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Apropos Autos: Die Fahrzeugmodelle stehen dem in nichts nach und gefallen mit zahlreichen Details sowie akkurat nachgebildeten Cockpits und Schadensmodellen genauso wie ihre Forza Motorsport 5-Kollegen. Wer besonderen Wert auf Realismus legt und die fabelhafte Fahrphysik anpassen will, für den wird jetzt noch mehr gesorgt: Fahrzeugschäden lassen sich auf Wunsch aktivieren. Und wer mag, kann sogar kräftig am Tuning-Setup schrauben.
Im Wettbewerbsaufbau wurde einiges umgestellt: Statt von einem zentralen Stützpunkt aus die Welt gänzlich nach eigenem Gusto abzuklappern, folgt Ihr einem strukturierten Ablauf. An jedem Festivaltag fahrt Ihr nacheinander drei der sechs Ortschaften an und absolviert dort eine Meisterschaft mit jeweils vier Rennen – gewinnt Ihr genug, wartet das Finale um den “Horizon”-Titel (und später eine “Titelverteidigung”). Dabei steht Euch frei, mit welchem Boliden Ihr antretet: Acht Fahrzeugklassen, die in insgesamt 28 Unterkategorien aufgeteilt sind, sorgen für einen schier überwältigenden Umfang. Das beeinflusst nicht zuletzt die automatisierte Kurs- und Wettkampfauswahl: Mit rassigen Sportwagen geht es vor allem auf asphaltierten Rund- und Etappenkursen zur Sache, während Rallye- und Offroad-Vertreter häufiger auch ins Gelände geschickt werden. Wer also gar nichts mit den chaotisch-rasanten Querfeldeinrennen anzufangen weiß, kann diese zwar nicht komplett, aber doch weitgehend vermeiden.
Der nahtlos zugängliche Online-Modus, der erneut u.a. das freie Erkunden der Umgebung erlaubt und eine Handvoll arenabasierte Party-Wettkämpfe wie “Infektion” bietet, sorgt für launige Runden mit Fremden und Freunden. Eine menschliche Note bietet Forza Horizon 2 aber auch für Solisten: Auf der Xbox One wird die Welt nicht mit anonymen KI-Konkurrenten bevölkert. Stattdessen sitzen Drivatare am Steuer, also die aus den Fahrverhalten von Teil 5 und Horizon 2 generierten virtuellen Vertreter echter Spieler. Diese agieren in der Tat spürbar realer als die typischen Gegner anderer Rennspiele mit allen Vor- und Nachteilen: Ist einer Eurer Freunde ein Pisten-Rambo, rempelt er hier auch eher mal – generell ist das Fahrverhalten aber speziell in den Rennen erfreulich fair.







