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Nicht minder schlagfertig zeigen sich die altgedienten Recken: Die männliche Fraktion um Wrestling-Monster Bass, Ex-Söldner Leon, Ninja Hayabusa oder den ausgeflippten DJ Zack steht für ebenso unterschiedliche Kampfstile wie ihre weiblichen Kolleginnen Hitomi, Lisa oder Helena. Während die einen mangelnde Schnelligkeit mit kraftbasierten Techniken und deftigen Wurfcombos wettmachen, setzen Allrounder wie Jann Lee, Hayate oder Ein auf eine gesunde Kombination aus satten Kicks und rasanten Sprungattacken. Noch flinker das verführerische Doppelpack Kasumi und Ayane – blitzschnelle Fußfeger, Luftsprünge und Ausweichmanöver verlangen nach exzellenten Reflexen. Ganz aus der Reihe tanzt schließlich Schluckspecht Brad Wong: Der Weißschopf betritt den Ring nie ohne vorher zu tief ins Glas geschaut zu haben und überrascht mit abgefahrener ‘Drunken Master‘-Technik.
Um diese reichlich vorhandenen Kloppkünste an den Mann zu bringen, bedient sich Dead or Alive 4 zum großen Teil des serientypischen Kampfsystems: Jeweils ein Knopf für Tritte und Schläge sowie je ein Button für Blocks und Würfe stellen die Grundpfeiler dar. Kombiniert Ihr Kicks und Punches mit Hoch-Tief-Kommandos auf Steuerkreuz oder Stick bzw. lasst Eure Finger in schneller Reihenfolge über Y- und B-Taste fliegen, werden aus den einfachen Moves bald ellenlange Combos. Etwas diffiziler im extrem schnellen Kampfgeschehen gestalten sich die Würfe: Steht Ihr nahe am Gegner, setzt Euer Protagonist zu mannigfaltigen Haltegriffen und artistischen Wurfattacken an; manche Charaktere verfügen über mehr als 20 unterschiedliche Varianten – stets abhängig von geschickten Halb- und Viertelkreisdrehungen und der jeweiligen Position zum Gegner.
Ähnlich komplex das Kontersystem: Zwar blocken Eure Klopper automatisch beim Zurücklaufen, wer jedoch verheerende Gegenangriffe einleiten will, muss sich des X-Buttons und der jeweils angemessenen Richtungstaste bedienen. Hohen Attacken begegnet Ihr mit einem Druck nach schräg hinten oben, tiefe Moves beraubt Ihr via Druck nach schräg hinten unten ihrer Wirksamkeit. Bei Angriffen auf mittlerer Höhe solltet Ihr Euch über die Absichten Eures Gegners im Klaren sein: Erwartet Euch ein Tritt, verwandelt die Richtungstaste nach vorn plus X-Button den drohenden Kick in einen schmerzhaften Kontermove. Bei mittleren Schlägen hingegen löst ein gut getimter Druck nach hinten Eure Probleme auf einen Schlag. Hört sich kompliziert an? Ist es auch! Die wirkungsvollen und demzufolge extrem wichtigen Konter gelingen nur mit viel Training, perfektem Timing und dem nötigen Glück – wer weiß schon, ob Euer Widersacher als nächstes einen Schlag oder Tritt im Sinn hat?









Das war damals wirklich eine Grafikbombe und auch spielerisch war DoA mit dem Focus auf Konter und seinem hohen Tempo immer anders als andere Fighting Games. Ich weiss noch wie ich es auf einem geliehenen 720p Projektor am Releasewochenende damals zockte und aus dem staunen nicht mehr rauskam. PGR3, GRAW & DoA4!
Tolle Zeit 🙂