Doom VFR – im Test (PS4)

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Eine Klarstellung zu Beginn: Nein, Doom VFR ist keine VR-Version vom 2016er-Actionhit Doom, der eine Spielspaßwertung von 86% ergatterte. Es ist nur ein knapp zwei bis drei Stunden langes Spin-off, das Euch durch teils bekannte und teils neue Umgebungen schickt und Euch dabei die ganze Palette blutrünstiger Höllendämonen auf den Hals hetzt. Mit Metal-Musik! Und Blut! Und der Super-Shotgun!

Zieht Ihr Sonys VR-Brille auf, findet Ihr Euch in der bekannten Forschungsstation auf dem Mars wieder, in der die Dämonen ein Massaker unter den Menschen angerichtet haben. Ihr operiert von einem zentralen Labor aus, zu dem Ihr immer wieder zurückkehrt. Von hier gelangt Ihr per Teleporter zu den einzelnen ­Levels – und dann wird simpel und schnörkellos geballert. Doom VFR wirft Euch alle Feinde des Vorgängers entgegen und nimmt dabei nicht wie ­Farpoint Rücksicht darauf, dass Ihr mit einer VR-Brille unterwegs seid. Die Feinde kommen aus allen Richtungen (Schockeffekte gibt es aber nicht), viele Arenen sind mehrstöckig und erfordern viel Navigation. Dabei hilft ein Teleportstrahl, mit dem Ihr Euch auf andere Ebenen beamt. Oder in geschwächte Feinde, die dann zerplatzen und besonders viel ­Lebensenergie hinterlassen.

In puncto Steuerung habt Ihr freie Auswahl: Wer mit dem Pad spielt, zielt mit Kopfbewegungen und entscheidet, ob er sich frei oder in festgelegten Winkeln dreht – die einfachste und eingängigste Art, Doom VFR zu zocken, allerdings auch die mit der niedrigsten Immersion. Mit dem Aim-Controller kommt mehr Mittendrin-Gefühl auf und dank zwei Analogsticks bewegt Ihr Euch trotzdem frei. Hier geraten aber Interaktionen mit der Umgebung (wie das Aufheben von Gegenständen und Aktivieren von Türen) fummelig. Außerdem ist es natürlich schon merkwürdig, dass Ihr den Controller mit zwei Händen führt, während Euer Alter Ego in der linken Hand immer eine Granate oder Zweitwaffe hält, die per Blickrichtung kontrolliert wird. Abraten müssen wir von der Steue­rung via Move. Mangels Analogsticks ist Eure Bewegung hier auf Teleportationen und ­kurze Dashes in vier Richtungen eingeschränkt – das spielt sich so hakelig, wie es sich anhört, und vermiest Euch spätestens in den großen Schießereien den Spaß.
Grafisch ist Doom VFR für ein VR-Spiel richtig gut gelungen, nur solltet Ihr Euch die Monster nicht zu detailliert anschauen. Die Sounduntermalung rockt buchstäblich mit aus Doom bekannten Metal-Riffs und kräftigen Waffengeräuschen.

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