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Jeder Streiter hat drei unterschiedlich starke Grundattacken, die auf Knopfdruck verbessert werden können, wenn Ihr vorher eine spezielle Energieleiste durch Kampferfolge auffrischt. Das habt Ihr bitter nötig, selbst Standardgegner sind oft lästig: Davon gibt es zwar nur drei Klassen (Knecht, Krieger, Kapitän), doch schon der mittlere Vertreter blockt eine Vielzahl Eurer Standard- Angriffe ab. So entsteht meist eine planlose Rauferei an deren Ende der Feind irgendwann darnieder sinkt.
Auflockerung in Form von Quicktime-Events oder benutzbaren Geräten bzw. Verbündeten wie den Ents findet Ihr bei Die Eroberung nur spärlich. Die meisten Umgebungen spielen sich trotz abwechslungsreicher Optik sehr ähnlich – geographische Eigenheiten kommen selten ins Spiel. Die Solokampagnen dauern nur wenige Stunden, danach verspürt Ihr – abgesehen von Koop-Einsätzen – kaum den Wunsch, sie noch einmal zu bestreiten. Es macht sich schlicht bemerkbar, dass die Eigenheiten von Tolkiens Welt lange nicht so viel Abwechslung ermöglichen wie ein zünftiges SciFi-Szenario.
Etwas interessanter ist der Online-Mehrspieler-Modus: Bis zu 16 Teilnehmer geben sich auf den Schlachtfeldern Saures. Beim Team-Deathmatch prügelt Ihr Euch entweder mit normalen Kämpfern oder ausschließlich prominenten Charakteren – bei ”Capture the Ring” schnappt Ihr Euch das Schmuckstück und tragt es zur Basis. Am meisten Spaß bringt die namensgebende ”Eroberung“, bei der Ihr alle Stützpunkte einer Karte einnehmen sollt – das ist nicht sonderlich originell, wurde aber gut umgesetzt.











Ob Der Herr der Ringe: Die Eroberung Pandemic in den Knie ging, weil sich schlecht verkauft hat?