Ghost Recon: Wildlands – im Test (PS4 / Xbox One)

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Meinung

Tobias Kujawa meint: Leider lässt mich ­Ubisoft meine KI-Buddys nicht optisch verändern. Zu gerne hätte ich meinem Terry-Crews-Verschnitt drei weitere ”Expendables”-Helden an die Seite gestellt. Ich stimme Denis zu, solo funktioniert Wildlands überraschend gut. Sein wahres Spaßpotenzial entfaltet es aber erst kooperativ. Mit Kumpels muss ich mir nicht den geistigen Dünnpfiff der CPU-Kameraden anhören (Wer ist für diese Witze verantwortlich?), kann verrückte Aktionen planen und vor allem bei einem Kollegen spawnen, ohne dass die Mission scheitert, wenn ich sterbe. Irgendwann nutzt sich das Spielprinzip leider ab, dann reise ich nur noch von Hauptmission zu Hauptmission, weil mir die Fertigkeitenpunkte und neuen Waffen nicht genügend Vorteile bringen, um den Aufwand zu rechtfertigen.

Denis Kuckmann meint: Ich habe Wildlands solo bestritten und war überrascht, wie gut es ohne Mitspieler funktioniert: Die KI-Kameraden unterstützen mich nicht nur bei Schießereien, sondern auch beim gezielten, lautlosen Ausschalten von Gegnern. Schleichen klappt sogar besser als etwa in Metal Gear Solid V; guter Minimap, flexibler Kamera und Drohne sei Dank. Doch auch der Action-Weg macht aufgrund fordernder Feinde Laune. ­Zwischen den abwechslungsreichen ­(Neben-)Missionen staune ich immer wieder über wunderschöne Panoramen in der vielgestaltigen, glaubwürdigen Spielwelt – so lege ich selbst längere Strecken gerne ohne Schnellreise zurück, zumal das Erkunden mit Storyschnipseln und Charakter-Upgrades belohnt wird. Frech für ein Vollpreis-Spiel: Die ständigen ­Hinweise auf den Shop, in dem Waffen und Outfits für horrende Echtgeld-Summen angeboten werden.

Sascha Göddenhoff meint: Kooperativ ist die Kartell-Zerschlagung ein einziges Fest: Sobald ich mit nur einem Kumpel zusammen spiele, bietet Wildlands eine Dynamik und Vielfalt an Vorgehensweisen, wie ich sie mir immer gewünscht habe. Story und Missionen liefern den Spielplatz, auf dem geplante Aktionen ebenso gut oder schlecht funktionieren können wie wildes Ballern. Ich fühle mich nie in eine Richtung gedrängt, dank vieler Waffen und Ausrüstungsteile stehen stets beide Wege offen. Dadurch bekommt die permanente Jagd nach ­Upgrades, neuen Knarren und Zubehör eine Relevanz, denn schließlich bringen mir zusätzliche Fähigkeiten tatsächlich neue Optionen, die unzähligen Haupt- und Nebenmissionen zu bestreiten. Grafisch begeistert mich das virtuelle Bolivien mit seiner organischen Struktur und Detailverliebtheit – da verzeihe ich kleinere Bugs, ohne mit dem Abzugsfinger zu zucken. Solo fällt der Spaß für mich dagegen deutlich ab, weil mir im Verbund mit den KI-Kollegen zu viele spielerische Möglichkeiten abgehen.

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