Chivalry 2 – im Test (PS5)

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Seid Ihr ein riesiger Fan von Nahkampfschlachten, aber bei For ­Honor fehlt Euch die Ego-Perspek­tive und Vermintide bietet in ­seiner PvE-Rattenmetzelorgie ein zu simples Kampfsystem? Der Nachfolger zu den beliebten ­Mittelalterschlachten von ­Chivalry: Medieval ­Warfare ­vereint das Beste aus beiden Welten.

Auf aktuell acht Karten tretet Ihr in Multiplayer-Schlachten mit 40 bis 64 Teilnehmern an. Dabei gibt es zwei Modi: das klassische Deathmatch und ausufernde 15- bis 40-minütige Gemetzel, bei denen ein Team die Burg in mehreren Stufen erstürmen muss, während das andere versucht, dieses am Fortschritt zu hindern. So müssen Tore gestürmt, Gefangene befreit oder Barrikaden in Brand gesetzt werden. Da die Schlachtfelder sich bei jeder Stufe in ein anderes Gebiet verlagern, müsst Ihr Euch immer wieder der aktuellen Situation anpassen, da Truppen zeitweise auch Zugriff auf Katapulte bekommen.

Zum Release stehen Euch vier Klassen zur Verfügung, die Ihr während der Schlacht jederzeit wechseln könnt, solange noch einer der limitierten Plätze frei ist: Fernkämpfer helfen direkt der Front oder kümmern sich um feindliche Schützen. Bei den ­Nahkämpfern habt Ihr die Wahl zwischen dem ausgeglichenen Ritter, der starken Vorhut und den defensiven Fußsoldaten. Für alle Figuren lassen sich mit ­Erfahrungspunkten Unterklassen freispielen, die mit einer weiteren Waffe und kleinen Spezialfähigkeiten daherkommen.

Neben dem gelungenen, chaotischen Schlachtengefühl – Koordination mit Euren Mitstreitern könnt Ihr Euch abschminken – ist das Kampfsystem eine der gro­ßen Stärken, weswegen es schade ist, dass Ihr keine Server suchen dürft, um Euch wie PC-Spieler 1 gegen 1 zu messen. Schwere Schläge, Tritte, Blocks, Finten, Sprint-, Wurf- und Spezial­angriffe sowie Stiche und Ausweich­manöver ­bieten viele komplexe ­Möglichkeiten, Euren Feind zu traktieren. Daraus ergeben sich spannende Duelle, jedoch wird es nicht selten vorkommen, dass aus einer Flanke ein Trupp von fünf Leuten auftaucht und an Euch austestet, wie viele Gliedmaßen ein Mensch zum Überleben braucht.

Obwohl es einen 18er-Stempel hat und viel Blut herumspritzt, nimmt sich Chivalry 2 nicht zu ernst. Mal werft Ihr Hühner auf Eure Gegner, lasst Euch selbst auf einem Katapult mitten in die Gegnermenge feuern oder kämpft brennend und einarmig weiter – Monthy Python lässt grüßen.

Wie der Vorgänger wird auch der zweite Teil zukünftig erweitert. Pferde, kompetitive Modi, eine Pfeilkamera, weitere freispielbare kosmetische Gegenstände und selbstverständlich neue Karten sind bereits angekündigt.

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