Halo: Kampf um die Zukunft – im Klassik-Test (Xbox)

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Zur Ruhe kommt Ihr selbstredend auf dem mit lauschiger Natur gesegneten Ringplaneten nicht. Kaum seid Ihr aus der havarierten Kapsel gekrochen, schon verfolgen Euch Jäger der Covenant, und Landungsschiffe setzen Alientruppen ab. Bei Eurem recht linearen Weg über saftig grüne Wiesen und durch enge Schluchten trefft Ihr auf Überlebende weiterer Kapseln, die an Eurer Seite kämpfen, bis sie letztlich durch eine Plasmagranate oder einen Laserstrahl der Aliens ins Gras beißen. Allerdings dürft Ihr die (technologisch kaum überlegenen) Waffen der Angreifer auch gegen diese selbst richten: Findet Ihr zwischen in schillernden Farben blutenden Körpern eine Laserpistole oder einen Needler (der zielsuchende Explosiv-Geschosse entlässt), dürft Ihr das Gerät an Euch nehmen und verwenden – einzige Einschränkung ist die begrenzte Tragekapazität, mehr als zwei Waffen könnt Ihr nicht mitführen.

Dafür habt Ihr noch maximal je vier gewöhnliche und Plasmagranaten dabei. Während erstere bei Detonation einen kleinen Schrapnell-Regen verursachen, besitzen zweitere die Eigenschaft, am Aufprallort kleben zu bleiben. So kommt es vor, dass Ihr einem der kleinen quie­kenden ‘Grunts’ eine Granate an den Rücken heftet, dieser kreischend zu seinen Kollegen wetzt und die Gruppe damit in den Tod reißt. Andererseits lassen sich einige spätere Monster vom nahenden Ende nicht beeindrucken und stürzen Euch trotz Granatenwurf hinterher, so dass Ihr schließlich selbst durch Euer Geschoss gesprengt werdet.

Insgesamt zehn nicht übermäßig komplexe, dafür aber weitläufige Levels habt Ihr bis zum zweifellos furiosen Finale von Halo zu überstehen – dabei halten sich Außen- und Innenaufenthalte die Waage. Auf der Planetenoberfläche wandert Ihr über baumbestandenes Hügelgelände, stapft unter leichtem Schneefall durch die weiße Pracht oder schleicht Euch in der Dunkelheit an gegnerische Geschütztürme heran. Im Inneren der meist riesenhaften Gebäude nutzt Ihr enorme Liftplattformen, öffnet das eine oder andere Metalltor und rennt durch enge, verwinkelte Gänge; zudem wandert Ihr durch die fremdartigen Hallen des Covenant-Schiffs. Netterweise wird Euch die Überwindung der unendlichen Weiten beizeiten ein bisschen einfacher gemacht: Neben dem Buggy findet Ihr auch einen Kampfpanzer (auf dessen Seiten eine Handvoll Kameraden Platz findet), schwingt Euch auf einen knapp über dem Boden schwebenden Einsitzer oder besteigt ein mit Laserkanonen ausgestattetes Fluggerät.

Im Gegensatz zu der gut handzuhabenden Ego-Steuerung verlangt Euch die Lenkung der Gefährte einiges an Geschick ab: Am Steuer seht Ihr Euer Alter Ego samt seinem Untersatz in Third-Person-Perspektive, mit der Änderung des Blickwinkels über den rechten Analog-Stick bestimmt Ihr auch die Richtung, in die gelenkt wird. Erspart bleibt Euch diese hakelige Angelegenheit natürlich beim Besteigen der stationären Geschütze. Habt Ihr den Alien-Kanonier aus dem Sitz gepustet, schwingt Ihr Euch selbst rein und ballert die Angreifer im Dutzend um.

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Nipponichi
31. Januar 2021 9:45

Mit der Halo-Reihe wurde ich warum auch immer nie so richtig warm. Keine Ahnung warum, denn eigentlich fahre ich ja auf Sci-Fi generell ab. Mir gefiel auch irgendwie das ganze Design nicht so richtig, weshalb bei mir einfach keine Stimmung richtig aufgebaut wurde.

Lag aber wahrscheinlich auch unter anderem daran, daß ich damals einfach noch zu stark auf die Doom und Quake-Reihe fixiert war, welche mir einfach von allem her besser gefielen. Ich hatte Halo später noch einmal auf der 360 eine Chance gegeben, aber auch da wollte es nicht so richtig zünden. Schade eigentlich, denn Halo hatte ja damals die Spielbarkeit eines Egoshooters revoultioniert.

MadMacs
30. Januar 2021 11:58

Der Surround Sound hatte mich damals völlig begeistert.

Heisenberg
28. Januar 2021 16:59

Müsste mein meist durchgespieltes Coop Game sein.
In jeder Version bestimmt schon 15 mal.
1000 Gs in der 360 Version.
Ich liebe es, einfach zeitlos.

Sanftmut
28. Januar 2021 15:22

Hab’s auch, bis auf die etwas langatmigen Flood Levels, in durchweg positiver Erinnerung behalten. War auch mein erster Egoshooter den ich mit Surround-Anlage gespielt habe – sehr geil!
Und auch das erste Spiel das ich mir gebraucht im Internet (ebay) anstatt zum Vollpreis im Laden gekauft habe. Für mickrige 16 Euro. Geld überwiesen, ein paar Tage später aus dem Briefkasten geholt und direkt losgezockt – geniales Erlebnis damals!

greenwade
28. Januar 2021 13:55

ein meilenstein der videospielgeschichte. hat viele standards gesetzt, die heute noch gültig sind.

mir haben sogar die flood levels gefallen, einfach weil das gameplay so überragend gut ist.

captain carot
28. Januar 2021 10:49

Die PC-Demo im Jahr darauf hat bei mir seinerzeit so gar nicht gezündet, ich bin dann erst 2008, als ich die AK meiner neuen 360 mit Spielen von meinem Cousin getestet hab und zuerst mit Halo 2 zu Master Chief und Cortana gekommen.

Und was soll ich sagen, spielerisch konnten dann beide Teile, auch mit schon angegrauter Grafik, immer noch voll überzeugen.

Was die Steuerung angeht, die fand ich außer beim Warthog eigentlich schon im Erstling ziemlich gelungen.

MontyRunner
28. Januar 2021 10:06

Hast Du das nur zum Essen gespielt?

Lincoln_Hawk
27. Januar 2021 22:48

Ich finde das Orginal heute noch total spielenswert
Das bump mapping ich bin zu gerne in dem Alien Komplex umhergelaufen
Da kam die ps2 nicht mit
Tolle Konsole toller lunch Titel

Anonymous
Anonymous
27. Januar 2021 16:05

Das Spiel war auch mein Kaufgrund für die Xbox und ich habe es geliebt.
Halo hatte mich als Launchtitel ungefähr genauso geflasht wie vorher Mario 64 auf dem N64.
Auch wenn der Klempner meiner Meinung nach besser gealtert ist. ?

Max Snake
27. Januar 2021 15:42

Der Legendary Schwierigkeitsgrad: Da hat sich die Mühe gelohnt für eine emotionale Szene. Ich kann mich sehr gut erinnern, das ich Halo 3 auf Legendary durch bin, das passende
T-Shirt mit Schwierigkeitsgrad Logo gekauft habt und damit zur Games Convention 2008 getragen habt ink. zur Video Games Live Konzert. Ach ja war das super, da schlägt es mein Zocker Herz.

Drops an und

T3qUiLLa
27. Januar 2021 15:19

die letzte richtige coop couch erfahrung die ich hatte.
hab es damals mit meinem bruder komplett durchgespielt, fand es auch teils mühseelig aber das war egal weil man es zusammen gespielt hat. werd ich nie vergessen…ich bin gefahren, da ich den dreh ganz gut raus hatte mit der steuerung, mein bruder war am geschütz…haben uns durch legendary gebissen und es gemeinsam angefangen und gemeinsam beendet. bei halo 2 war mein bruder schon raus…..schöne alte zeit.

Tokyo_shinjuu
27. Januar 2021 15:17

Da bin ich ganz bei dir Max, sowohl bei den Pros als auch Contras.
Das innen Level Recycling war die reinste Zumutung und die Fahrzeug Steuerung nen Eiertanz.
Auf der Gegenseite die damalige beste Ego Shooter Steuerung mit einem packenden Gunplay. Tolle Außenareale, optisch ein klares Aushängeschild für die Power der XBox. Und ein Wahnsinns OST.
Für mich einer der besten Launch Titel einer Konsole!

Max Snake
27. Januar 2021 15:10

Oh man, als ich damals auf Bravo Screenfun sah, wie toll Halo ist, war mir eins klar;
“Ich will eine Xbox, und zwar von mein Geld!”

Spannend Feuergefecht gegen eine gute Gegner KI die Allianze, perfekte Steuerung
(außer bei Fahrzeuge) und eine tolle Soundtrack. Schade, dass die Levels wiederholt und die Gegner gering sind.

Für mich war neben Halo und Jet Set Radio Future der kauf für eine Xbox Konsole und das ganze von mein Geld bezahlt im Jugendalter.