
Meinung
Matthias Schmid meint: Es gibt mehrere Dinge, die Heavy Rain so besonders machen – die erwachsene Story, die gescripteten Actionsequenzen oder der unverkrampfte Umgang mit Themen wie Erotik, Depressionen oder Tod. Erfreulicherweise haben die Entwickler seit Fahrenheit dazugelernt: Die Steuerung ist komfortabler, die Emotionen sind glaubwürdiger. Und doch nehme ich den Figuren ihre Gefühle nicht immer ab – in Kombination mit der qualitativ schwankenden deutschen Synchro hören sich z.B. plötzliche Wutanfälle oder pure Verzweiflung nicht echt an. Als noch störender empfinde ich unrealistische oder unlogische Aktionen im Spiel: Wenn ein hinkender Schwerverletzter einem rennenden Cop entkommt, nur weil dieser von zwei, drei Passanten auf einer Rolltreppe blockiert wird, dann sieht das vielleicht spannend aus, Unfug bleibt es aber allemal -– zum Glück jedoch driftet Heavy Rain zu keiner Zeit so ins Übernatürliche ab wie Fahrenheit. Was den Titel schließlich spürbar über seinen Vorgänger erhebt, ist der hohe Wiederspielwert; mehr als einmal habe ich mich gefragt ”Was wäre passiert, wenn…“. Zum Glück kommt das kluge Kapitelsystem dem entgegen: Ihr könnt jede Szene beliebig oft spielen und zudem festlegen, ob die neuen Entscheidungen für Euren Storyverlauf gespeichert werden oder nicht.
Michael Herde meint: Man merkt dem Spiel seine französische Herkunft an: Statt sich am geleckten Hochglanz des US-Kinos anzubiedern, ist es bedrückend und inszeniert ungeschönt Alltäglichkeiten wie den Gang zur Toilette. Gleichzeitig wird eine mitreißende Geschichte erzählt, die Raum für emotionale Zwischentöne lässt. Dabei sind die englischen Sprecher ebenso klasse wie das Orchester, das rechtzeitig dramatisch Gas gibt, um sich anschließend traurigen Melodien zu widmen. Ich teile Matthias’ Kritik und ergänze: Manche Einblendungen gerieten unleserlich, da sie hinter dem Charakter liegen oder die Schrift zu klein ist. Störend empfinde ich den sogenannten ’Uncanny Valley’-Effekt, der erst durch die detaillierten Gesichter entsteht: Mitunter wirken sie leblos, starren durch mich hindurch oder offenbaren in kurzem Zucken ihre polygonale Herkunft.











Geht mir ähnlich wie SFN. Immersion und Technik haben das Spiel weitestgehend für mich getragen. Der Rest konnte da nicht mithalten: Einmal durchgespielt, ohne mit dem zufrieden zu sein, was das Spiel am Ende erzählen wollte. Danach habe ich es nie wieder angerührt.
Ohne das interaktive Korsett erzählerisch bestenfalls Mittelmaß. In Filmform hätte diese Erzählung nie eine solche Beachtung erhalten.
Atmosphärisch ist Heavy Rain top.
Die Technik war damals auch richtig gut.
Inhaltlich ist HR durchwachsen bis gut. Es kommt auch ein wenig auf die persönliche Reise an, da durch die “Permadeath”-Möglichkeit, die verschiedenen Storyparts und die weitere Geschichte sich eben unterscheiden können (bzw. nicht alles erzählt wird).
Knackpunkt ist und bleibt da das Gameplay. Das ist halt mehr Mittel zum Zweck.
Ich habe HR übrigens nur einmal durchgespielt. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht mehr ob alle oder nur eine Figur drauf gegangen sind bei dem Playthrough. Ist ne Weile her.
Übrigens halte ich Detroid Become Human, gefolgt von Heavy Rain, für Quantic Dreams bisher bestes “Video”-Game. Beyond Two Souls war so eher Hit and Miss für mich. Fahrenheit fand ich anfangs stark, aber zum Schluss dann viel zu konfus. Nomad Soul habe ich nie gespielt.
Was ist eigentlich mit Star Wars Eclipse?
Das ist gefühlt ewig in der Entwicklung. Ist das gecancelt?
Völlig überbewertetes Spiel meiner Meinung nach. Die Handlung ergibt schon direkt am Anfang keinen Sinn. Warum geht nicht die komplette Familie in den Schuhladen? Dann wäre auch kein Kind gestorben… Das andere Kind, das mit dem komplett überforderten Rabenvater draußen bleibt rennt dann noch wie ein Depp einem Clown mit Luftballons hinterher. Ab da war das Spiel bei mir unten durch :-). Die Steuerung war auch mies, der FBI-Typ, der bei KVmilbe (zu Recht) im Häcksler gelandet ist, war auch die reinste Lachnummer. Interessant fand ich eigentlich nur die Reporterin, aber die ist bei mir draufgegangen beim Sturz aus dem Fenster.
Beyond: Two Souls fand ich wesentlich besser.
Alle haben bei mir überlebt und dann fällt der FBI-Typie am Ende in den Häcksler 😮💨
Eines der interessantesten Spiele auf PS3. Hatte definitiv einige Ecken und Kanten und die Handlung sollte man auch nicht der großen Logik-Lupe untersuchen. Trotzdem ist das Spiel schon in Erinnerung geblieben, und einige Szenen perlen nicht so einfach am Spieler ab.
Ich hätte gerne mal wieder ein Spiel in der Art, mit moderner Technik und ohne die QTEs die damals halt einfach der Stand der Kunst waren.
Mein meist erwartete Spiel für die Playstation 3.
Auch wenn es Logik Löcher hat oder die Uncanny Fally, war Heavy Rain ein intensives Adventure – Krimi aus Frankreich.
Das Alltags Leben wie das Baby zu kümmern oder sich frisch machen war spannend, abseits die Welt zur Retten.