Halo 3 – im Klassik-Test (360)

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Den eigentlichen Spielspaß mindert dieser Negativpunkt aber kaum, schließlich definiert sich das Shooter-Schwergewicht seit jeher nicht ausschließlich über die Grafik. Aufgefallen ist uns zum Beispiel das elaborierte Gegnerverhalten: Aliens entgehen gekonnt Euren Granaten, verschanzen sich hinter Kisten oder Wrackteilen und weichen auch schon mal zurück. Habt Ihr einem Brute-General die Rüstung zerbröselt, tritt der den Rückzug an oder rastet gar völlig aus – dann rettet Euch nur ein flinker Schritt zur Seite vor seinen tödlichen Prankenhieben.

Wie sich die Gegner Eurem Spielverhalten anpassen, hängt zudem vom Schwierigkeitsgrad ab: Während es uns auf ’Leicht‘ möglich war, ohne zu schießen an vielen Feinden vorbeizueilen, leisten die Burschen auf ’Normal‘ schon richtig Widerstand – einige richtig knackige Passagen inklusive. Wer ’Heroisch‘ auswählt, kann sich auf deutlich aggressivere und treffsichere Schergen gefasst machen, auch die Zusammensetzung der Feindgruppen ist dann happiger. Dank zahlreicher, gut gesetzter Rücksetzpunkte bleibt‘s aber meist fair. Knüppelharte Zocker schließlich wagen sich an den ’legen­dären‘ Schwierigkeitsgrad, akzeptieren ­unzählige Tode und sollten enorm frustresistent sein. Demzufolge ­variiert auch die Spielzeit von Halo 3: Seht Ihr auf ’Normal‘ den Abspann bereits nach zirka acht Spielstunden, solltet Ihr schon bei ’Heroisch‘ ungefähr zwölf veranschlagen. Habt Ihr Euer Können falsch eingeschätzt, dürft Ihr jederzeit den Schwierigkeitsgrad ändern – lediglich das aktuelle Kapitel muss dann noch einmal gestartet werden.

Wie schnell Ihr im Spiel vorankommt, hängt natürlich auch von der Wahl der Waffen ab: Halo 3 bietet eine solche Vielzahl an unterschiedlichen Witwenmachern – da kommt jede Spielernatur (Rambo vs. Sniper) auf ihre Kosten. Egal, ob durchschlagender Alien-Laser, herkömmliche Projektilknarren oder Nahkampfwaffen – dank einiger Neuzugänge im Arsenal ballert Ihr abwechslungsreicher denn je. Wie schon in den Vorgängern dürft Ihr nur zwei Knarren gleichzeitig mit Euch herumtragen, alle weiteren Infos zu den Bleispuckern findet Ihr im Extrakasten auf der vorhergehenden Doppelseite. Hinzu kommen der herzhafte Kolbenschlag sowie der Einsatz von Granaten – oftmals sind die explosiven Eier der Schlüssel zum Erfolg. Wirklich neu an Halo 3 sind die zahlreichen ­Gegenstände bzw. Power-Ups, die Ihr auf X-Knopfdruck aus dem Ego-Rucksack zaubert: Macht Euch für einige Momente unverwundbar, haltet ­Projektile mit der Schildblase auf (auch grafisch ein Genuss) oder tarnt Euch. Weitere transportable Gimmicks sind ein automatisches Geschütz, ein Energieschild, die Blendgranate oder der Energiesauger ’Power Drain‘ – dieser wirkt gegen Mensch und Maschine.

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26. Oktober 2024 10:10

Immer noch eines meiner liebsten 360 Spiele.
Ab Teil 4 fehlt dann aber leider die Bungie DNA, was der IP leider nicht gut getan hatte.

captain carot
26. Oktober 2024 0:05

Die Syncro ist ein Thema für sich 😅

Die Grafik ist in vielen Punkten nicht die beste, aber wie geschrieben bei der Ausleuchtung und dynamischen Lichtquellen sehr stark für die Generation.

Was den Gebieter angeht, die Abschnitte in Teil 2 kamen ja anscheinend nicht so gut an. Ich hab nie verstanden warum.

Max Snake
24. Oktober 2024 16:53

Halo 3 war neben Gears of War der Pflichtkauf für den 360. Trotz knappe Spiel Umfang, menge Spaß gehabt.

Rudi Ratlos
24. Oktober 2024 16:20

„ Aber man wollte den Master Chief nicht als Maskottchen verlieren“

Das habe ich ehrlich gesagt nie verstanden. Ich hab Halo trotz des MC gespielt, nicht deswegen. Die Figur ist imo komplett blass und eine der uncharismatischsten in einer großen Franchise 🤷‍♂️

Peinlich auch, wie gottlos scheiße die Synchro von Halo 3 damals war und man nicht im O-Ton spielen konnte. Ziemlicher Downer damals, aber das Spiel war im Co-Op dennoch ganz nett.

ghostdog83
24. Oktober 2024 15:39

Den Titel hatte ich damals aus großer Vorfreude sowohl in der Limited Edition als auch Legendary Edition zu Release gekauft und war am Ende von dem fertigen Produkt auf hohem Niveau enttäuscht. Grafisch als auch spielerisch hatte ich einfach mehr bzw. was anderes erwartet. Nachdem Gears of War gezeigt hat, was grafisch auf der 360 möglich war, wirkte Halo 3 dagegen leider wie ein Halo 2,5. Spielerisch hatte ich mir erhofft, den Gebieter wieder steuern zu können (abseits vom Co-Op), der in Teil 2 dank seiner Stealth-Fähigkeit und den Perspektivwechsel (Einblicke in die Allianz) frische Facetten bot, sympathisch war. Ebenso habe ich die Dual-Needle aus Halo 2 vermisst, die in ihrer Wirkung äußerst befriedigend war, einen Gegner (vorzugsweise Brute) beidhändig mit Nadeln vollzupumpen und zuzusehen wie sie explodieren. Der Umfang hätte auch etwas höher ausfallen können.

In den Jahren hat sich meine anfängliche Ernüchterung in eine zunehmendere Wertschätzung gewandelt. Halo 3 ist sehr gut gealtert (mit Abstrichen bei der Grafik).

captain carot
24. Oktober 2024 15:39

Das ist eines der Probleme. Halo 3 war ein guter Abschluss, auch mit dem offenen Ende für John und Cortana. Wobei man da ja eh wusste, dass Cortana nicht ewig existiert.

Aber man wollte den Master Chief nicht als Maskottchen verlieren und der funktioniert ohne Cortana nicht wirklich. Dabei hat das Halo Universum extrem viel Potenzial.

Was das Spiel angeht, das war ein mehr als würdiger Abschluss der Trilogie. Und auch wenn es später detailreichere Grafik in der Generation gab, in Punkto Lighting ist es eins der besten Spiele der Generation.

Kratos
24. Oktober 2024 15:03

Hatte die gesamte Serie vor ein oder 2 Jahren erstmalig gespielt, weil vorher nie Xbox besitzer und muss auch sagen, Halo 3 war war Inhaltlich Peak. Danach ging es (inhaltlich) nur noch bergab. 343 die, soweit ich weiß, ab Halo 4 das Zepter in der Hand haben, mach technisch gute Spiele, die machen auch Spaß, aber wer das die Stories und Lore überwacht ist mäßig talentiert. Die fahren keine klare Linie, inhaltlich macht es immer wenig Sinn und mit jedem neuen Serienteil machen die neue Fässer auf um den Kurs zu korrigieren und haben sich mitlerweile völlig verfahren. Dabei war es so einfach, ich finde das von Bungie erdachte Universum hat ordentlich Potenzial für weitere Ableger, die Story um den Masterchief war zuende, einfach wie bei Reach auf einen neuen Main Charakter gesetzt und viele inhaltliche Probleme die, die Serie heute hat, hätten vermieden werden können.

KVmilbe
24. Oktober 2024 11:49

Halo 2 und 3 waren einfach nur fantastisch. 343 konnte mich dann nicht mehr so wirklich abholen

Whitebeard91
24. Oktober 2024 8:32

Als Halo noch gut war…
Das waren schöne Zeiten

Zerodjin
23. Oktober 2024 17:20

Super. Halo 3, beide Vorgänger, ODST und Reach können auch heute immer noch locker mitreissen. Das Interesse am Halo-Universum hatte sich dann mit/seit dem 4er erledigt.