
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Forza 3 ist zweifelsohne ein feines Rennspiel mit vielen positiven Aspekten – trotzdem wirkt es auf mich, als feilten die Entwickler so lange daran herum, bis der Charakter darunter gelitten hat. Während etwa SHIFT von seiner Intensität und Dynamik lebt, kommt Forza arg klinisch sauber und glatt daher. Über Dinge wie die teilweise künstlich gestreckte Karriere und die undurchsichtige Platzierungsberechnung der Etappen-Wettbewerbe lässt sich streiten. Was aber auf lange Sicht wichtiger ist: Der fabelhafte Online-Aspekt mit den zahlreichen Community-Möglichkeiten wiegt vieles wieder auf. Zum angepeilten Superkracher reicht es in meinen Augen nicht – doch auch Gran Turismo 5 muss erst einmal so gut werden…
Matthias Schmid meint: Eine Huldigung ans Automobil, ein Loblied auf den Rennsport – das selbst gesteckte Ziel hat der Entwickler Turn 10 erreicht. Die Modelle sind top, die Auswahl an Autos gelungen. Ich hätte mir aber mehr noch nie in Rennspielen vertretene Karossen gewünscht. Am Fahrverhalten habe ich nichts zu meckern: Ich spüre das Gewicht und kann z.B. mit PS-Heckantriebsmonstern richtig driften. Letzteres ist auf dem japanischen Bergkurs besonders genial – schön, dass die Kurse ansprechender sind als in Teil 2. Die Präsentation ist konsequent auf edel getrimmt, die Grafik ansprechend – näher an der Realität ist optisch aber das nächste ”Gran Turismo”. Was mich wundert: Warum muss ich (fast) alle Hilfen ausschalten und die Schwierigkeit hochdrehen, damit ich nicht im Schlaf gewinne? Die Rückspul-Funktion dagegen gefällt mir – Frust kommt so nie auf.










