
Seite 2
Aber auch spielerisch winken eine Handvoll Neuerungen, um die im Kern identisch angelegten Massenkeilereien aufzufrischen. Habt Ihr Euch in Zeit der Verheerung noch auf die überschaubaren Funktionen des Sheikah-Steins verlassen, verfügt nun jede Figur über charakterspezifische Fähigkeiten, die Ihr nutzt, um spezielle feindliche Manöver auszuhebeln. Außerdem greift Ihr auf ein im Spielverlauf zuverlässig wachsendes Sortiment an Sonau-Bauteilen zurück. Diese kommen hier zwar nicht zum Bau von kuriosen Gefährten zum Einsatz, sind aber trotzdem reichlich praktisch im Kampf gegen besondere Schergen. Eisige Monster taut Ihr etwa per Flammenwerfer auf, während Ihr schlammbedeckte Feinde mit dem Hydranten von ihrer schmuddeligen Rüstung befreit. Ihr könnt aber auch Bauteile kombinieren oder das Terrain zu Eurem Vorteil nutzen: Ein überschaubarer Flammenstoß mausert sich unter Zuhilfenahme des Ventilators zum feurigen Wirbelsturm, während Pfützen als optimales Leitmedium für den Blitzwerfer herhalten. Und dann wären da noch die neuen Synchronangriffe, die – je nach Paarung – individuelle und schick inszenierte Partner-Combos möglich machen.
Chronik der Versiegelung erfindet das Rad damit nicht neu, bietet aber doch ein gutes Stück mehr spielerische Varianz als der Vorgänger. Hier spielt auch die rund 20-köpfige, angenehm vielseitige Heldenriege mit rein, die für Abwechslung in den grundsätzlich immer gleichen Kloppereien sorgt. Insbesondere Neuzugänge wie der quirlige Krog-Krieger Calamo oder die technikversierte Mineru haben es uns angetan. Ersterer malträtiert Gegner mithilfe seiner explosiven Werkzeugkiste, während Letztere kreativ von Sonau-Technologie Gebrauch macht.
Habt Ihr bereits in Zeit der Verheerung enthusiastisch die Karte leer geräumt, dürfte Euch auch das neue Spiel vorbildlich am Ball halten. Auf jede Hauptmission folgt eine Vielzahl optionaler Aufgaben, die Eure Map mit leuchtenden Icons pflastern. Ihr schlagt Euch durch häppchengroße Schlachten, beschafft erwünschte Güter oder erfreut Eure Kameraden, indem Ihr ihre Bitten in den Keilereien beachtet. Identisch zum Vorgänger kommt Ihr so an die nötigen Ressourcen, um an der Lebensenergie oder Combo-Tüchtigkeit Eurer Recken zu feilen, ihre Ausrüstung zu verbessern oder Läden und andere Etablissements freizuschalten.
Für Genre-Liebhaber reicht das, um über die 15- bis 20-stündige Hauptgeschichte hinaus sämtliche Marker auf der Karte abzuarbeiten. Schwingt Ihr Euch allerdings lediglich von Tears of the Kingdom beflügelt, aber ohne Musou-Erfahrung an Bord, könnte Euch das repetitive Spielprinzip flott ermüden.









@deztiny
Danke dir.
Das ist genau der Grund, weshalb ich die Musou spin-offs sie nicht mehr kaufe. Das Spielprinzip macht Anfangs immer sehr Spass, aber im letzten Drittel will man es einfach nur noch durch haben doch das Game hört einfach nicht auf. Der letzte Hauptteil war gut, das reicht dann aber auch.
@hnh4a Schau hier, der krasse Unterschied zwischen “Main + Extra” und “Completionist” ist wesentlich geringer https://howlongtobeat.com/?q=hyrule%2520warriors
Wie umfangreich ist dieses Hyrule Warriors, gegenüber dem ersten HW, was auch ursprünglich für WiiU erschien? Da gab’s den Story Mode und den umfangreichen Abenteuer Mode. Der hat mich auch erschlagen, weil es mir zuviel ist.