Dynasty Tactics – im Klassik-Test (PS2)

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Wem Koeis Strategieschinken der Romance of the three Kingdoms-Reihe immer schon einen Tick zu grübelintensiv und die Kessen-Epen etwas zu seicht waren, der könnte sich vielleicht mit Dynasty Tactics anfreunden. Vor dem Hintergrund der drei Königreiche zieht Ihr mit den drei alten Bekannten Cao Cao, Liu Bei und Sun Cei in rundenbasierte Taktik-Scharmützel, um aufmüpfige Feudalherren Mores zu lehren und Euch zum mittelalterlichen, chinesischen Alleinherrscher aufzu­schwingen.

Zwar erlebt Ihr durch die Wahl eines dieser drei Charaktere einen jeweils abweichenden Storyverlauf, die an­schließenden Spielstunden bieten aber stets dasselbe: Kleine Story-Schnipsel erklären Euch die aktuelle politische Situation und zu erreichende Ziele (z.B. ‘bereite Lu Bu in sechs Zügen eine Niederlage’), auf einer taktischen Karte begutachtet Ihr die Machtverteilung und besucht Eure Städte. In diesen werden Armeen zusammengestellt, Offiziere rekrutiert oder Gesandte mit Auftrag zur Bündnisschließung in die Ferne geschickt. Trifft nach der Beendigung Eures Zugs Euer Heer (das aus maximal vier Einheiten samt deren Befehlshabern besteht) auf eine Feindarmee, geht’s in die Schlacht.

Auf einer in Quadrate eingeteilten Karte führt Ihr mit der jeweils aktiven Truppe Eure Aktionen aus – wer an der Reihe ist, bestimmt die jeweilige Moral. So zieht Ihr je nach Beweglichkeit über das Terrain, greift den Feind mit Bogenschützen aus der Ferne an oder wagt einen Direktangriff, der im günstigsten Fall in den Rücken des Gegners gehen sollte. Am wichtigs­ten aber ist die kluge Verwendung der namensgebenden Taktiken: Je nach Erfahrung und Charakter besitzen Eure Offiziere Listen und Fähigkeiten, die sich einmal je Schlacht anwenden lassen und meist zu massivem Schaden beim Feind führen. Stellt einen Hinterhalt, startet einen Flanken- oder Sturmangriff, nehmt den Gegner gemeinsam mit einer zweiten Einheit in die Zange oder steigert die Moral einer befreundeten Truppe. Schachartiges Vorausdenken verlangt die Kombination bzw. Verknüpfung von Taktiken: Wird der Feind z.B. durch eine Attacke ein Feld zurück gedrängt und gerät in den Wirkbereich einer anderen eigenen Einheit, so löst dies eine weitere Taktik aus – solcherlei Kettenreaktionen lassen tausende Soldaten auf einen Streich fallen. Ist des Gegners Truppe aufgerieben, gibt’s für den Sieger eine Taktik zurück, ist durch Vernichtung des Oberbefehlshabers die gesamte Schlacht gewonnen, dürfen sich die Beteiligten an Erfahrungspunkten gütlich tun und erlernen ab und an eine nagelneue Taktik oder erhalten einen Attribut-steigernden Gegenstand. Habt Ihr Euch an den drei ordentlich langen Kampagnen satt gespielt, dürft Ihr die erlernte Kriegskunst auf zufallsgenerierten Zwei­spielerkarten an einem General aus Fleisch und Blut anwenden.

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belborn
I, MANIAC
Maniac (Mark II)
belborn

War in der Tat ganz nett aber Teil 2 wollte ich trotzdem nicht mehr spielen.