Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz – im Test (Switch)

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Schon lange bevor ein gelber Elektro-Nager sein erstes, schüchternes ”Pika” äußern konnte, verliebten sich Japans Rollenspieler in eine bunte, witzige Monsterhorde: Die von Kult-Mangaka entworfene Dragon Quest-Menagerie mit all ihren Slimes, Drakys, Säbelzahnkatzen und Zyklopen stiehlt manchem Helden souverän die Show. So war es kein Wunder, dass bald einzelne Monster der Party beitraten und sich im grandiosen fünften Dragon Quest sogar gezielt fangen lassen! Ebenso ist es wenig überraschend, dass Enix dann 1998 (zwei Jahre nach dem Pokémon-Debüt) mit dem ers­ten Dragon Quest Monsters für Game Boy Color ein eigenes ­Monsterfang- und Zucht-Spektakel an den Start brachte. Tatsächlich war das sogar für die meisten Spieler in Europa der Erstkontakt mit der japanischen Kultserie, als es im Jahr 2000 schließlich als Dragon Warrior Monsters hierzulande erschien.

Seitdem hat es diverse Fortsetzungen gegeben – allerdings so sporadisch, dass man weitgehend annahm, der mittlerweile zu Square Enix fusionierte Publisher hätte die Reihe stillschweigend eingestellt. Umso überraschender, dass mit Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz jetzt tatsächlich eine komplett neue Episode am Start ist: In Japan wird sie als dritter Serienteil gerechnet, auf eine Zahl hierzulande allerdings verzichtet. Im Mittelpunkt steht ein junger Bursche mit dem Namen Psaro – und der hat ein Hühnchen mit seinem Vater zu rupfen. Denn dieser ist niemand Geringeres als der dämonische Chef des Monsterlandes Nadiria. Das macht ihn und ­seine menschliche Mutter bei ihren Mitmenschen nicht allzu beliebt. Die ganze Hühnchen-Rupf-Sache wird durch den unglücklichen Umstand, dass Psaros Vater den Sohnemann mit einem Fluch belegt hat, noch zusätzlich erschwert: Der übellaunige Jüngling ist nicht in der Lage, anderen Monstern auch nur ein Haar zu krümmen! Doch tatsächlich findet er ein Schlupfloch: Als Monstertrainer kann er den lästigen Fluch elegant umgehen – und so rekrutiert er nun Kreatur um Kreatur, um es seinem Vater heimzuzahlen. Unterstützt wird er auf seiner ödipalen Quest von Elfendame Rosi, die es tatsächlich auch mal schafft, Psaro aus seinem adoleszenten Missmut zu holen.

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Tabby
I, MANIAC
Tabby

Lag wohl eher am knappen Budget und/oder an zu wenig Entwicklungszeit, als das die Grafik und die schlechte Performance auf das Alter und die technischen Möglichkeiten der Switch zurückzuführen wären.
Das Spiel selbst hatte mir trotzdem überraschend viel Spaß gemacht, auch wenn die Mängel nicht von der Hand zu weisen sind. SMT ist da in allen Belangen die deutlich bessere Alternative.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Feist-flatulierend ist ein feiner Ausdruck 😀 hab das Spiel bei Game Two gesehen, in Bewegung mitunter ganz schlimm. Entweder knappes Budget für die Entwicklung oder die Switch pfeift inzwischen wirklich aus dem letzten Loch…
Kommt eigentlich von Dragon Quest Treasures ein Nachfolger?