Guitar Hero 5 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Activision kennt keine Gnade: Bis Ende des Jahres werden Musikspiel-Zocker nahezu im Monats­takt mit Nachschub versorgt, der mal mehr (DJ Hero), mal weniger originell (Band Hero, Guitar Hero: Van Halen) ausfällt. Am Anfang dieser Flutwelle steht mit Guitar Hero 5 die offizielle Fortsetzung der etablierten Marke, die dem erfolgreichen Grundkonzept konsequent treu bleibt: Wie gehabt schnappt Ihr Euch Gitarre, Schlagzeug oder Mikro und spielt damit auf Euch zukommende bzw. vorbeiscrollende Notenabfolgen nach.

Das ist bewährt und spaßig wie immer, Guitar Hero 5 wagt aber einen überraschenden Schritt, der vieles ändert: Die Besetzung der Band ist nicht mehr strikt vorgegeben. Soll heißen, die maximal vier Mitglieder können sich jetzt frei aussuchen, welches Instrument sie spielen wollen. Keiner hat Lust auf Gesang? Kein Problem, es geht auch mit zwei Bassisten. Drei Schlagzeuge im Haus? Auch das funktioniert einwandfrei. Jede denkbare Kombination ist möglich und wird auf der virtuellen Bühne im Hintergrund korrekt dargestellt. Lediglich die Platzaufteilung des Bildschirms wirkt beengt, wenn vier Notenbahnen nebeneinander liegen, dieses kleine Manko wiegt die neue Musizier-Freiheit aber locker auf.

Abgesehen von dieser grundlegenden und willkommenen Änderung wird mehr Abwechslung und Zugänglichkeit geboten: So steht nun eine Party-Variante zur Verfügung, bei der Mitspieler jederzeit unkompliziert ein- und aussteigen können. Vergreift sich ein Bandmitglied zu oft im Ton, wird nicht gleich der ganze Song abgebrochen, sondern die anderen haben die Chance, ihren Kumpel durch gute Leistungen wieder zurückzuholen.

Die starre Karrierestruktur des Vorgängers wurde aufgebrochen und an Rock Band 2 orientiert: Ihr spielt in verschiedenen Clubs und Konzerten und sammelt dort bei Songs Sterne, die nach und nach mehr Orte freischalten. Neben der punktebasierten Belohnung wartet jeder Titel mit einer Herausforderung auf, die u.a. neue Klamotten und weitere Sterne bringen. So soll etwa der Schlagzeuger eine Mindestzahl an Beckenschlägen oder Pedaltritten treffen oder der Gitarrist seine Starpower mehrfach aufladen. Diese Aufgaben sind meist an ein ­Instrument gebunden oder gelten auch mal für die ganze Band und erfüllen erfolgreich ihre Rolle als Motivationsanheizer. Launig gestalten sich ein Dutzend Duell-Spielarten, bei denen sich z.B. der Schwierigkeitsgrad dynamisch Eurer Leistung anpasst oder nur perfekte Abschnitte bepunktet werden. Allerdings müssen dafür in der Regel alle Teilnehmer das gleiche Instrument benutzen.

Apropos Instrumente: Guitar Hero 5 ist mit fast allen aktuellen Klampfen und Schlagzeugen kompatibel. Zur Veröffentlichung des Spiels gibt es nur ein Bundle mit der World Tour-Gitarre, die etwas robustere und quietschfreiere Neuauflage bleibt amerikanischen Käufern vorbehalten. Ein spürbar verbessertes Drumset erscheint zudem erst Anfang November zusammen mit Band Hero.

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