Guitar Hero: Van Halen – im Klassik-Test (360)

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Mit Van Halen geht das derzeit letzte offiziell angekündig­te Guitar Hero an den Start und zeigt – je nachdem, wie dick die Gläser der aufgesetzten Fanbrille sind – einige Ermüdungserscheinungen. Die Entwicklung wurde an Underground Development (eins der B-Studios von Activision) abgegeben, was man der Qualität der Notenbahnen zum Glück nicht anmerkt: Diese überzeugen vor allem bei den Gitarrenparts, was angesichts der namensgebenden Band besonders wichtig ist. Weniger imposant gestaltet sich der Rest, denn Guitar Hero: Van Halen erscheint zwar nach Guitar Hero 5, basiert aber auf der davor verwendeten Technologie: Konkret heißt dies, dass Komfortfunktionen wie die freie Zusammenstellung der Instrumente oder das Retten von versagenden Bandmitgliedern fehlen. Das wirkt sich auch auf die Karriere aus, die diesmal besonders stark auf eine bloße Nummernrevue reduziert wurde und für jedes Instrument einzeln angegangen werden muss.

Van Halen sind seit 35 Jahren aktiv und galten während der Achtziger als erfolgreichste Hard-Rock-Band, in den letzten Jahrzehnten machten sie dagegen eher mit allerlei Querelen Schlagzeilen – nur werdet Ihr davon im Spiel nichts merken. Band­spezifische Extras fehlen, außer­dem tritt nur das derzeit aktuelle Musiker-Quartett inklusive Ur- und Jetzt-­Sänger David Lee Roth auf. Die rund 25 Songs stammen aus dem Zeitraum zwischen 1978 und 1984: So ist u.a. die Megahymne ”Jump“ dabei, Lieder mit den anderen Frontmännern Sammy Hagar und Gary Cherone (von der Band Extreme) sind dagegen außen vor. Zumindest bei Ersterem ist das schade, denn Hits wie ”Why Can’t This Be Love?“ fehlen spürbar.

Aufgefüllt wird das Sortiment von einer etwas kuriosen Gästetruppe, denn Interpreten wie Third Eye Blind oder Blink-182 mögen auf den ersten Blick gar nicht zu den Altrockern passen. Tatsächlich fügen sich ihre Songs mit wenigen Ausnahmen aber gelungen ins Klangbild ein. Trotz zweifelsohne vorhandener Qualitäten ist Guitar Hero: Van Halen ein Fall für altgediente Fans der Band und Sammler, was auch Activision erkannte: In den USA bekamen nämlich Käufer von Teil 5 Van Halen gratis dazu – wir müssen dagegen löhnen.

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