Black The Fall – im Test (PS4)

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Gesichtslose Unterdrücker, ein wehrloser Protagonist, melancholisch-menschenfeindliche Szenarien, reduzierte Farben und eine große Bandbreite an ­Umgebungsrätseln – der Limbo-Nachfolger ­Inside beeindruckte vor einem Jahr Spieler weltweit und regte zu zahlreichen Diskussionen rund um das Ende und die Bedeutung der Geschichte an.

In die gleiche Kerbe schlägt Black The Fall vom rumänischen Indie-Entwickler Sand Sailor Studio. Nur die Story ist weniger mysteriös und vermittelt in abstrakten Bildern die Unterdrückung der Bevölkerung im sozialistischen Rumänien, wie Ihr in den letzten Minuten des Spiels deutlich merkt.

Ihr helft Eurem namenlosen und stummen Alter Ego in der Seitenansicht auf der Flucht vor seinen Häschern durch Fabrikanlagen, Sümpfe und eine heruntergekommene Stadt. Die bedrückende Ödnis wird ab und an durch starke Bilder unterbrochen, etwa wenn Ihr die Ruine einer Kirche besucht oder in einem Sarg in einer Leichenhalle untertaucht. Um Tore zu öffnen, ­Selbstschussanlagen zu umgehen und ungesehen an Wachen vorbeizuschleichen, müsst Ihr nicht nur die Umgebung im Auge behalten und klug Schatten und Deckung nutzen. Ab und an behelft Ihr Euch mit zwei Werkzeugen: Früh im Spiel gelangt Ihr an einen Laserpointer, mit dem Ihr aus der Ferne Schalter betätigt und Mitgefangene lenkt. Der Zielstrahl wird an bestimmten Oberflächen abgelenkt, durch feindliche Sichtkegel könnt Ihr nicht hindurchzielen. Außerdem begleitet Euch eine Art ­Roboterhund ein Stück des Weges: Das knuffige Kerlchen dient als Treppe und Gegengewicht, hält großen Belastungen stand und überbrückt elektrische Schalttafeln. Werdet Ihr entdeckt oder fallt ins Wasser, sterbt Ihr – allerdings befindet sich der Rücksetzpunkt meist direkt vor dem aktuellen Rätsel, lange Laufwege gibt es nicht. Habt Ihr Euch durch das Aben­teuer gekämpft, könnt Ihr an jedem Checkpoint starten und so jedes Puzzle separat begutachten.

Optisch orientiert sich Black wie erwähnt an Inside, häufige Ruckler stören jedoch. Der Soundtrack hält sich mit wenigen Soundeffekten und dezenten Klängen im Hintergrund.

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