Octopath Traveler 0 – im Test (PS5 / Xbox Series X / Switch 2)

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Nach dem fantastischen Octopath Traveler II kehrt Square Enix aus der Welt Solistia jetzt nach ­Orsterra zurück, dem Setting des Seriendebüts von 2018. Wie der Name bereits andeutet, spielt Octopath Traveler 0 noch vor dem Erstling und erzählt die ­Geschichte des kleinen Dorfes ­Wishvale und dreier grausamer Herrscher. Die sind auf der Suche nach einem göttlichen Ring und machen dabei vor nichts halt, bald ist Wishvale ein Raub der Flammen. Eure Hauptfigur, die Ihr kurz zuvor selbst in einem flexiblen Editor erstellt habt, schwört ­Rache. Aber Vergeltung ist nicht alles, ebenso gilt es jetzt, ­Wishvale wieder aufzubauen. In zahllosen kleinen und großen Quests folgt Ihr den unterschiedlichen Storysträngen, werdet stärker, findet Bewohner für das neu ­auflebende Wishvale und natürlich frische Verbündete im Kampf gegen Eure Feinde – darunter auch manch ­bekanntes Gesicht.

Ganz neu ist Octopath Traveler 0 dabei nicht, das Spiel basiert lose auf dem mittlerweile abgeschlossenen Mobile-Ableger ”Champions of the Continent” der über Jahre hinweg kontinuierlich erweitert wurde. Figuren gab es per Gacha-System-Verteilung – davon ist im Vollpreisspiel natürlich nichts mehr zu merken. Das Abenteuer gestaltet sich hier nicht nur enorm umfangreich, sondern vor allem auch aus einem Guss. Die Spielstruktur unterscheidet sich stark von den beiden zentralen Serienteilen: Wo Ihr in diesen jeweils der individuellen Geschichte von acht höchst unterschiedlichen Protagonisten gefolgt seid, habt Ihr nun eine zentrale Hauptfigur, um die sich alles dreht. ­Insbesondere der Auftakt wirkt wie aus dem Rollenspiel-Lehrbuch: Ihr seht jede Wendung meilenweit kommen, trotzdem funktioniert die in einzelnen Missionen erzählte Geschichte gut und gibt Euch die richtige Motivation, um Euch in Rache und ­Wiederaufbau zu stürzen. Diese Elemente sind intelligent verzahnt: Ein stetig wachsendes Dorf gibt nicht nur eine heimelige Basis ab, sondern hilft Eurer Truppe auch mit diversen Buffs. Im Kampf kommt der Octo-­Aspekt dann wieder deutlich durch, mit ganzen acht Figuren stellt Ihr Euch dem Feind. Die vier Streiter in der ersten Reihe agieren, die im zweiten Glied regenerieren sich derweil und laden ihr Aktionspotenzial auf. Die ­Boost- und Break-Mechaniken der Vorgänger sind hier wieder voll aktiv: Ihr sammelt Aktionspunkte und brecht die Deckung der Gegner mit den richtigen Waffen und Element-Angriffen, um dann gewaltige Attacken loszulassen.

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moshschocker
12. März 2026 13:21

Also ich habe das Dingen wirklich komplett ausgelutscht, wie es mehr nicht geht. Inklusive Secret Bossen, geheime Enden usw.
Was da abgefeuert wird zum Schluss am Secret Ende war für mich wirklich magisch. Die Dialoge und Geschichten sind wirklich unheimlich gut geschrieben. Auf der PS5 lief das Spiel wirklich super gut. Auf der Pro sogar mit 120 fps, was echt hübsch aussah. Der Soundtrack ist phänomenal, was ich im Gegensatz zu Trails in the Sky 1st Chapter grade erst recht bemerke.
Kurzum muss ich echt sagen: Das Spiel wurde hier nach meiner Einschätzung nach unterbewertet. Das Dingen ist ein echter JRPG Banger mit emotionalem Storytiefgang, tollen Charakteren, die man allesamt ins Herz schließt, schönes Housing. Der erste Teil war damals eine Blaupause, und Zero rundet das Dingen nicht nur ab, sondern hievt das Dingen auf ein komplett neues Level. Das die Serie mal an diese Qualität ran kommt, hätte ich nach dem Erstling nicht erwartet. Sowohl Trails in the Sky 1 Remake und auch Dragon Quest VII Remake kommen hier nicht dran meiner Meinung nach. Man muss fairerweise aber auch dazu sagen, dass man das Spiel schon wirklich sehr ausreizen muss, um das genau zu erkennen. Ich frage mich, ob Thomas Nickel dazu überhaupt die Zeit und die Chance hatte. Die 83% sind eine nette Wertung, die dem Spiel jedoch nicht gerecht werden. Wenn Trails und Dragon Quest über 85 bekommen, liegt das hier bei glatten 90%, die es auch wirklich verdient hat. Die “nur” englischen Texte haben mich garnicht gestört, wo ich anfangs aber doch skeptisch war.
Also ein absolutes Highlight und für mich (in der Qualität) auch eine echte Überraschung. Und Leute, wenn ihr mal Hand anlegen solltet, dann achtet mal auf manche Stücke des Soundtracks. Einfach wunderbar. Die Maniac schrieb, dass es ein RPG zum Wohlfühlen ist, und das stimmt absolut. Und die fantastische Musik trägt definitiv ihren Teil dazu bei.
Bin echt verliebt in dieses Spiel!

Max Snake
12. März 2026 10:12

Ys X Proud Nordics kommt für PS5 und Switch 2.

Die Sprachtexte ist auf Deutsch wählbar.

https://www.nintendo.com/de-de/Spiele/Nintendo-Switch-2-Spiele/Ys-X-Proud-Nordics-2997922.html?srsltid=AfmBOorUoZ6iHcz2T-fcxzHzgK2VBFr9Zmlk_r6XvSq_LVtgn09iyCh_

Ansonsten wie Thomas Nickel geschrieben hat Test in der nächsten Ausgabe Print.

hnh4u
12. März 2026 8:21

@Thomas Nickel

Origins ist, meine ich, auch in deutsch. Bin nicht sicher.
Aber ist die Switch Version von Ys X auch in deutsch? Dachte, nur die 2witch Version.

Max Snake
11. März 2026 12:04

Neon Blood hat einen furchtbaren deutschen Übersetzung, die anscheinend durch KI übersetz wurde, statt zweimal hinzu schauen.

SonicFanNerd
11. März 2026 11:26

Was die Übersetzung angeht:
Sicher wäre es besser, wenn die Hersteller min automatische (ai-basierte) Übersetzungen anbieten würden. Natürlich noch besser, wenn statt dessen echte Menschen dran arbeiten.

Aber kurzer Gedankengang dazu:
In Zeiten von Smartphones ließen sich diese doch als second Screen mit Übersetzer-Software nebenher laufen lassen, die den Screen einfach einfangen und übersetzen, oder?
Ich selbst habe das noch nie gemacht, aber es erscheint mir als eine Notnagel-Losung ggf. .
Aber vermutlich ist das dann mit dem Handling zu unpraktisch?
Und ja, als Standard-Lösung sollte sowas nicht dienen. Sowas sollte halt direkt ins Spiel.
Aber wenn man “unbedingt” ein Game spielen möchte und (englische) Sprache die Hürde ist, dann könnte man das ja mal mit nem entsprechenden Smartphone und Software ausprobieren. Zumindest bei Spielen mit entsprechend starren Sprachboxen. Bei dynamischen Untertiteln und schnellen Bewegungen im Spiel ist das sicher keine tolle Option.

Ich mein; selbst Nintendo hatte auf der Switch ihren Voice-Chat in der App ausgelagert. Keine Ahnung, ob das wer genutzt hat. 😊

Max Snake
11. März 2026 10:24

Ich hatte im laufenden der Zeit viele Rollenspiel mit englischen Übersetzung in Angriff genommen und kommen aus heutigen Sicht besser klar als früher.

hnh4u
11. März 2026 9:29

Kein Deutsch, kein Kauf. Klares Signal.

Auch wenn viele argumentieren, Schulenglisch reicht, das ist so lange her bei mir, das ist kein Schulenglisch mehr. Hinzukommt, lesen, im Kopf übersetzen, das ist mir mittlerweile zu anstrengend bei den heutigen JRPS. Darum verzichte ich auch, leider, komplett auf Ys auf Switch.

kraftw33rk
9. März 2026 18:20

Ich wollte eigentlich auch schon längst ins Spiel einsteigen, aber die “nur englisch” Sache schreckt mich ab 🙁