Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz – im Test (Switch)

2
6834
Zurück
Nächste

Seite 2

So erkundet Psaro die Gegend um sein durchaus idyllisches Heimatdorf Rosenbühl, aber auch das finstere Nadiria. Dabei ändern sich regelmäßig die Jahreszeiten und damit auch Eure Umgebung: Im Sommer sprießen hilfreiche Ranken, im Winter frieren Flüsse und Seen zu. Monster laufen deutlich sichtbar herum, eine Berührung führt direkt in den Kampfbildschirm. Bis zu vier Monster kämpfen dort in erster Reihe, vier weitere bilden die Reserve. Die Gefechte werden rundenbasiert ausgetragen und auf Knopfdruck auch beschleunigt dargestellt. Ihr könnt Euren Kreaturen direkte Befehle erteilen, aber auch ­grobe KI-Einstellungen vornehmen. Besiegte Gegner geben Geld und Erfahrungspunkte, trotzdem solltet Ihr nicht jede Kreatur in Grund und Boden hauen. Oft ist es klüger, die witzigen Wesen zum Mitmachen zu überreden: Je stärker Eure Truppe, desto höher ist die Chance, neue Verbündete zu finden.

Ob die Monster dabei aber tatsächlich auch wissen, worauf sie sich einlassen? Immerhin könnt Ihr die Kreaturen nach kurzer Zeit auch miteinander zu ­neuen, stärkeren Wesen mit oft weit besserem Entwicklungspotenzial fusionieren! Die ursprünglichen Typen sind dann zwar weg, aber im besten Fall habt Ihr so einen neuen, mächtigen Verbündeten gewonnen. Ist Eure Truppe ausreichend stark und auch flexibel aufgestellt, wird es Zeit, sie in die Arenen zu schicken: Die verschiedenen Monsterturniere machen einen zentralen Teil des Spiels aus. Drei Runden gilt es jeweils zu bestehen, allerdings habt Ihr im Turnier keine direkte Kon­trolle über Eure Meute: Ihr könnt nur noch grob Befehle erteilen, ansonsten entscheidet die Monster-KI über den Kampfverlauf.

In Sachen Kreaturen schöpft das neue Dragon ­Quest ­Mons­ters aus dem Vollen, ­ganze 523 Kreaturen tummeln sich hier. Ansonsten orientiert sich das Abenteuer vor allem am 8-Bit-Klassiker Dragon Quest IV : Die Welt, so mancher Charakter und auch fast der komplette Soundtrack wurden aus dem 1990 erschienenen Abenteuer übernommen und modernisiert. Ihr erkundet mit frei drehbarer Kamera eine weitläufige 3D-Welt und anstelle von Famicom-Chiptunes lauscht ihr Midi-Arrangements – ob das freilich besser ist, das sei dahingestellt. Gespeichert wird regelmäßig automatisch, einen Kirchenbesuch hat Griesgram Psaro nicht nötig. Eine Nacht im Gasthaus hilft dagegen, alle kleinen und ­großen Monster nach bestandenen Kämpfen wieder aufzupäppeln. Auch ein Besuch beim hiesigen Händler lohnt sich: Mit der richtigen Ausrüstung sind Eure Monster gleich noch einmal so effektiv im Kampf.

Zurück
Nächste
2 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
4. März 2024 16:40

Lag wohl eher am knappen Budget und/oder an zu wenig Entwicklungszeit, als das die Grafik und die schlechte Performance auf das Alter und die technischen Möglichkeiten der Switch zurückzuführen wären.
Das Spiel selbst hatte mir trotzdem überraschend viel Spaß gemacht, auch wenn die Mängel nicht von der Hand zu weisen sind. SMT ist da in allen Belangen die deutlich bessere Alternative.

Rudi Ratlos
4. März 2024 14:22

Feist-flatulierend ist ein feiner Ausdruck 😀 hab das Spiel bei Game Two gesehen, in Bewegung mitunter ganz schlimm. Entweder knappes Budget für die Entwicklung oder die Switch pfeift inzwischen wirklich aus dem letzten Loch…
Kommt eigentlich von Dragon Quest Treasures ein Nachfolger?