Halo: Reach – im Klassik-Test (360)

8
831
Screenshot von Halo: Reach
Zurück
Nächste

Meinung

Matthias Schmid meint: Beim Test von ODST habe ich gemerkt, dass ich langsam zum Halo-Fan mutiere – ich fürchte, jetzt ist es um mich geschehen. Doch Schuld hat diesmal nicht die gelungene Kampagne, sondern der Mehrspieler-Modus. Eine Wucht? Eine Sensation? Ein Sucht­mittel für Monate? Letzteres wird die Zeit zeigen, die schiere Masse an Modi und Einstellmöglichkeiten, welche die intensiven Knallereien immer wieder anders verpacken, hat mich aber vom Hocker gehauen. Das half mir über so manches Ärgernis aus dem Solo-Part hinweg: Dass ich den Einstieg ziemlich öde und die Spielzeit zu kurz fand, entnehmt Ihr schon dem Test-Text. Ebenfalls genervt hat mich die Tatsache, dass ich bei Warthog-Passagen wählen muss: Entweder lenke ich und verzichte auf das coole Ballern mit der Minigun oder ich lasse einen KI-Vollpfosten ans Steuer, der mich wahnsinnig macht.

Oliver Schultes meint: Im Gegensatz zum Kollegen Schmid hat meine Halo-Begeisterung mit Teil 3 (verflucht sei das Flood-Raumschiff!) abgenommen und bei ODST (öde Spielwelt) ihren Tiefpunkt erreicht. Reach dagegen ist bis auf den verkorksten, weil drögen Beginn ein exzellentes ’Best of’ der Serie. Steuerung, Schauplatzvielfalt, Intensität der Gefechte, Dramaturgie, Musikuntermalung und sogar die Story verdienen Hochachtung. Außerdem schaffen es nur wenige Entwickler so wie Bungie, Euch den Atem stocken zu lassen: Regelmäßig steht Ihr vor apokalyptischen Szenarien, die wie Spielbergs ”Krieg der Welten” die Aussichtslosigkeit des Kampfes Mensch gegen Alien verströmen – grandios! Ein doppeltes Pfui geht an die unterirdische deutsche Sprachausgabe und die teils schäbige Grafik – manchmal hatte ich das Gefühl, auf der alten Xbox zu daddeln.

Zurück
Nächste
8 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
senser
18. Mai 2026 10:52

? Halo 4 fand ich kein Stück beeindruckend von der Optik. Sah gut aus aber das war es dann auch. Gears hat damit locker den Boden aufgewischt.

ghostdog83
15. Mai 2026 16:57

da sieht Halo 4 auf der Xbox 360 deutlich besser aus.

Halo 4 dürfte mit das technisch herausragendste sein, was man auf der 360 hat zustande bringen können. Der Titel hätte auch als Xbox-One-Launch-Titel durchgehen können.

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat her von ghostdog83
Zerodjin
15. Mai 2026 14:50

Firefight regelmässig im Laufwerk, meist Sapiens gegen Brutes/Elites oder Operationen gegen Jackals/Skirmisher, Gruntpokalypse auch super. Auf Legendär/Solo noch nicht durch, kommt mir etwas schwieriger vor als Halo 2.

Walldorf
15. Mai 2026 9:55

Killzone 3 ist deutlich linearer und sieht auch heute noch ziemlich schick aus. Halo Reach hat in meinen Augen viel zu große Levels, was das Pacing zerstört. Optisch war es auch keine Augenweide, da sieht Halo 4 auf der Xbox 360 deutlich besser aus.

Ash Rockford
15. Mai 2026 7:49

Das Game finde ich auch heute noch unterhaltsam. Ein rundes Ding.

captain carot
15. Mai 2026 0:09

Die Grafik war nicht schlecht, allerdings war die Engine hier am Limit. Das für die damalige Zeit echt aufwendige Lighting ab Halo 3 hat irgendwie auch nie ein Magazin zu würdigen gewusst.

Killzone 3: ist am Ende optisch nicht viel besser gealtert, spielerisch aber dafür dann doch ne ganze Ecke schlechter.

P.S.: wie gerne hätte ich noch mal eine gute Bungie Kampagne für Singleplayer gehabt…

Max Snake
14. Mai 2026 18:58

An den Grafik von Killzone 2 wird Halo: Reach nie reichen und das sage ich nicht nur als Halo Fan. Insgesamt war Bungie’s letzte Halo Spiel ein Highlight von dramatisch Singleplayer, Koop und Multiplayer.

Ein Krieg der Welten zum mitspielen.

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat her von Max Snake
ghostdog83
14. Mai 2026 16:37

Ein doppeltes Pfui geht an die unterirdische deutsche Sprachausgabe und die teils schäbige Grafik – manchmal hatte ich das Gefühl, auf der alten Xbox zu daddeln.

Nichts für ungut, aber bei dem Satz kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln – beim direkten Vergleich mit Halo 1 & 2 auf der alten Xbox sollten die Unterschiede groß genug erscheinen, um sich nicht zu einer solchen Aussage hinreißen zu lassen. Was die Synchro betrifft, so handeln es sich hierbei um professionelle Synchronsprecher aus Film und TV. Über die Auswahl und Qualität bedingt durch die Aufnahmebedingungen lässt sich streiten, aber hier von unterirdisch zu sprechen, würde über das Ziel hinausschießen.  

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat her von ghostdog83