
Meinung
Thomas Stuchlik meint: Die Ensemble Studios haben Halo erfolgreich ins Strategie-Genre portiert. Die stimmige Inszenierung motiviert zum Weiterspielen, die Geschichte fügt sich nahtlos ins Universum ein. Fans der Ego-Shooter-Reihe freuen sich über eine leicht zugängliche Steuerung und Tutorials, die auch Taktik-Muffeln den Zugang zum Spiel ermöglichen. Grafisch überzeugt Halo Wars mit Liebe zum Detail: Filigrane Animationen in der Basis wie auch bildschirmfüllende Schlachten erfreuen das Auge. Die Kampagne bietet dank vielfältigen Aufgaben genug Abwechslung. Allerdings sind Strategie-Spezialisten wie mein Kollege Philip hier unterfordert. Denn im Vergleich zu anderen Genrevertretern wurden viele Aspekte vereinfacht und gestrafft. Weiterer Negativ-Punkt: Die Covenant sind in der Kampagne nicht spielbar.
Philip Ulc meint: Als Strategiespiel versagt das Halo-Geplänkel, der Action-orientierte Ansatz macht aber dennoch bis Kampagnen-Ende Spaß. Besonders die fantastischen Zwischensequenzen nach jeder Mission heben die Laune. Trotzdem gibt es Abzug wegen der viel zu simplen Steuerung, die mir kaum taktische Möglichkeiten bietet – Gebäude werden nicht gleichzeitig gebaut, Truppen können nicht individuell gruppiert werden und es gibt nur einen Sammelpunkt für alle Einheiten. Auch der Multiplayer-Modus patzt: Die Fraktionen sind nicht gut genug ausbalanciert, einige UNSC-Truppen sind schlicht zu stark. Zudem nerven die wenigen Einstellungen im Skirmish: Es einfach mal mit drei KI-Bots gleichzeitig aufzunehmen, ist nicht vorgesehen. Hier wird viel Potenzial verschenkt.










