Borderlands 4 – im Test (PS5)

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Wir empfanden die offene Spielwelt als einen wichtigen Impuls, der der Marke lange gefehlt hat. Wer sich außerdem von Nebenquests gerne ablenken lässt oder Zufallsevents mit Bossbegegnungen mag, der wird hier ebenfalls nun besser versorgt als früher. Da Ihr jederzeit den Schwierigkeitsgrad ändern könnt und Gegner mit Euch skalieren, könnt Ihr aber auch problemlos der Hauptquest folgen. Das gilt insbesondere für den Multiplayer-Part: Ihr könnt ohne Probleme mit einem frischen Helden bei Euren Freunden einsteigen, die bereits die nächsten Hub-Welten erreicht haben.

Auch bei den Schießereien macht die Serie einen Sprung, der hier zwar weniger gravierend ausfällt, aber doch zu einem runderen Spielgefühl beiträgt. Etliche Waffen haben jetzt einen zweiten Lauf für alternative Feuermodi. So werden unter anderem aus Scharfschützengewehren Schrotflinten und Pistolen zu Raketenwerfern. Statt nur Granaten habt Ihr nun einen Cooldown-Slot, den Ihr für andere Waffenfunde wie Miniguns oder diverse explosive Knarren nutzen könnt. Eine Heilspritze auf Knopfdruck erspart Euch außerdem mühevolles Suchen nach Heilitems in Kisten.

Gefechte fühlen sich dynamischer an, da Ihr nun rutschen oder Euch mit dem Enterhaken über das Schlachtfeld bewegen könnt. Ein nettes Detail ist zudem, dass Ihr mit dem Haken auch explosive Fässer aufsammelt, um sie auf Eure Feinde zu werfen.

Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass sich die Gegner­balance insofern geändert hat, dass Ihr nun mit etwas weniger Feinden konfrontiert werdet, aber es dafür deutlich mehr Badass-Vertreter gibt, die ordentlich einstecken können. Das macht es schwerer, wieder auf die Beine zu kommen, wenn Ihr Euch bereits im ”Last Stand”-Modus vor dem endgültigen Ableben befindet.

Eine Balance-Änderung, die wir in jedem Fall begrüßen, ist die geringere Waffeninflation. In den letzten Ablegern wurdet Ihr mit hochwertigen Kalibern nur so zugeschüttet, sodass Ihr fast im ­Minutentakt Eure Knarren ­wechseln konntet. In ­”Borderlands 4” sind epische Funde zu Beginn sehr wertvoll und bis die erste legendäre Waffe von einem Boss gedroppt wird, vergingen bei uns zahlreiche Spielstunden.

Trotz all der Änderungen bleibt Borderlands die Ballerorgie, die Ihr kennt – mit einer Optik, die je nach Biom mal verdammt schick oder nur trostlos wirkt. Auch Performance-Probleme, ­kleinere Bugs oder manch dümmlicher Gag gehören zur Erfahrung, die Langzeit-Fans gewohnt sind. Für zweifelnde Rückkehrer ist also entscheidend, ob Ihr Open-World-Beschäftigungen mögt.

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Steppberger
20. Dezember 2025 23:21

Naheliegende Gründe, warum die Userwertung so niedrig sein könnte:

– durchwachsene PC-Performance (zumindest anfangs)
– Randy Pitchford

Max Snake
20. Dezember 2025 23:07

Klicke auf Metacritic. User Score 4.6 ahah, zerknödel schön rund, werfen es hoch und schießen es ab.

Durandal
20. Dezember 2025 21:49

Habe das nirgends erwähnt. Das Game hat 4.6 Userscore obwohl a) keine Microtransactions drin sind und b) kein Woke vorkommt (da wird gerne Meta-Score gebombt). Da darf man schon mal fragen, warum die gesamte Fachpresse Traumscores gibt, nicht nur die M.
Ich hätte sachlich argumentiert um die 68% gegeben, mein persönlicher Score wäre um die 45% gewesen.

Max Snake
20. Dezember 2025 17:38

Wieso sollte Steffen Borderlands 4 zerreißen?

Er ist nicht seine Aufgabe.

Durandal
18. Dezember 2025 10:04

Für mich die Enttäuschung des Jahres, hätte gerne meine Kohle wieder. Borderlands & Reboot – da war der Hype gross bei mir. Von Reboot sehe ich jedoch nicht mal die kleinste Spur. Das Game bietet Langeweile pur mit einer open World die des Namen nicht würdig ist. Bei den Gegnern kriege ich Brechreiz (die hässlichsten Mechs ever), die Fights sind nach der ersten Spielstunde zum vergessen. Kann die M und ihre Kollegen überhaupt nicht nachvollziehen, das Game hätte es verdient gehabt, von der Presse zerrissen zu werden. Die 4.6 User-Metacritic passen schon.