
Seite 2
Auch das ist erst einmal verwirrend, da man zwar zwischen den einzelnen Runden, in denen man eine bestimmte Menge an Dinos töten oder ein Gebiet verteidigen muss, immer wieder die Silhouetten der gegnerischen Exosuits sieht, diese aber nicht zwangsläufig angreifen kann.
Apropos Exosuits: Darin liegt die große Stärke von Exoprimal. Insgesamt existieren (bislang) zehn verschiedene Anzüge, eingeteilt in drei verschiedene Rollen. Tanks halten die Gegnerwellen in Schach und schützen die Mitspieler, Angriff-Suits für Nah- und Fernkampf sind für das Beseitigen der Gegnerhorden zuständig, während Unterstützer die Gruppe zum Beispiel mit Heilung am Leben hält. Jeder Anzug besitzt multiple Fähigkeiten und lässt sich mit bis zu drei aufrüstbaren Modulen verstärken, um sie an Euren Spielstil anzupassen. Dazu steigt Ihr über Match-EP pro Exo-Anzug bis zu 20 Stufen im Rang auf und verstärkt Euren Lieblings-Charakter damit weiter.
Das ist motivierend und die Figuren spielen sich wirklich abwechslungsreich. Wobei: Objektiv betrachtet besitzen viele der Capcom-Kreationen teils recht viele Ähnlichkeiten zu Blizzards Team-Shooter ”Overwatch 2. ”Roadblock” und ”Reinhardt”, ”Zephyr” und ”Genji”, ”Barrage” und ”Junkrat”: Die Übereinstimmungen fallen Spielern beider Games sofort ins Auge.
Ob Zufall oder nicht, die Ähnlichkeiten sind kaum von der Hand zu weisen. Dennoch verleiht Capcom jedem Exosuit eigene Nuancen. Die Steuerung der Anzüge geht übrigens prima von der Hand und in einem Tutorial lernt Ihr alle Rollen sowie ihre wichtigsten Fähigkeiten kennen. Das ist sehr nützlich, da Neulinge ansonsten wohl von den Möglichkeiten des Spiels erschlagen werden. Beim eigenen Tod könnt Ihr jederzeit Euren Helden wechseln und somit erheblichen Einfluss auf den Ausgang einer Partie nehmen. Und sollte Euer Team mal zurückliegen, nicht aufgeben: ”Exoprimal” gibt der unterlegenen Gruppe in Form einer mächtigen Dino-Beschwörung oftmals die Chance, den Gegner zu stören und zu dezimieren. Das mag motivierend für die unterlegene Mannschaft sein, doch für die vermeintlichen Sieger ist der in der eigenen Realität auftauchende Saurier fast schon zu stark. Das sorgt dafür, dass man das Gefühl nicht loswird, dass diese Maßnahme einfach nur künstlich Spannung erzeugen soll.
Gemischt mit der Tatsache, dass die Dino-Sause nur etwas mehr als fünf Maps zu bieten hat, diese sich teilweise oft ähneln und es wie bereits erwähnt nur einen einsamen Spielmodus gibt, geht der Spielspaß schon nach wenigen Runden in den Keller.








