Fighters Megamix – im Klassik-Test (SAT)

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Das japanische AM2-Programmier-Team schickt sein Virtua Fighter-Prügel­konzept zum wiederholten Mal in den Saturn-Ring. Doch anstatt eine neue Mannschaft zu trainieren, lädt Sega die Virtua Fighter– und Fighting Vipers-Teams ein und veranstaltet mit über 20 Charakteren das bislang größte Beat’em-Up-Turnier. Die Straßenvipern setzen ihren Kontrahenten mit gewohntem Manöver-Repertoire zu, Akiras Klopper-Riege hat vor dem Mega-Event noch im Virtua Fighter 3-Dojo vorbeigeschaut, um bei ihren Arcade-Kollegen die neuesten Special-Tricks zu studieren. Mit Standard-Eskapaden und neuen ­Knochenbrechern gerüstet, wird in gewohnter Drei-Button-Manier drauflos geknüppelt: Ihr malträtiert die gegnerische Eckenfratze mit Kicks, rammt Eurem Kon­trahenten Faust oder Ellenbogen zwischen die Texture-Rippen und blockt mit dem A-Knopf Offensiven ab. Wer seinen Widersachern mit Ausfallattacken, Kombos, Würgegriffen oder anderen Spezial-Manövern zusetzen will, studiert in den Virtua Fighter 2– sowie Fighting Vipers-Anleitungen die Special-Listen. Virtua-Profis experimentieren mit eigenen Button-Folgen und flechten vorgegebene Kniffe ein. Neu im 3D-Ring: Wer sich nicht auf die klassische Abwehr­hal­tung verlassen will, nutzt eine Aus-weich-Neuerung, indem er mit Links- oder Rechtstaster in den Hintergrund ­hastet und seinen Gegner umrundet.

Als Veranstaltungsorte hat AM2 altbekannte Szenarien gewählt: Hintergrund-Bitmaps wie Lions Kolosseum und vereinzelte 3D-Objekte stehen noch dort, wo man sie in den Vorgängern verbaut hat. Die Fighting Vipers toben sich wieder im Käfig aus und polieren mit ihren Opfern die Gitterstäbe auf, Segas Virtua Fighter-Helden müssen allerdings auf ihr Podest verzichten: Statt ­dessen wird vor Tekken-ähnlichen Playfield-Ebenen gekämpft, wobei das taktische ”Ring Out” entfällt. Lädieren Euch Computer-Gegner oder ein flinker Freund die Polygon-Knochen, nehmt Ihr die Beine in die Hand und flüchtet über eine flache Pflaster-Textur.

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5 Kommentatoren
Saldekameisenmanngreenwadeneotokyo8BitLegend Letzte Kommentartoren
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Saldek
I, MANIAC
Maniac (Mark II)
Saldek

Last Bronx habe ich mir damals auch gekauft, das Spiel war super. Fighting Vipers hatte auch viele Fans, aber wie geschrieben, Charadesign und die schwache Grafik haben mich damals zu anderen Spielen greifen lassen. Ich liebe die Saturn-Zeit.

ameisenmann
I, MANIAC
Profi (Level 2)
ameisenmann

Ich habe damals mit Kumpel Fighting Vipers recht viel gezockt, aber Megamix nie gekauft. Geld war als pubertierender Spross knapp und es dann lieber in Last Bronx investiert, was auch sehr cool war. 🙂

greenwade
I, MANIAC
Gold MAN!AC
greenwade

SaldekSaldek
das ist kein ableger der Fighting Vipers serie. das ist ein gleichberechtigter crossover zwischen Virtua Fighter und Fighting Vipers.

die grafik ist das einzige manko an Fighters Megamix. Mit der Virtua Fighter 2 grafik wäre es das ultimative fighting game seiner zeit gewesen.

neotokyo
I, MANIAC
Profi (Level 1)
neotokyo

Mal probegezockt ! Aber nie gekauft. Fand es aber irgendwie schon gut damals.

8BitLegend
I, MANIAC
Profi (Level 3)
8BitLegend

Was an VF und dessen Quasi-Ablegern recht nett war, ist der Fokus auf Kampfkunst. Hier und da taucht mal ein Special Move auf, aber im Wesentlichen ist das Kampfsystem noch recht deutlich vom Martial Arts Spirit beeinflusst. Ab Ende der 90er geriet das immer mehr in den Hintergrund und wenn man sich heute ein Soul Calibur VI anguckt, dann kämpft da quasi nur noch rote Farbe gegen blaue Farbe, so zugekleistert ist das alles.

Saldek
I, MANIAC
Maniac (Mark II)
Saldek

Die Saturn- und Dreamcast-Spiele gingen etwas an mir vorbei. Irgendwie stand die Serie immer im Schatten von Virtua Fighter. Das Konzept mit den Rüstungen wegkloppen war ganz interessant, allerdings war das CHara-Design dadurch auch recht eigenwillig. Auch technisch war es nicht auf Augenhöhe mit VF. Mir fehlte da irgendwie immer der Grund auf Fighting Vipers zu wechseln.