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Ein Super-GAU für Fans des alten Rundenkampfes? Mitnichten. Abhilfe schafft hier das bereits in frühen Previews demonstrierte VATS. Per ‘Vault-Tec Assisted Targeting System’ visiert Ihr Kopf, Rumpf oder Extremitäten Eurer Gegner an, bekommt die jeweilige Trefferwahrscheinlichkeit als Prozentwert angezeigt und reiht je nach AP-Stand mehrere Angriffe aneinander. Der nun folgende, hierzulande bereinigte Gewalt-Exzess (siehe Kasten) wird genüsslich in Zeitlupe zelebriert, wobei die Kameraperspektiven nicht immer glücklich gewählt scheinen. Gerade in engen Räumen seht Ihr so manches Mal faszinierende Studien von der Kniescheibe Eures Charakters. Sind Eure Aktionspunkte verbraucht, schaltet Fallout 3 zurück in den Echtzeit-Modus. Jetzt könnt Ihr, falls möglich, den Rückzug antreten und warten, bis sich Euer AP-Balken am unteren rechten Bildschirmeck wieder aufgeladen hat, oder Ihr stürzt Euch ins Ego-Gefecht. Im Spielverlauf werdet Ihr höchstwahrscheinlich auf eine Kombination aus beiden Systemen setzen.
Als am Ende des Testevents die Spielstände gelöscht wurden, hatte jeder zu wenig Zeit gehabt. Nicht um sich eine fundierte Meinung zu bilden, sondern um alles zu sehen. Selbstgebaute Waffen aus Brotzeitkisten und Kronkorken. Fahrende Händler, deren Waren und Währungsvorrat tatsächlich versiegen können und die sich eine von Euch verkaufte Rüstung selbst anziehen. Dogmeat, der treue Hund, der Euch bei der täglichen Suche nach knappen Ressourcen zur Seite steht. Die geniale Episode in einer schwarz-weißen Simulation des amerikanischen Kleinstadtlebens vor dem Fall der Bomben. Das Hacker-Minispiel, mit dem Ihr Zugriff auf dutzende witzige Dateien und Tagebucheinträge, z.B. über das Toi-lettenverhalten von Museumsmitarbeitern, erfahren könnt. Die teils schrillen Extra-Fähigkeiten von ‘Ladykiller’ für Extraschaden beim anderen Geschlecht bis zu ‘Kannibale’ zum Verspeisen von Leichen.
Nicht zu vergessen das Karma-System, das Euch schon, bevor Ihr einen der zahlreichen möglichen Abspänne seht, eine moralische Quittung für Euren Spielstil präsentiert. Kurz: Fallout 3 ist eine kreative Kernschmelze der Superlative und kann Euch für gut über 100 Stunden bestens unterhalten. Trotz kleinerer Mängel bei der Bedienung und Verbesserungspotenzial bei Gesichtern und der statischen Umgebung ist der Gesamteindruck atom-bombastisch. Viele kleine Geschichten fügen sich mit einer kernigen Ballerspielmechanik zu einem erfreulich erwachsenen RPG. Ein Lob gebührt Bethesda auch für die Übersetzung sämtlicher Texte und die Auswahl der deutschen Sprecher, die im Gegensatz zu Oblivion kaum zu wünschen übrig lassen.











So langsam nervt dieser aufgewärmte Kaffee imo.
Hab F3 am pc gespielt und als goty Edition auf der 360, dass reicht mir persönlich. Teil 5 wäre auch mein Wunsch und jetzt brauch mir keiner mit F76 als alternative kommen, da hab ich auch um die 900 Stunden investiert und es kommt mir aus den Ohren raus.
Was ich mega finden würde wäre dass man konsoleros endlich die ersten beiden fallouts zugänglich machen würde. Denn dass sind zumindest für mich die wahren fallouts und nicht dieser typische bethesda formel open world ego quark.
Zumindest bei Oblivion und Fallout würde ich das Action streichen. Zwar beide mit Echtzeit Kanpfsystem aber man kann beide auch völlig anders spielen wenn man will
Wenn Oblivion schon einen sehr gelungenes Remake (für mich kein Remaster mehr) spendiert bekommen hat, welches Spiel wäre ein würdigerer Kandidat als Fallout 3?
Oblivion, Fallout 3 & Mass Effect. Das sind einfach aRPG Klassiker der Konsolengeschichte!
Dank AK läuft die 360-Fassung ja auf der X, hab da auch schon Bock drauf.
Mein erstes Fallout, natürlich auf PC gespielt. Ich würde es auch heute noch in der Originalfassung eine Runde spielen. Trotzdem hätte ich tausend Mal lieber ein Fallout 5 als jetzt lauter Remaster der alten Spiele…
Falloubst war eher ein Grund, mein Pc aufzurüsten, als auf Konsolenfassungen zu setzen, denn meine Angst bezüglich der ersten X360 und dem Problem, bei längeren Sessions zu schmelzen, sollte nicht so schnell schwinden.
Spielerisch natürlich ein wenig in die Jahre gekommen, da ich aber die Vorgänger nur vom Lesen her kannte und den neuen Werken eine Chance geben wollte, wurde ich insgesamt nicht enttäuscht, im Gegenteil: Humor war voll meins, die Quests völlig Gaga und die Technik für damalige Verhältnisse Top!
Das Kampssystem habe ich zwar nicht mehr so ganz in Erinnerung, wie fummelig es war, klappte dennoch recht gut.