
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Einerseits finde ich inFamous richtig gut – andererseits habe ich das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre. So geht es mir mit einigen Aspekten des Elektro-Abenteuers: Es spielt sich nicht zuletzt dank der durchdachten Steuerung prima, auch wenn die Ballereien schon mal hektisch werden. Die ruinierte Stadt gibt eine ansehnliche Kulisse ab, die verschiedenen Stromkräfte wurden gelungen implementiert. Doch daneben schleichen sich Dinge ein wie Missionen gegen Spielende, die auf unnötig viel Rumlauferei setzen, oder die unmotiviert wirkenden Untergrund-Ausflüge. Dass die Hauptstory eher kurz ausfiel, stört mich nicht, denn die Nebentätigkeiten machen Spaß und die kluge Einbindung des Moral-Aspekts belohnt ein erneutes Durchspielen. inFamous ist angenehm prickelnd, aber nicht der große Schocker geworden.
Thomas Stuchlik meint: Ich werde mit inFamous einfach nicht warm. Das liegt vor allem an den Gegnerscharen, denen Ihr nur mit Dauerfeuer beikommt. Zudem verstehe ich nicht, warum der übermächtige Held nicht einfach Auto fahren darf. Überzeugend dagegen ist die atmosphärisch-düstere Stadtkulisse, durch die Ihr Euch akrobatisch hangeln könnt. Ebenfalls klasse: die Entscheidungsfreiheit, ein guter oder böser Held zu werden, sowie der effektive Einsatz Eurer übernatürlichen Fähigkeiten. Immer wieder interessant fallen die verschiedenen Reaktionen der Passanten auf Euer Verhalten aus. Leider gestalten sich die zahlreichen Nebenmissionen etwas einfallslos und kommen kaum über Durchschnittsniveau hinaus.











Tolle Spieleserie, von der es gern einmal bald mal wieder einen neuen Teil geben könnte. Ich würde mich da sehr freuen.