Duke Nukem Forever – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Duke Nukem Forever hat allerdings mehr zu bieten als nur tumbe Ballereien. Oft löst Ihr kleine Rätsel und interagiert mit der Umgebung, um weiterzukommen. Gleich zu Beginn des Spiels sucht Ihr drei Energie­zellen, um ein großes Abwehrgeschütz mit Strom zu versorgen. Die ersten beiden sind schnell entdeckt, die dritte erfordert ein wenig Geschick, denn sie befindet sich in einem Raum, den Ihr nicht betreten könnt. Abhilfe schafft ein ferngesteuerter Spielzeugwagen, mit dem Ihr per Fernbedienung einen Parcours meistert und das Objekt Eurer Begierde schließlich in einen Schacht in der Wand schiebt. An anderer Stelle bringt Ihr einen Container zum Kippen, indem Ihr ihn auf einer Seite mit schweren Fässern füllt. Danach dient er als Rampe, um höhere Gebiete zu erreichen. Schade, dass die Sprungsteuerung schwammig ist, der Duke sich wie ein lebloser Klotz steuert und man öfter mal danebenhopst, das zehrt an den Nerven. Wem die Rätsel- und Shooterpassagen nicht ausreichen, der freut sich auf einige Fahr- und Geschützabschnitte.

In anderer Hinsicht gibt es ebenfalls eine Menge Hirnschmalz zu sehen: Aliens erleichtert Ihr mit Schrotflinte und Raketenwerfer um Gliedmaßen und Köpfe, auch Leichen sind vor Splatterfans nicht sicher und können vollständig zerlegt werden. Die gelegentlich möglichen Exeku­tionen sind dagegen fast harmlos, hier schickt Ihr kniende Feinde nur mit Faust- oder Fußgewalt über den Jordan. So weit, so gut. Verwunderung machte sich aber in der Redaktion breit, als wir auch gefangene barbusige Frauen in den schleimigen Alien­höhlen in ihre blutigen Einzelteile zerlegten. Das ist sogar spielerisch sinnvoll, denn die Damen dienen als Brutstätte für kleine Alien­käfer, die sich an die Oberfläche fressen, wenn Ihr nicht aufpasst – ­Ellen Ripley lässt grüßen. Normale Verbündete lassen sich dagegen von unserer Feuerkraft nicht beeindrucken.

Tabus bricht das Spiel also bei uns in Sachen Gewalt, in Amerika rund um das Thema Sex. So viele knapp bekleidete Frauen, schlüpfrige Sprüche und Zweideutigkeiten haben wir selten in einem Spiel abseits von Leisure Suit Larry gesehen. Die Gags laufen sich allerdings schnell tot. Wenn man einmal durch eine Tür geht, die an den menschlichen Schließmuskel erinnert, mag das witzig sein. Wenn sich das Prozedere zehnmal wiederholt, nicht mehr. Abseits der infantilen Witze erkennt man überall die Liebe zum Detail, welche dem Spiel höchstwahrscheinlich zum langjährigen Stolperstein wurde: Im Vorratsraum des Duke-Burger-Restaurants sind die Dosen mit lustigen Beschreibungen beschriftet, das Duke-Museum zeigt Screenshots aus den alten Spielen und wenn Ihr wollt, betrinkt Ihr Euch in Eurer eigenen Bar oder spielt eine Partie Air Hockey.

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Maverick
1. Oktober 2026 16:49

Ich hatte letztens mal duke nukem 3d world Tour nachgeholt und ich hatte einen mega spass damit.

Forever hätte ich auch gerne gespielt aber da gibt es ja keine ps4/5 version von.

Aber generell würde ich mich mal über einen neuen teil freuen, genau wie von quake.

Max Snake
1. Oktober 2026 15:37

Einmal ausgeliehen. Es hat Spaß gemacht Abseits von Kriegssetting mit den berühmten Duke, auch wenn es doch zu schwer war. Über die Sprüche muss man es mögen oder eher hassen.