Halo: Reach – im Klassik-Test (360)

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Screenshot von Halo: Reach
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Meinung

Matthias Schmid meint: Beim Test von ODST habe ich gemerkt, dass ich langsam zum Halo-Fan mutiere – ich fürchte, jetzt ist es um mich geschehen. Doch Schuld hat diesmal nicht die gelungene Kampagne, sondern der Mehrspieler-Modus. Eine Wucht? Eine Sensation? Ein Sucht­mittel für Monate? Letzteres wird die Zeit zeigen, die schiere Masse an Modi und Einstellmöglichkeiten, welche die intensiven Knallereien immer wieder anders verpacken, hat mich aber vom Hocker gehauen. Das half mir über so manches Ärgernis aus dem Solo-Part hinweg: Dass ich den Einstieg ziemlich öde und die Spielzeit zu kurz fand, entnehmt Ihr schon dem Test-Text. Ebenfalls genervt hat mich die Tatsache, dass ich bei Warthog-Passagen wählen muss: Entweder lenke ich und verzichte auf das coole Ballern mit der Minigun oder ich lasse einen KI-Vollpfosten ans Steuer, der mich wahnsinnig macht.

Oliver Schultes meint: Im Gegensatz zum Kollegen Schmid hat meine Halo-Begeisterung mit Teil 3 (verflucht sei das Flood-Raumschiff!) abgenommen und bei ODST (öde Spielwelt) ihren Tiefpunkt erreicht. Reach dagegen ist bis auf den verkorksten, weil drögen Beginn ein exzellentes ’Best of’ der Serie. Steuerung, Schauplatzvielfalt, Intensität der Gefechte, Dramaturgie, Musikuntermalung und sogar die Story verdienen Hochachtung. Außerdem schaffen es nur wenige Entwickler so wie Bungie, Euch den Atem stocken zu lassen: Regelmäßig steht Ihr vor apokalyptischen Szenarien, die wie Spielbergs ”Krieg der Welten” die Aussichtslosigkeit des Kampfes Mensch gegen Alien verströmen – grandios! Ein doppeltes Pfui geht an die unterirdische deutsche Sprachausgabe und die teils schäbige Grafik – manchmal hatte ich das Gefühl, auf der alten Xbox zu daddeln.

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Max Snake
14. Mai 2026 18:58

An den Grafik von Killzone 2 wird Halo: Reach nie reichen und das sage ich nicht nur als Halo Fan. Insgesamt war Bungie’s letzte Halo Spiel ein Highlight von dramatisch Singleplayer, Koop und Multiplayer.

Ein Krieg der Welten zum mitspielen.

Zuletzt bearbeitet am 15 Minuten her von Max Snake
ghostdog83
14. Mai 2026 16:37

Ein doppeltes Pfui geht an die unterirdische deutsche Sprachausgabe und die teils schäbige Grafik – manchmal hatte ich das Gefühl, auf der alten Xbox zu daddeln.

Nichts für ungut, aber bei dem Satz kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln – beim direkten Vergleich mit Halo 1 & 2 auf der alten Xbox sollten die Unterschiede groß genug erscheinen, um sich nicht zu einer solchen Aussage hinreißen zu lassen. Was die Synchro betrifft, so handeln es sich hierbei um professionelle Synchronsprecher aus Film und TV. Über die Auswahl und Qualität bedingt durch die Aufnahmebedingungen lässt sich streiten, aber hier von unterirdisch zu sprechen, würde über das Ziel hinausschießen.  

Zuletzt bearbeitet am 2 Stunden her von ghostdog83