Famicom Detective Club: The Missing Heir & The Girl Who Stands Behind – im Test (Switch)

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Meinung & Wertung

Ulrich Steppberger meint: Als Visual-Novel-Möger war ich auf die text- und dialoglastigen Detektiv-Abenteuer gespannt – da ahnte ich noch nicht, dass sie mir so viel Kopfschütteln und sogar Flüche abringen würden wie schon lange nicht mehr. An der soliden optischen Aufbereitung gibt es wenig auszusetzen, auch die neu arrangierte Musik und die japanischen Sprecher machen ihre Sache gut. Und dass man an die Bedienung bei ursprünglich vor über 30 Jahren entstandenen Spielen nicht die höchsten Komfortansprüche stellen kann, ist logisch – aber was gerade The Missing Heir in Sachen Wegführung und Logiksprüngen veranstaltet, hat meine Geduld immer wieder arg strapaziert. Wenn es eher die Regel statt Ausnahme ist, dass im Zweifelfall alle Dialogoptio­nen mehrfach abgeklappert werden müssen, weil nicht ersichtlich ist, wie man das Gegenüber sonst zur nächsten relevanten Äußerung motivieren kann oder dem einfach so erst beim dritten Mal ein wichtiges Detail einfällt? Das verursacht bei mir nur Frust statt Lust, zumal die anfangs verworren wirkende Story schnell ganz schön vorhersehbar wird. Zum Glück macht es The Girl insgesamt ein großes Stück besser, auch wenn dort solche Situationen nicht gänzlich ausbleiben – umso ärgerlicher, dass Nintendo uns nicht die Wahl lassen will, nur eins von beiden zu erwerben.

Spielhistorisch interessantes Mystery-Abenteuer-Doppel mit leidlich spannenden Storys und groben Kanten.

Singleplayer63
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Grafik
Sound
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