Bulletstorm – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Das schmerzt umso mehr, als dass Bulletstorm auch außerhalb des Skillshot-Features überzeugen und unterhalten kann. So bleibt die Geschichte um den abgehalfterten Ex-Soldaten und notorischen Säufer Grayson Hunt, der sich auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet, zwar flach und zu jeder Zeit vorhersehbar, bietet aber feinen schwarzen Humor und nimmt sich nur selten selbst ernst. Werdet Ihr beispielsweise in einem Tanztempel in ein hitziges Gefecht verwickelt, während aus den Boxen der Song ”Disco Inferno” dröhnt, macht sich zwangsläufig ein Lächeln auf Eurem Gesicht breit. Wenn der Abschuss eines ­Gyrocopters mit den Worten ”Grüße an die Hindenburg” kommentiert wird, schießen die Entwickler allerdings über das Ziel hinaus. Hinzu kommen peinliche Sprüche, bei denen selbst Duke Nukem die Hände vors Gesicht schlagen würde.

Ansonsten werdet Ihr während der siebenstündigen Kampagne gut unterhalten, auf der Jagd nach Eurem ehemaligen Arbeitgeber erkundet Ihr auf dem Planeten Stygia ebenso abwechslungsreiche wie stimmige Szenarien. Ihr nehmt eine auf den ersten Blick idyllische Hafenstadt auseinander, durchstreift einen Dschungel oder infiltriert einen riesigen Raumkreuzer. Besonders angetan waren wir vom Terror-Dome, einer Art Vergnügungspark, in dem Ihr als vermeintlicher Riese durch eine Miniaturstadt stapft. Sniper-Abschnitte lockern den geradlinigen Marsch durch die Levels auf und bieten ein nettes Detail: Nachdem Ihr den Abzug des Gewehrs gedrückt habt, könnt Ihr die Kugel manuell in das Ziel steuern. Weiteres Highlight sind die zwar seltenen, aber beeindruckend inszenierten ­Bosskämpfe. Zum Ende der Kampagne geht der Schießerei allerdings etwas die Luft aus. Die ansonsten ordentliche ­Präsentation trüben nur kleinere technische Mängel, so werden etwa Texturen oft zu spät geladen.

Neben der Story hetzt Ihr im ’Dead Echo’-Modus unter Zeitdruck durch einzelne Abschnitte der Kampagne und versucht, möglichst viele Skill-Punkte zu ergattern. Den Multiplayer-Modus konnten wir noch nicht anspielen, ein Nachtest folgt in der nächsten Ausgabe.

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