelt Antea selbst als mächtige Wiedergängerin an Reds Seite, entwickeln sich sowohl die beeinflussbare, vielschichtige Geschichte als auch die grandios englisch vertonten Charaktere in eine äußerst positive Richtung. Auch erhöhen die Unwissenheit, wie sich meine Entscheidungen wohl auf den weiteren Spielverlauf auswirken werden, und viele kleine Geheimnisse, die sich oft nicht sofort lüften lassen, den Wiederspielwert enorm. Selbst wenn es technisch ein bisschen hakt (Bildrateneinbrüche) und das Kampfsystem wenig fordert, Banishers ist ein Geheimtipp.

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Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Noch ein Nachtrag: Schon witzig, wie sehr das Spiel das Gameplay der letzten beiden God of War-Teile kopiert. Das Leveldesign, mit seinem mal schlauchig, mal etwas offeneren Gestaltung, bei dem regelmäßig Versprünge erklimmt werden müssen oder sich durch enge Stellen gezwängt wird, die Kameraperspektive insbesondere beim Rennen, das regelmäßige Öffnen von Truhen, das Kampfsystem ist zwar deutlich simpler, aber erinnert dank Nahkampfwaffe und Gewehr für den Fernkampf auch an Kratos mit seiner Axt, wie bei GoW ist man mit einem Sidekick unterwegs, den man auch in den Kämpfen zu Tag-Team-Manövern nutzen kann, die immer wieder in kleinen Gruppen auftretenden Gegner, die Punkte, bei denen man kleine Bosskämpfe startet usw. Das Spiel spielt sich in diesen Punkten schon wie ein GoW light.
Spaß macht es mir auf jeden Fall trotzdem. Die letzten beiden GoW haben mir ja auch sehr gut gefallen. Dank der coolen Geisterstory mit den zu treffenden Entscheidungen und Auswirkungen aufs weitere Spiel sowie den Geisterermittlungen und Metroidvania-Elementen bietet das Spiel noch genug Eigenständigkeit.

Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Das Spiel habe ich mir dank des Tests hier schon vor ner Weile im Sale geholt. Ich hatte es auch schon länger auf der Platte installiert, aber doch immer andere Spiele vorgezogen. Dank dem PSN-Ausfall am Samstag habe ich dem Spiel endlich mal eine Chance gegeben und bin bisher doch recht angetan. Nach eher mauen Einstieg im Prolog zieht das Gameplay ordentlich an und macht jetzt richtig Bock. Es läuft auch alles super flüssig, so dass sich das Warten diesbezüglich wohl gelohnt hat. Die Kämpfe machen Laune, könnten aber etwas abwechslungsreicher sein. Die Gestaltung der Level gefällt mir richtig gut. Bisher kein Oberknaller, aber durchaus kurzweilig. Dürfte das nächste gute / sehr gute Spiel der Entwickler sein, die ich insbesondere durch Remember Me, Vampyr und Life is Strange sehr zu schätzen gelernt habe.