Meinung
Steffen Heller meint: Ich mag zwar die einzelnen Genres, die hier zusammengemischt werden, aber rund fühlt sich Chernobylite nicht an. Die Schießereien sind mies, weswegen ich nur schleichend durch Tschernobyl wandere, und es fühlt sich altbacken an, wenn ich nicht mal über kleinste Hürden klettern kann. Da in der Roadmap bereits neue Gebiete angekündigt worden sind und die Enhanced Edition sicher noch mal die Optik und Atmosphären-Schraube nach oben drehen wird, rate ich zum Abwarten.























Man ist im Übrigen auf der Suche nach der seit 30 Jahren verschollenen Verlobten, die vor dem Reaktorunglück spurlos verschwand… ist sicherlich – technisch gesehen – seine Geliebte, aber nun ja…. 😉
68 – … oha …
Kann ich definitiv so nicht nachvollziehen. Wobei ich es jetzt auf der XSX gespielt habe – und auch erst nach dem Konsolenpatch, der wohl u.a. Speicher-Bugs behoben hat.
Ich habe mir einige Reviews gegeben zu Chernobylite und überall wird von einem Genre-Mix, oder gar wildem Genre-Mix gefaselt. Keine Ahnung ob ich zu alt bin und mein Erinnerungsvermögen schwächelt, aber es gibt da so einige andere Vertreter die nicht so betitelt worden sind oder wären wie in diesem Fall hier. Verwundert mich irgendwie.
Aber geschenkt. Also, wie gesagt, ich habe es auf neuer Hardware gezockt und kann folgendes berichten:
Das Highlight des Spiels ist definitiv die Sperrzone an sich, die sich – auch ohne Next-Gen-Patch (der aber in der Pipeline ist) – absolut sehen lassen kann. Im Zusammenspiel mit der tollen Lichtstimmung entsteht grundsätzlich eine tolle und authentische Atmosphäre.
Der Hauptcharakter und seine Truppe wissen, genauso wie die Quests durchaus zu unterhalten. Ich persönlich hatte da überhaupt keine Ermüdungserscheinungen. Ich würde wohl aber tatsächlich dazu raten es im O-Ton (russisch) mit Untertiteln zu spielen, denn auch das trägt definitiv zur Stimmung bei.
Wenn man mit dem Kauf liebäugelt sollte man sich aber nochmals bewusst machen, dass es sich hier nicht um einen auf Hochglanz polierten AAA-Titel handelt und ebenso nicht um einen Vollpreistitel. Das Spiel ist sicherlich nicht so rund, hat Ecken und Kanten und auch Schwächen, keine Frage. Aber wer mit dem Setting etwas anfangen kann, Bock auf Chernobyl hat (so bescheuert sich das auch irgendwie anhört 😉 sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.
Meta-mäßig haben wir hier eine 75er Wertung stehen und einen Userscore von 8.0 – auf die PC-Version bezogen. Das passt auch so denke ich. Wie gesagt, ich hab es auf der Series X gespielt und alles lief glatt, keine nennenswerten Bugs, Abstürze oder Ähnliches. Auf der Last Gen würde ich abwägen und mich nochmal schlau machen, da sah es – zumindest zum Release – wohl nicht so rosig aus.
Spielzeit beläuft sich wohl zwischen 20-25h, wobei ich 30h gebraucht habe. Also auch ohne zukünftige DLCs (u.a. kostenlose Maps) bekommt man für 30 Euro einen – wie ich finde – ordentlichen Gegenwert.