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Zum Glück spielt das ”Wie” hier sehr wohl eine wichtige Rolle. Während Ghost of Yotei sich mit seiner Geschichte nämlich kaum um Innovationen bemüht, macht es einen herausragenden Job, sie zu inszenieren. Atsus Reise ist durchsetzt von großem filmischem Bombast und feinfühligen Charaktermomenten, die Hand in Hand gehen und Euch bis zum Ende Eures Abenteuers an den Bildschirm fesseln. Atsu-Darstellerin Erika Ishii überzeugt mit ihrer tragischen ”Heldin” dabei genauso wie diverse interessante Nebenfiguren. Insbesondere Yotei-Sechs-Chef Fürst Saito hat es uns angetan. Der kommt nämlich nicht etwa als farbloser Bösewicht daher, sondern vielmehr als vielschichtiger und charismatischer Antagonist. Angesichts dieses Umstandes sind wir fast etwas verärgert, dass sich seine Auftritte über weite Strecken auf erinnerungswürdige Vignetten beschränken.
Die filmische Präsentation erfreut übrigens nicht nur im Rahmen der Story, sondern zieht sich durch Euer gesamtes Abenteuer. Es spielt keine Rolle, ob Ihr zur Klinge greift, auf Eurem Ross über weite Blumenwiesen galoppiert oder Rast macht, um ein paar Takte auf Eurer Shamisen zu spielen – Ghost of Yotei lässt Euch ganz vorbildlich in seine Welt eintauchen. Das liegt nicht unwesentlich darin begründet, dass der Titel – vor allem in der Darstellung seiner Landschaft – zuweilen schlicht atemberaubend aussieht. Wie schon im Erstling jagt eine Augenweide die nächste, Yotei setzt hier zudem rein technisch, aber auch in der visuellen Vielfalt seiner Naturpanoramen noch mal eins drauf. Satte Blumenfelder, dichte Wälder, verschneite Berggipfel und mehr laden im Minutentakt zum Einsatz der Screenshot-Funktion oder des erneut komplex angelegten Fotomodus ein. Dynamische Wetter- und Tageszeitenwechsel und eine adaptive Kamera, ganz nach dem Geschmack von Filmliebhabern, runden den gelungenen visuellen Eindruck ab. Makellos ist Ghost of Yotei aber nicht. Diverse Animationen wirken genauso wie manche Mimiken der Figuren hölzern – das hat Death Stranding 2 besser hinbekommen.
Trotzdem: Indem es seine audiovisuell eindrucksvolle Interpretation des feudalen Hokkaido mit tatsächlich historischen Einflüssen und Motiven aus der japanischen (Samurai-)Filmhistorie verwebt, gelingt Sucker Punch erneut die Etablierung einer beeindruckend atmosphärischen Welt.






















Ich finde die Spielspassertung stimmt, ohne sie vorher zu sehen, habe ich genau auf 89 getippt bzw. hätte auch so bewertet.
Was ich mich nun frage, ob ich gleich noch AC Shadows als Dessert nach Yotei holen soll oder ob ich da nur enttäuscht bin was Gameplay anbgelangt??
Ghost of Tsushima vs Ghost of Yōtei | Final Gameplay Graphics Comparison:
https://youtu.be/7ajME2iCnsk
In bestimmten Bereichen ist die Technik bei Yōtei deutlich weiterentwickelt (bspw. bei der Schneedarstellung und Interaktion mit der Spielfigur).
Eine 10/10 für die Grafik kann nicht ernst gemeint sein, die Texturen sind aus der Nähe teilweise sehr matschig, bzw. undetailliert. Ich habe parallel nochmal den Vorgänger gespielt, den ich im Übrigen deutlich besser finde, und “gefühlt” sieht der nicht schlechter aus. Die Unterschiede fallen einem vermutlich erst in einem direkten Vergleichsvideo auf. Aus meiner Sicht ist AC Shadows das deutlich schönere Spiel. Allein die Animationen sind schon eine Klasse besser und viele kleine Details die ich nicht extra aufzählen möchte.
Seit neustem gibt es in Ghost of Yotei unbegrenzte Bildrate mit VRR den passenden Fernseher vorausgesetzt.
Ich werd mit Sucker Punch Titeln nicht warm. Hab auch Tsushima nach ein paar Stunden abgebrochen, Yotei werd ich wahrscheinlich nie spielen. Allerdings war schon Tsushima a) sauber und b) gut designt. Grafisch 10/10? Natürlich sind die Wertungen immer ein Stück weit subjektiv, schon alleine, weil hier der künstlerische Aspekt reinspielt, aber Yotai hat zum Teil auch echt mäßige Animationen, ziemlich billige Cloth Simulation etc. Da sind Dinge bei, die Shadows deutlich besser macht. Die Mimik in Ingame Cutscenes ist dann wiederum oft erschreckend hölzern und wirkt bei Yotei deutlich besser.
IMO beides keine 10/10 (Grafik) Titel, weil beide in bestimmten Bereichen klare Schwächen haben.
Apropos Metroid Prime 4: Der Titel zeigt klar, dass man auch mit veralteter Technik (Grafikpipeline, nicht die Hardware) schöne Ergebnisse hinbekomme kann.
@Eydrian Ich habe mit Begeisterung dein Returnal
Fortschrittstagebuch mitververfolgt, war sehr faszinierend wie du durchgehalten hast.
Ich bin mittlerweile aber auch nicht mehr der jüngste und weiß nicht ob meine Controller Skills noch ausreichend sind für Returnal. Schauen mer mal, ich will aber erst noch Stalker 2 genießen.
Metroid Prime 4 ist im Grunde auf Halo 4 Niveau, wenn man es auf einer Series X spielt, was nicht abwertend gemeint ist: Halo 4 kann wie Prime 4 dank seines visuellen Designs und der fähigen Programmierung auch heute noch grafisch überzeugen.
HALO 4 Campaign | 4K 60FPS | No Commentary
https://youtu.be/_wj0oomEw74?si=p1dMh-zQlTgLPYet&t=326
ich widerspreche dir in keinem punkt.
yotei schärfer, sauberer, polierter und flüssiger (unter anderem) weil shadows technisch anspruchvoller.
für mich ist es nur keine so klare sache solange die kategorie “grafik” heißt und nicht “technische leistung” oder sowas.
metroid prime 4 vs donkey kong bananza fände ich zb auch schwierig obwohl mp4 technisch recht veraltet
Du beschreibst das, was du siehst.
Vom technischen Standpunkt aus betrachtet, ist das, was die Engine von Shadows in ihrer Gesamtheit vollbringt, mehr als das, was Yotei leisten kann, wodurch Letzteres auch weniger anfällig ist für einen solchen Störfaktor.
Du sprichst die Performance an. In Shadows lassen sich viel mehr Objekte beschädigen bzw. zerstören, welche in Yotei nur statisch sind. Natürlich kann so etwas Einfluss auf die Leistung haben. Das ist der Preis, um eine lebendigere, dynamischere Spielwelt zu erschaffen.
(Zerstörung, mit Zeitstempel):
https://youtu.be/b_chI70z1hg?si=cpV9fEvYxaU0_e5s&t=512
An der Stelle im Video siehst du, wie das Pferd im Wasser schwimmt, großartig animiert, während es bei Yotei sich weigert, ins Wasser zu gehen, um zu schwimmen (mit Zeitstempel):
https://youtu.be/b_chI70z1hg?si=RdUi2w9k3A7Uf2T6&t=1666
Die Engine von Shadows muss mehr leisten (u. a. bei der physikbasierten Zerstörung), dementsprechend auch die Hardware.
plattform ist hier doch klar. hier wird ja auf konsole getestet und der pc spielt keine rolle.
ja yotei kaschiert besser dank artstyle aber das ändert ja nichts daran dass es in shadows einfach mehr störenden aufbau gibt.
auch die gründe für mehr frames und sauberes bild sind mir klar aber mir gehts jetzt nur um das was man auf dem bildschirm sieht
würde beiden ne 8-9 geben in relation zu dem was es sonst noch so auf diesen konsolen gibt aber wertungen pff
ich wünschte nur ich hätte tsushima nie gespielt. das hier gefällt mir von dem was ich gesehen habe zwar klar besser aber ist mir einfach zu ähnlich.
vielleicht ja mal shadows bei einem guten angebot und wenn ich meine spiele endlich durch hab 🙂
@spacemookney
Bzgl. Bildqualität und Performance ist das auch eine Frage, welche Plattform bedient wird.
Was die Weitsicht betrifft, so musst du schon ins Detail gehen:
Yotei kaschiert fehlende Details in der Ferne durch seinen Postkarten-Look, während Shadows diese Möglichkeit nicht hat.
Dafür ist aber die Detaildichte bei Shadows bei den Aussichtspunkten höher (Gebäude etc), was je nach Plattform und Konfiguration (PC) zu mehr Pop-Ins führen kann und darüber hinaus. Aber ja, die Panoramas bei Yotei bieten einen schöneren Blickfang.
Generell sticht der Look von Yotei mehr hervor, was es leichter macht, Eindruck zu schinden, während Shadows beim Art Design gewöhnlich wirkt: Es ist vom technischen Standpunkt betrachtet beeindruckend, aber darüber hinaus nicht besonders markant (Colour Grading). Daher würde ich dem Titel auch keine 10 geben (basierend auf der PC-Version).
Bzgl. Grafik, Ghost of Yotei hat Raytraced Global Illumination auf der PS5 Pro mit 60 fps. Bei Spiegelungen gibt’s aber leider kein Raytracing. Technisch sehe ich Assassins Creed Shadows auch vorne. Shadows hat Raytracing bei der globalen Beleuchtung und bei Spiegelungen. Außerdem gibts auch bei den Frisuren zu mindest beim Hauptcharacter einzelne Haare statt Polygon Haare wie bei Ghost of Yotei. Letzten Endes sind beide Spiele technisch gesehen sehr sehr gut und der Art Style von Ghost of Yotei ist halt einfach fantastisch.
bildquali ,hdr und performance dürften in yotei auch besser sein.
oder auch weitsicht und das vermeiden von pop ins
ne 10 würde beiden nicht geben. schon eher zb death stranding 2 und horizon forbidden west.
aber da eben der artstyle mit reinfließt geb ich auch hyper light drifter ne 10 🙂
Genau so sehe ich das auch.
Shadows hat auch die Nase bei der Physik/Zerstörungsmöglichkeit vorne. Die Eis- und Wassereffekte (Regen) sind auch nicht ohne.
Vergleichsvideo:
https://www.youtube.com/watch?v=b_chI70z1hg
Shadows sieht in manchen Aspekten eine Generation besser aus.
Die Wasserdarstellung bei Yotei wäre selbst für die letzte Generation eher Mittelmaß gewesen.
Wo Yotei mehr punkten kann, ist der Art-Style, der die vorhandenen Schwächen übertüncht, wobei dies nicht immer zu gelingen scheint (Wasserdarstellung in einigen Bereichen siehe die Kopfzone beim Wasserfall im Video (Bereich des Wasserfalls oberhalb der Fallzone)).
Naja. Die einige steife Mimik oder Animation ist nun mal ein Haar in der Suppe.
Bis ein möglicher Nachfolger kommt, ist sicherlich die PS6 auf dem Markt. 😆 Da muss die Grafik dann bestimmt wieder noch diverse andere Steigerungen haben.
Bei den Hauptcharakteren fand ich die Gesichter schon sehr stark animiert. Nur bei den Nebenchars sahen sie weniger detailliert aus.
Dafür ist die Grafik der OW mit den fantastischen Lichteffekten ein Traum. Darauf bezieht sich vermutlich auch die hohe Wertung. Aber ja, eine 9/10 für die Grafik wäre sicherlich auch okay gewesen, zumal ja z. B. ein AC Shadows bei den Spiegelungen zumindest aus meiner Sicht die Nase vorn hat.
@Eydrian: Nach MP4 geht’s für mich auch zurück in die Stalker-OW. 😊
Bei einer 10 für die Grafik sollte ein Titel schon frei von Schwächen sein, die nicht offensichtlich in Erscheinung treten, was bei den Animationen der Fall ist. Hier wäre eine 10 sicherlich für einen möglichen Nachfolger besser aufgehoben, der das dann besser macht.
Oha! Noch ein zukünftiges Returnal-Opfer! 😆 Egal, ob Du es am Ende lieben wirst – auf jeden Fall wirst Du es hassen!
Und zu Stalker: Ja! Sie haben es innerhalb eines Jahres wirklich hart gefixet. Hut ab! „Leider“ muss ich jetzt erstmal MP4 zocken, bevor ich weiter in der Zone abtauche…
Spielspass-Garant. Nur die Birnen enttäsuchen etwas. Mir hat es einiges besser als Teil 1 gefallen. Etwas doof habe ich es nicht mit Extra-Blut gespielt. Habe das erst in der M gelesen und habe es in den Optionen völlig verpasst.
Ich habs zu Release günstig geschossen für 59 ocken und habs halt hier rumliegen.
Wollte aber lieber erst mit Stalker 2 anfangen wo ich nun auch bei 70 spielstunden liege und mir bisher nicht ein einziger bug oder bluescreen untergekommen ist.
Und danach hab ich mir fest vorgenommen Returnal anzugehen auch wenn ich davor irgendwie leicht schiss bzw angst habe🤔
Ich hatte auch sehr viel Spaß beim Erkunden der Welt. Die Story hat mir um einiges besser als bei AC Shadows gefallen. Da ging es mir zudem zu sehr um das Ausschalten von irgendwelchen Zielen. Bei Ghost haben mich auch die Nebenmissionen bestens unterhalten.
Ich habe dank des Tipps von Olli erst auf schwer angefangen, dann aber doch auf normal gestellt. Hat mir vom S-Grad völlig gereicht.
Grafisch ist das Spiel der erwartete Augenschmaus, bei AC Shadows fand ich die „dynamische“ Pfützenbildung nach Regen in Verbindung mit den ganzen Spiegelungen aber deutlich beeindruckender.
Ich spielen es gerade mit viel Freude trotz meine nervigen Dual Sense Controller Drift.
Atsu Rache Motiv wirkt in einige Aspekte Greifbarer als der frühen Held.
Auch wenn es die Mission repetitiv wirkt, kaschiert Sucker Punch gekonnt ein ohne mich zur langweilen. Die Kämpfen und schleichen macht Laune, da schalte ich die Schwierigkeit auf Normal. Bei 1 gegen 1 Kämpfe verlieren sonst die nerven, aber cool inszeniert.
Und die Grafik sieht fantastisch aus.