Halo: Reach – im Klassik-Test (360)

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Screenshot von Halo: Reach
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Ebenso tragen die weitläufigen Areale, von denen ein großer Teil unter freiem Himmel liegt, die kompetent erzählte Geschichte und die nicht immer schlauen, aber stets schwer einzuschätzenden Feinde dazu bei, dass die Solo-Kampagne zum Ende hin immer intensiver wird und der Liaison zwischen Microsoft und Bungie einen würdigen Schlusspunkt beschert.

Nach dem Abspann versprechen Euch die Entwickler, dass der Spaß im Multi­player-Modus erst richtig losgeht – und sie halten Wort. ­Leider würde es den Umfang einer M! Games sprengen, die Vielfalt der Spielvarianten, die unzähligen Einstellmöglichkeiten sowie all die Detailverbesserungen zu preisen, die Bungie – aufbauend auf dem Xbox-Live-Dauerbrenner Halo 3 – in den Online-Part von Reach gepackt hat.

Die nicht zuletzt dank der Online-Beta erneut vorbildliche Spielbalance, der ausgeklügelte Aufbau der Arenen sowie die neuen Panzerungsfähigkeiten (die Ihr auf Wunsch bei jedem Respawn ändert) machen Deathmatches, Teamschlachten und all die anderen Varianten zu einem rauschenden Online-Schlachtfest, das auch ohne das Auflevel-System eines Call of Duty über Monate fesselt. Im neuen ­’Invasion’-Spiel­modus jagt Euer Team ­dynamischen Zielen hinterher, zudem variieren die Gefechte im Sekundentakt – mal stehen Panzergefechte auf weitläufigen Auen, mal Schusswechsel in schmalen Gängen an.

Auch der ’Firefight’-Modus (kämpft kooperativ gegen Wellen­ von Feinden) kehrt zurück und pumpt Adrenalin durch Euren Körper – bei einer ’Firefight’-Schlacht z.B. mit Jetpacks und unendlich Raketenmunition kracht und rumst es ohne Unterlass.

Zwar müsst Ihr mitunter etwas warten, bis Euch das Matchmaking-System ungefähr gleich starken Mitspielern zugeteilt hat, dafür sind rund um die Uhr derart viele Halo-Fans online, dass auch die abgedrehtesten Varianten zustandekommen. Netter­weise stimmt Ihr vor einem Match per Mehrheitsvote über drei Spielvarianten ab, außerdem könnt Ihr in Reach noch leichter das Treiben Eurer Freunde verfolgen und in deren Matches einsteigen.

Abgerundet wird das Paket von guten Bekannten aus Halo 3: der Schmiede (passt die Levels via Editor Euren Wünschen an) und dem Kino (zeichnet sowohl Solo-Kampagne als auch Online-Matches auf) – hier schaltet Ihr das HUD ab, ladet Clips aus aller Welt, spult durch die Videos und erstellt Screenshots.

Natürlich ist auch die Kampagne wieder zu viert kooperativ spielbar, während der ersten Wochen jedoch nur mit Spielern aus Eurer Freundesliste. Bungie wollte die Match­making-Funktion dafür erst im Oktober und damit nach unserem Druckschluss freischalten.

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ghostdog83
14. Mai 2026 16:37

Ein doppeltes Pfui geht an die unterirdische deutsche Sprachausgabe und die teils schäbige Grafik – manchmal hatte ich das Gefühl, auf der alten Xbox zu daddeln.

Nichts für ungut, aber bei dem Satz kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln – beim direkten Vergleich mit Halo 1 & 2 auf der alten Xbox sollten die Unterschiede groß genug erscheinen, um sich nicht zu einer solchen Aussage hinreißen zu lassen. Was die Synchro betrifft, so handeln es sich hierbei um professionelle Synchronsprecher aus Film und TV. Über die Auswahl und Qualität bedingt durch die Aufnahmebedingungen lässt sich streiten, aber hier von unterirdisch zu sprechen, würde über das Ziel hinausschießen.  

Zuletzt bearbeitet am 1 Stunde her von ghostdog83